Russische Botschaft bezeichnet Ungarns Dialogversprechen nach Ausweisung von 10 Diplomaten als „wertlos“

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Russland hat die Entscheidung Ungarns, zehn Mitarbeiter der russischen Botschaft in Budapest auszuweisen, scharf verurteilt, bezeichnete diesen Schritt als beispiellose und ungerechtfertigte Eskalation und warnte, dass dies eine Reaktion nach sich ziehen werde.
Moskau wirft Ungarn antirussische Rhetorik vor
Die Kritik erfolgte, nachdem Außenministerin Anita Orbán am Dienstag bekannt gegeben hatte, dass Ungarn zehn Mitgliedern der russischen diplomatischen Vertretung die Ausreise aus dem Land angeordnet habe, da sie sich nach Angaben der ungarischen Behörden an Aktivitäten beteiligt hätten, die mit dem diplomatischen Status gemäß der Wiener Konvention unvereinbar seien.
Der russische Botschafter in Ungarn, Evgeny Stanislavov, erklärte in einer von der Botschaft in Budapest veröffentlichten Stellungnahme, die Ausweisungen zeigten, dass die neue ungarische Regierung „einer ideologisch motivierten, antirussischen Rhetorik verfallen“ sei. Er wies zudem die Zusicherungen Budapests zurück, man wolle den Dialog aufrechterhalten und die pragmatische Zusammenarbeit mit Moskau fortsetzen.
Dem Botschafter zufolge seien die Erklärungen der ungarischen Seite über die Aufrechterhaltung der Kommunikationskanäle mit dem Kreml und die Fortsetzung der praktischen Zusammenarbeit angesichts dieser Entscheidung nun „nichts mehr wert“. Moskau betrachte diesen Schritt als „äußerst unfreundliche Maßnahme“ und als „beispiellose und ungerechtfertigte Eskalation“, sagte Stanislavov und fügte hinzu, dass dies eine angemessene Reaktion nach sich ziehen werde.
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Ungarn beharrt darauf, dass die diplomatischen Beziehungen fortgesetzt werden
Anita Orbán betonte bei der Bekanntgabe der Ausweisungen, dass diese Maßnahme nicht bedeute, dass Ungarn die diplomatischen Beziehungen zu Moskau abbreche. Budapest beabsichtige weiterhin, den notwendigen Dialog mit Russland aufrechtzuerhalten, sagte sie, der auf gegenseitigem Respekt und der Einhaltung internationaler Regeln basiere. Die ungarische Regierung erklärte, die Entscheidung sei zum Schutz der Sicherheit und Souveränität des Landes getroffen worden.
András Rácz, stellvertretender Generaldirektor des Ungarischen Instituts für Internationale Angelegenheiten, erklärte, dass die Erklärung des Außenministers gemäß den Konventionen der diplomatischen Sprache stark darauf hindeute, dass die zehn ausgewiesenen russischen Vertreter unter diplomatischer Tarnung tätig gewesen seien, während sie angeblich nachrichtendienstliche Aktivitäten ausgeübt hätten.
Der Kreml hat bereits signalisiert, dass Vergeltungsmaßnahmen folgen könnten. Ein Sprecher des russischen Außenministeriums soll eine „harte und schmerzhafte“ Reaktion angekündigt haben. Aleksey Chepa, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für internationale Angelegenheiten der Staatsduma, erklärte gegenüber der staatlichen russischen Nachrichtenagentur TASS, Moskau werde zunächst mit gleicher Münze zurückzahlen. Er warnte zudem, dass Ungarns Entscheidung zu einer Einschränkung gemeinsamer Wirtschaftsprojekte mit Moskau führen könnte.
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Oppositionsparteien kritisieren die Entscheidung der Regierung
Auch die ungarischen Oppositionsparteien Fidesz und KDNP haben die Ausweisungen kritisiert, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Fidesz bezeichnete den Schritt als „nichts weiter als eine Ablenkung“ und argumentierte, die Regierung solle sich stattdessen mit Themen wie dem Haushaltsdefizit, der Staatsverschuldung und den Kraftstoffpreisen befassen.
Die KDNP warnte, dass die Entscheidung und die dadurch möglicherweise hervorgerufene Reaktion Russlands „unvorhersehbare Folgen“ haben könnten. Die Partei argumentierte, dass Russland als Bezugsquelle für Erdgas- und Rohölimporte nach wie vor schwer zu ersetzen sei, und warnte, dass ein übereilter diplomatischer Schritt letztendlich die ungarischen Haushalte durch höhere Energiekosten belasten könnte.
Die KDNP betonte zwar, dass jede Regierung die Pflicht habe, die nationale Sicherheit und Souveränität zu schützen, erklärte jedoch, dass dieser Schritt die Abkehr von Ungarns bisheriger „Friedenspolitik“ und den Beginn eines Abbaus der pragmatischen Beziehungen des Landes außerhalb Europas bedeute.
Der diplomatische Streit dürfte sich nun weiter verschärfen, da Moskau Vergeltungsmaßnahmen ankündigt, während Budapest betont, dass es die Kommunikationskanäle trotz der beispiellosen Ausweisung von zehn Mitarbeitern der russischen Botschaft offen halten wolle.
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