Mehr Ungarn glauben jetzt, dass Orbán verlieren könnte, da die Theiß-Partei 10 Tage vor der Wahl in Führung geht

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Wenige Tage vor den ungarischen Parlamentswahlen am 12. April glaubt eine wachsende Zahl von Wählern, dass Ministerpräsident Viktor Orbán auf eine Niederlage zusteuern könnte, da neue Zahlen darauf hindeuten, dass die Theiss-Partei von Péter Magyar deutlich in Führung liegt.

Zum ersten Mal seit einem Jahr glauben die Menschen, dass Orbán verlieren könnte

Die neuesten Publicus-Zahlen, die von Népszava veröffentlicht wurden, zeigen, dass zum ersten Mal seit Januar 2025 mehr Befragte einen Regierungswechsel als einen weiteren Sieg der Fidesz erwarten. Die Verschiebung ist gering, aber symbolisch bedeutsam: 39% erwarten nun eine Niederlage der Fidesz, während 38% immer noch glauben, dass Orbáns Partei sich halten wird.

Theiß führt in jeder wichtigen Wählerkategorie

Die Zahlen deuten auf einen stetigen, aber bedeutenden Vorsprung für die Theiß.

In der gesamten Wählerschaft liegt Theiß bei 36%, verglichen mit 30% für Fidesz. Bei bestimmten Wählern bleibt der Abstand mit 41% zu 35% bei sechs Prozentpunkten.

Am größten ist der Vorsprung bei den Wählern, die sich für eine Partei entschieden haben. Hier erreicht die Theiß 49% gegenüber 40% für den Fidesz: ein Vorsprung von neun Prozentpunkten, der das wachsende Gefühl der Dynamik um die Partei von Péter Magyar unterstreicht.

Kleinere Parteien bleiben weit zurück. Mi Hazánk bewegt sich mit 4-6% um die parlamentarische Hürde herum, während sowohl die Demokratische Koalition (DK) als auch die Zwei-Schwanz-Hund-Partei (MKKP) bei 3% bleiben, was darauf hindeutet, dass Ungarn auf ein Drei-Parteien-Parlament zusteuern könnte.

Die Wähler sehen Theiß zunehmend als wahrscheinlichen Sieger

Eines der auffälligsten Ergebnisse ist nicht nur die derzeitige Unterstützung, sondern auch die Einschätzung der Öffentlichkeit, wer nun mit größerer Wahrscheinlichkeit gewinnen wird.

Auf die Frage, auf welche Partei sie 10.000 HUF setzen würden, um die Wahl zu gewinnen, entschieden sich 39% für die Theiß, während 35% die Fidesz unterstützten.

Die Kluft in der Wahrnehmung vergrößert sich weiter, wenn die Befragten gefragt werden, was sie glauben, was die Menschen in ihrem Umfeld erwarten. 39% sagten, dass ihre Nachbarn und Bekannten einen Sieg der Theiß-Partei erwarten, während nur 28% das Gleiche über die Fidesz-Partei sagten.

Dies ist von politischer Bedeutung, denn sobald die Wähler spüren, dass die Macht tatsächlich wechseln könnte, kann dies die unentschlossenen Wähler, die taktische Stimmabgabe und die Wahlbeteiligung auf der Zielgeraden beeinflussen.

Die meisten Wähler haben sich bereits entschieden

Auch das Rennen wird härter.

Nach den Daten von Publicus wissen etwa vier von fünf Wählern bereits genau, wie sie abstimmen werden. Das ist ein deutlicher Anstieg um neun Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat. Nur 7-8% sagen, dass sie sich erst in den letzten Tagen oder in der Wahlkabine selbst entscheiden werden.

Auch die Erwartungen an die Wahlbeteiligung bleiben extrem hoch. 78% sind sich sicher, dass sie zur Wahl gehen werden, wobei beide großen Lager stark mobilisiert sind: 94% der Theiß-Anhänger und 91% der Fidesz-Wähler sagen, dass sie auf jeden Fall wählen gehen werden.

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Fotos: Facebook-Seiten von Péter Magyar und Viktor Orbán

Wachsender Appetit auf politischen Wandel

Das vielleicht deutlichste Zeichen für den Stimmungswandel ist, dass 49% der Befragten angaben, sie würden eine Niederlage der Fidesz begrüßen, während nur 35% angaben, sie würden es vorziehen, wenn Orbáns Partei an der Macht bleibt.

Das bedeutet nicht automatisch, dass die Wähler auch wählen gehen, aber es zeigt eine nationale Stimmung, in der die Möglichkeit eines Sieges der Opposition nicht mehr als weit hergeholt angesehen wird.

Da auch unabhängige Umfragen anderer Institute Theiß in Führung sehen (in einigen Fällen sogar mit noch größerem Vorsprung), könnte es in den letzten Tagen des ungarischen Wahlkampfs weniger darum gehen, ob Orbán bequem gewinnen kann, als vielmehr darum, ob er den größten Umsturz seiner 16-jährigen Regierungszeit noch verhindern kann.

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