Nach jahrzehntelangem Warten könnte die ungarische Regierung Akten über Agenten aus der Zeit des Kommunismus freigeben

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Der Abgeordnete der Tisza-Partei, Márton Mellethei-Barna, hat am späten Dienstagabend den Gesetzentwurf zur Vorbereitung der Freigabe der Akten über den Staatssicherheitsapparat der kommunistischen Ära eingebracht.
Gemäß dem auf der Website des Parlaments verfügbaren Gesetzentwurf ist eine umfassende Überprüfung der Dokumente erforderlich, die sich im Besitz der nationalen Sicherheitsdienste befinden. Die Überprüfung umfasst Dokumente, die vor dem 14. Februar 1990 erstellt wurden, sowie Daten, die vor diesem Datum erstellt und anschließend gespeichert wurden, und die Bedingungen ihrer Aufbewahrung.
Die Öffentlichkeit, insbesondere Experten, die auf diesem Gebiet wissenschaftliche Forschung betreiben, muss in die Überprüfung einbezogen werden, da nur so sichergestellt werden kann, dass die Überprüfung unter demokratischen Bedingungen stattfindet und die Möglichkeit einer vollständigen Aufarbeitung der Informationen verwirklicht werden kann, heißt es in dem Vorschlag.
Der Änderungsantrag sieht die Einrichtung eines Beratungsausschusses vor, der die Überprüfung der geheimen Dokumente unterstützt, indem er konkrete Empfehlungen ausspricht und die Öffentlichkeit über diese Aktivitäten informiert. Der Ausschuss wird aus elf Mitgliedern bestehen, die von den für die nationalen Sicherheitsdienste zuständigen Ministern sowie vom Kulturminister vorgeschlagen werden.
Péter Magyar: Wir haben es versprochen, und wir werden es umsetzen
Die Regierung hat einen Gesetzentwurf zur Freigabe der Akten über den Staatssicherheitsapparat der kommunistischen Ära vorgelegt, teilte Ministerpräsident Péter Magyar am Mittwoch auf Facebook mit. „Wir haben es versprochen, und wir werden es umsetzen. Damit werden wir eine jahrzehntelange Schuld begleichen“, sagte Magyar.
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