Könnte das Feuerwerk am 20. August abgesagt werden? Eine drohende Gefahr bedroht Budapest

Sprache ändern:

Je näher das Feuerwerk am 20. August rückt, desto größer wird zwangsläufig die Unsicherheit bei den Wettervorhersagen, denn der Spätsommer bringt im Karpatenbecken ein Zusammenspiel verschiedener atmosphärischer Einflüsse mit sich. Diese Unbeständigkeit, gepaart mit plötzlich auftretenden heftigen Regengüssen und Gewittern, könnte die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag gefährden. Es gibt bereits Präzedenzfälle: Vor einigen Jahren wurde das Feuerwerk aus Angst vor einem herannahenden Sturm abgesagt, während im Jahr 2006 ein unvorstellbar heftiger Sturm, der genau während des Feuerwerks losbrach, fünf Todesopfer forderte und Hunderte von Verletzten hinterließ.

Die Vorhersage für den 20. August ist nach wie vor bekanntermaßen schwierig

Das bislang eintönige Sommerwetter im Karpatenbecken ändert sich nun. Heute Morgen verdeckte eine durchgehende Wolkendecke die Sonne über Budapest, und in den frühen Morgenstunden durchnässte ein kurzer Regenschauer die Hauptstadt und ihre Umgebung. Wochenlang hatte es weder nennenswerten Regen noch bewölkten Himmel gegeben; eine sengende Hitzewelle hatte Ungarn und die umliegende Region ausgedörrt.

Sweltering heatwave in Hungary River Tisza
Gewitter nach der Hitzewelle. Foto: Anadolu/Németi Róbert

Eine erhebliche Umstellung der Wetterlage ist im Gange, doch die Hitze lässt nicht nach – und diese Kombination könnte den Nationalfeiertag zu einer echten Gefahr machen. Auf kühle Morgenstunden mit Temperaturen von 12–22 °C folgen Tageshöchstwerte von 30–35 °C – Bedingungen, die leicht heftige Regenschauer und Gewitter hervorrufen können. Der Wetterdienst hat daher, wie „Blikk“ berichtet, für mehrere Komitate gelbe Warnungen herausgegeben. Was genau am Donnerstag zu erwarten ist, lässt sich nach wie vor nur äußerst schwer vorhersagen.

Stormy gusts of win, thunderstorms
Quelle: depositphotos.com

Mehrfach konnten die Meteorologen erst im letzten Moment bestätigen, dass kein größeres Unwetter eintreten würde; umgekehrt wurden Veranstaltungen aufgrund solcher Warnungen abgesagt.

Unheilvolle Präzedenzfälle

Im Jahr 2022 deuteten die Vorhersagen beispielsweise auf einen schweren Sturm hin, der die Hauptstadt bedrohte. Als sich die Vorhersage letztendlich als falsch erwies, entließ die Regierung den damaligen Präsidenten und den Vizepräsidenten des Nationalen Wetterdienstes. Das Feuerwerk fand eine Woche später, am 27. August, statt.Am 20. August 2006 wurde das Feuerwerk jedoch nicht rechtzeitig abgesagt. Ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 120 km/h traf die feiernde Hauptstadt. Fünf Menschen starben und mehr als 300 wurden verletzt; die Orbán-Regierung war im Jahr 2022 entschlossen, eine Wiederholung dieser Katastrophe zu verhindern.

Spectacular August 20 fireworks and drone show in Budapest
Foto: Facebook/Magyarország Kormánya

Falls Sie es verpasst haben: „Die Menschen schrien, eingeklemmt unter den Sitzen“ – Exklusivinterview, Video und neueste Entwicklungen zum Busunglück in Polen

Ein radikaler Wetterumschwung in Ungarn

Derzeit erwarten Meteorologen für den 20. August teilweise bewölkten, sonnigen Himmel, doch aufgrund der anhaltenden Hitze und der erhöhten Durchschnittstemperaturen könnten fast überall Schauer und Gewitter auftreten.

Laut einer Analyse von „The Weather on Maps“ driftet die hitzeauslösende Luftmasse nach Osten ab und schwächt sich ab, während eine kühle ozeanisch-arktische Luftmasse vorrückt; ihre Frontgrenze wird sich wellenförmig über unsere Region bewegen und die jüngste Wettermonotonie endgültig beenden. Dies bringt jedoch einen weiteren Unsicherheitsfaktor für das Feuerwerk mit sich. Es ist zudem diese Wetteränderung, die dem oberen Einzugsgebiet der Donau stärkere Niederschläge bescheren und somit Paks entlasten könnte.

Hungarian Defence Forces helicopter at Paks
Derzeit werden in der Nähe des Kernkraftwerks Paks heldenhafte Anstrengungen unternommen, um den Wasserstand der austrocknenden Donau anzuheben und ausreichend Kühlwasser für das Kraftwerk bereitzustellen. Foto: Facebook/Péter Magyar

Am Nationalfeiertag tun daher alle gut daran, sich über die zu erwartende Wetterlage auf dem Laufenden zu halten – dann sollte niemand unvorbereitet sein.

Massive Explosion und verheerender Brand in strategisch wichtiger MOL-Ölraffinerie: Werden die Kraftstoffpreise erneut steigen? – Video

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *