NATO-Chef: Ein Angriff Putins auf uns ist unwahrscheinlich – wir sind stärker

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NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärt, er rechne nicht damit, dass Russland das Bündnis in den kommenden Jahren angreifen werde, da dessen Stärke einen solchen Schritt unwahrscheinlich mache.

In einem Gespräch mit der BBC während eines offiziellen Besuchs in London am Donnerstag erklärte Rutte, die Lehren aus dem Krieg in der Ukraine hätten gezeigt, dass die NATO hinsichtlich der Fähigkeiten des russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht „naiv“ sein dürfe.

Gleichzeitig erklärte er, er glaube nicht, dass Russland die NATO in den nächsten Jahren angreifen werde, da das Bündnis derzeit zu stark sei, als dass Putin einen solchen Schritt riskieren könnte, wie die Ungarische Nachrichtenagentur (MTI) berichtete.

Rutte fordert die NATO auf, ihre Stärke zu bewahren

Rutte betonte, dass die NATO sicherstellen müsse, auch in den nächsten „zwei, drei, fünf Jahren“ ebenso stark zu bleiben. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund, dass die europäischen Länder angesichts des anhaltenden Krieges Russlands gegen die Ukraine ihre Verteidigungsausgaben weiter erhöhen und ihre militärischen Fähigkeiten ausbauen.

Auch die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hob in ihrer Rede zur Lage der Union am Mittwoch die Notwendigkeit einer stärkeren europäischen Verteidigung hervor und erklärte, der Krieg in der Ukraine habe die Bedeutung von Fähigkeiten wie der Luft- und Raketenabwehr deutlich gemacht.

Sie erklärte, Europa müsse seine Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten verringern, und kündigte Pläne an, gemeinsam mit der Ukraine ein kostengünstiges, modulares Raketenabwehrsystem zu entwickeln. Das vorgeschlagene „Freyja“-Projekt soll ukrainische Kampferfahrungen mit europäischer Technologie und Produktionskapazitäten verbinden.

EU setzt militärische Unterstützung für die Ukraine fort

Die EU leistet der Ukraine auch weiterhin militärische Hilfe. Den Quellen zufolge kündigte von der Leyen weitere 3,3 Milliarden Euro zur Unterstützung ukrainischer Anschaffungen von Raketen und Drohnen an.

Die EU hat in diesem Monat bereits erhebliche zusätzliche Verteidigungsmittel bewilligt. Am 11. September genehmigte die Europäische Kommission 6,1 Milliarden Euro für den Erwerb von Luft- und Raketenabwehrsystemen, Raketen, Munition, Drohnen und Ausrüstung für die elektronische Kriegsführung durch die Ukraine. Das Paket ermöglicht es der Ukraine zudem, Patriot-Ausrüstung und PAC-3-Raketen zu erwerben.

Die Kommission erklärte, dass die verbleibenden Mittel aus dem SAFE-Programm der EU ebenfalls für gemeinsame Verteidigungsprojekte mit ukrainischen Unternehmen verwendet werden sollen, wobei das Raketenabwehrprojekt „Freyja“ im Mittelpunkt der geplanten Zusammenarbeit steht.

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