Neue Donau-Eisenbahnbrücke in Budapest genehmigt – Ungarn startet Modernisierungsprojekt im Wert von 85 Millionen Euro

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Die ungarische Regierung hat den Bau einer neuen Eisenbahnbrücke über die Donau in Budapest genehmigt und damit ein Projekt im Umfang von 31 Milliarden HUF (85 Millionen Euro) auf den Weg gebracht, um die in die Jahre gekommene Gubacsi-Eisenbahnbrücke zu ersetzen.

Die Investition ist Teil des kürzlich von der Regierung angekündigten „Baross-Gábor-Eisenbahnentwicklungsplans“ und soll einen der größten Engpässe des Landes im Güterverkehr beseitigen. Verkehrs- und Investitionsminister Dávid Vitézy gab die Entscheidung nach der Kabinettssitzung am Mittwoch auf Facebook bekannt.

Seit mehr als einem Jahrzehnt ist die Fahrgeschwindigkeit auf der Brücke auf Schrittgeschwindigkeit begrenzt

Laut Vitézy dürfen Züge seit 2014 beim Überqueren der Gubacsi-Eisenbahnbrücke aufgrund ihres sich verschlechternden Zustands nur noch mit einer Geschwindigkeit von 5 km/h fahren.

Der Minister wies darauf hin, dass die Brücke trotz der strengen Geschwindigkeitsbegrenzung nach wie vor eine der wichtigsten Güterverkehrsverbindungen Ungarns darstellt und schätzungsweise 10–15 % des gesamten Schienengüterverkehrs des Landes abwickelt.

Vor einigen Monaten filmte sein Ministerkollege und lokaler Abgeordneter Vilmos Kátai-Németh sogar, wie er einen Güterzug überholte, der die Brücke überquerte, um das Ausmaß des Problems zu verdeutlichen.

„Heute können wir endlich über die Lösung sprechen“, schrieb Vitézy.

Neue Brücke soll großen Eisenbahnengpass beseitigen

Der Baubeginn für die neue Eisenbahnbrücke ist für Ende 2026 geplant; die Fertigstellung wird für Ende 2029 erwartet.

Nach Fertigstellung des Projekts werden voraussichtlich folgende Vorteile erzielt:

  • einen der wichtigsten Eisenbahnengpässe Ungarns beseitigen;
  • die Anbindung an den Freihafen Csepel und die nahegelegenen Containerterminals verbessern;
  • die Verlagerung von mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene ermöglichen; und
  • den Schwerlastverkehr in der Umgebung verringern.

Die Regierung plant zudem, mit den Vorbereitungen für die Modernisierung des Straßenabschnitts der Gubacsi-Brücke sowie mit Verbesserungen am nahegelegenen Corvin-Knotenpunkt zu beginnen.

Regierung erwägt künftige Modernisierung der Straßenbrücke

Vitézy erklärte, dass für die Eisenbahnbrücke bereits Baupläne vorliegen und eine gültige Baugenehmigung vorliegt, das Projekt jedoch unter der früheren Regierung zuvor eingestellt worden war.

Er fügte hinzu, dass die Regierung zudem prüfen werde, ob die bestehende Eisenbahnbrückenkonstruktion für den schweren Straßenverkehr umgerüstet und saniert werden könne, sobald der Bahnverkehr auf die neue Brücke verlegt sei. Sollte sich dies als technisch unmöglich erweisen, könnte in Zukunft auch eine komplett neue Straßenbrücke erforderlich werden.

Teil einer umfassenderen Wiederbelebung des Schienenverkehrs

Der Minister beschrieb das Gubacsi-Brückenprojekt als mehr als nur den Ersatz veralteter Infrastruktur. Laut Vitézy symbolisiert es einen grundlegenden Wandel in der Verkehrspolitik nach Jahren der Vernachlässigung, wie er es nannte, und markiert den Beginn einer neuen Ära langfristiger Investitionen in den Schienenverkehr in ganz Ungarn.

Der Brückenersatz ist eines der ersten großen Infrastrukturprojekte, die im Rahmen des auf zehn Jahre angelegten, 3.550 Milliarden HUF schweren Eisenbahnmodernisierungsprogramms der Regierung angekündigt wurden. Dieses umfasst zudem neues Rollmaterial, Bahnhofsrenovierungen, Verbesserungen im Nahverkehr sowie Vorbereitungen für eine Flughafenanbindung.

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