How Hungary could feel the impact of the Middle East military conflict

Eine neue militärische Eskalation im Nahen Osten, in die der Iran, Israel und die Vereinigten Staaten verwickelt sind, lässt nicht nur eine bewaffnete Konfrontation befürchten, sondern auch erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen, die sich auf die gesamte Weltwirtschaft auswirken könnten. Analysten warnen, dass die Energiemärkte bereits ein höheres geopolitisches Risiko einpreisen, was die Ölpreise in die Höhe treibt und die Unsicherheit für Investoren weltweit erhöht.

Berichten zufolge, die von Reuters zitiert werden, hatten Händler bereits vor den jüngsten Streiks damit begonnen, eine geopolitische Prämie in die Rohölpreise einzupreisen. Prognosen für das Jahr 2026 deuten darauf hin, dass die Märkte einen Aufschlag von 4-10 USD pro Barrel einkalkulieren, obwohl man früher von einem Überangebot ausging, das die Preise moderat gehalten hätte.

Drei Kanäle, die den Ölpreis nach oben treiben

Laut dem Bericht von Portfolio sehen die Experten drei Hauptrisiken für die Ölpreise.

Erstens die schlichte Ungewissheit: Schon die drohende Instabilität im Nahen Osten hat die Rohölsorte Brent auf über 70 USD pro Barrel steigen lassen.

Zweitens, eine mögliche Störung der iranischen Exporte. Obwohl die Sanktionen Teheran seit langem einschränken, bleibt es ein wichtiger Lieferant für China. Analysten von Barclays schätzen, dass der Verlust von nur einer Million Barrel pro Tag den erwarteten globalen Überschuss auslöschen und Brent in Richtung 80 USD treiben könnte.

Drittens betrifft die größte Gefahr die Schifffahrtsrouten. Jede Bedrohung des Verkehrs durch die Straße von Hormuz, durch die etwa ein Fünftel der weltweiten Öllieferungen fließt, könnte zu einem starken Anstieg der Transport- und Versicherungskosten führen. In extremen Szenarien könnten die Preise in Richtung 90-100 USD steigen.

israel and us launch attacks on iran travel warning
Israel führt Angriffe auf den Iran durch. Foto: Anadolu Agentur

Ansturm auf sichere Häfen und Inflationsrisiken

Die Währungs- und Rohstoffmärkte könnten ebenfalls stark reagieren. In Kriegszeiten suchen Anleger in der Regel nach sichereren Anlagen wie dem US-Dollar und Edelmetallen. Steigende Ölpreise wirken sich auch auf die Inflation aus, was Zinssenkungen hinauszögern und den Dollar weiter stärken könnte.

Ein lang anhaltender Konflikt könnte jedoch das globale Wachstum so stark beeinträchtigen, dass es zu volatilen, gegenläufigen Währungsbewegungen kommt und nicht zu einer einfachen Dollar-Rallye.

Frühere Schätzungen des Internationalen Währungsfonds deuten darauf hin, dass ein Anstieg des Ölpreises um 10 % das weltweite BIP-Wachstum um 0,1-0,2 Prozentpunkte schmälern könnte, während die Weltbank die Auswirkungen eher auf 0,4 Prozentpunkte schätzt.

Ungarns besondere Anfälligkeit für den Nahostkonflikt

Ungarn könnte die Auswirkungen stärker zu spüren bekommen als viele andere europäische Länder. Die Stilllegung der Friendship-Pipeline hat bereits den Zugang zu billigerem russischen Rohöl verringert und die Raffinerien gezwungen, sich stärker auf Importe aus dem Meer zu verlassen.

Der ungarische Energiekonzern MOL bezieht nun einen Großteil seiner Lieferungen über die Adria-Route, was mit höheren Logistik- und Transportkosten verbunden ist. Da sich die inländischen Kraftstoffpreise weitgehend an den Brent-Benchmarks orientieren, könnte sich ein anhaltender Anstieg des globalen Ölpreises in Verbindung mit einem stärkeren Dollar schnell in teurerem Benzin und Diesel an ungarischen Tankstellen niederschlagen.

Wenn die Spannungen anhalten, könnten Haushalte und Unternehmen gleichermaßen bald feststellen, dass ein weit entfernter Konflikt sehr lokale Auswirkungen hat.

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Foto: Anadolu Agency

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