Flughafen Budapest: Neues Straßennetz und eine Überführung könnten die Anbindung an Ungarns wichtigsten Flughafen neu gestalten

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Am Flughafen Budapest könnten in den kommenden Jahren erhebliche Veränderungen eintreten, da neue öffentliche Ausschreibungsverfahren auf groß angelegte Infrastruktur- und Zufahrtsstraßenausbauten rund um den Liszt-Ferenc-Flughafen hindeuten. Die geplanten Arbeiten umfassen ein neues Straßennetz, eine Überführung, erweiterte Parkkapazitäten sowie den Umbau wichtiger Versorgungssysteme für Ungarns wichtigsten internationalen Flughafen.

Zwei Ausschreibungen deuten auf erhebliche Veränderungen am Flughafen Budapest hin

Laut Magyar Építők deuten zwei separate Ausschreibungsverfahren darauf hin, dass der Flughafen Budapest und die umliegende Infrastruktur möglicherweise vor einem bedeutenden Wandel stehen.

Das erste Verfahren betrifft einen Rahmenvertrag mit einer Laufzeit von 48 Monaten, der vom Flughafen Budapest, dem Betreiber des Internationalen Flughafens Budapest-Liszt-Ferenc, unterzeichnet wurde. Der Vertrag umfasst zwei Hauptbereiche: Planungsaufgaben im Zusammenhang mit Gebäuden, baulichen Elementen und anderen Einrichtungen sowie Aufgaben der Infrastrukturplanung.

Die Aufträge werden nicht automatisch vergeben. Stattdessen können konkrete Projekte im Rahmen des Rahmenvertrags durch erneute Ausschreibungen in Angriff genommen werden. Die in den Rahmenvertrag aufgenommenen Unternehmen werden dann aufgefordert, neue Angebote für einzelne Aufträge einzureichen.

Budapest Airport rechnet mit etwa fünf bis zehn solcher Ausschreibungen pro Jahr. Diese könnten die Vorbereitung von Entwicklungs-, Sanierungs- und mittelfristigen Investitionsprojekten im gesamten Gebäudebestand des Flughafens unterstützen.

Die Gebäude des Flughafens Budapest könnten ebenfalls modernisiert werden

Der baubezogene Teil der Rahmenvereinbarung könnte mehrere Phasen der Projektvorbereitung abdecken, von ersten Konzepten und Genehmigungsunterlagen bis hin zu vollständigen Bauplänen.

Laut der Ausschreibungsbekanntmachung könnten künftige Projekte am Flughafen Budapest teilweise oder vollständige Gebäudesanierungen sowie Neubauten umfassen. Einige dieser Vorhaben könnten Einrichtungen mit einer Grundfläche von 6.700 bis 7.000 Quadratmetern oder sogar noch größer betreffen.

Für internationale Leser: Der Internationale Flughafen Budapest-Liszt-Ferenc ist Ungarns wichtigstes Luftverkehrstor und der Hauptflughafen der Hauptstadt. Daher könnten sich größere Änderungen an Zufahrtsstraßen, Parkmöglichkeiten oder der Infrastruktur im Terminalbereich unmittelbar auf Passagiere, Flughafenpersonal, Dienstleister und Logistikunternehmen auswirken.

Die Infrastrukturkapazitäten müssen ausgebaut werden

Der zweite Teil der Rahmenvereinbarung konzentriert sich auf die Infrastrukturplanung. Dies kann Projekte umfassen, die mit den Versorgungs- und Verkehrsnetzen des Flughafens Budapest in Zusammenhang stehen.

Derzeit umfasst das Flughafengelände mehr als 20 Kilometer Trinkwasser- und Abwassernetze sowie ein Stromversorgungsnetz von über 100 Kilometern Länge. Planungsaufträge können für den Umbau oder den Ausbau dieser Systeme vergeben werden, in einigen Fällen auf Abschnitten von mindestens 700 Metern Länge.

Der Rahmenvertrag kann auch den Ausbau oder die Sanierung der oberirdischen Parkflächen des Flughafens Budapest umfassen, die derzeit rund 10.000 Stellplätze bieten. Darüber hinaus kann er Planungsarbeiten für das interne Straßennetz des Flughafens beinhalten, das bereits mehr als 20 Kilometer lang ist und in der Regel über mindestens zwei Fahrspuren verfügt. Einzelne straßenbezogene Aufgaben können Abschnitte von mindestens 300 Laufmetern betreffen.

Neues Straßennetz und Überführung am Flughafen Budapest geplant

In der EU-Ausschreibungsbekanntmachung ist zudem ein separates Vergabeverfahren für den Umbau der Zufahrtsstraße zum Flughafen Budapest und des gesamten dazugehörigen Versorgungsnetzes erschienen.

Im Rahmen dieser Ausschreibung könnten rund 53.000 Quadratmeter neues Straßennetz entstehen. Die neuen Straßen würden an die bestehenden Ankunfts- und Abflugebenen anschließen. Es könnten Sammelstraßen, Zufahrtsstraßen und Umgehungsstraßen mit zwei oder drei Fahrspuren gebaut werden.

Zudem ist eine neue Überführung geplant, um die bestehenden und neuen Netzelemente miteinander zu verbinden. Das Bauwerk hätte eine freie Spannweite von 16,6 Metern.

Die derzeit in der Nähe des Terminals gelegenen Parkplätze sollen abgerissen werden. Als Ersatz könnte ein neues Parkhaus mit rund 1.000 Stellplätzen errichtet und am „J“-Gate des Flughafens an die Straße angebunden werden.

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Versorgungsnetze sollen bei laufendem Betrieb erneuert werden

Die Bauausschreibung umfasst auch den vollständigen Wiederaufbau der Versorgungsnetze innerhalb des betroffenen Bereichs. Dazu gehören das Hauptregenwasserkanalisationsnetz, die Abwasserkanalisation, die Trink- und Löschwasserversorgung sowie die IT- und Stromnetze und die dazugehörigen Unterbauten.

In der Ausschreibung ist festgelegt, dass das beim Abriss der Straßenbauwerke anfallende Material vollständig recycelt werden muss. Der beauftragte Auftragnehmer muss zudem den Verkehrsfluss aufrechterhalten und sicherstellen, dass der Flughafenbetrieb während der gesamten Bauarbeiten weiterläuft.

Die geplanten Ausbauvorhaben am Flughafen Budapest gehen somit weit über den reinen Straßenbau hinaus. Sollten sie umgesetzt werden, könnten sie die Anbindung an Ungarns verkehrsreichsten Flughafen erheblich neu gestalten und gleichzeitig die umliegende Infrastruktur auf höhere Kapazitäten und zukünftiges Wachstum vorbereiten.

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