Russische Hard-Discount-Kette scheint sich aus Ungarn zurückzuziehen, nachdem die Filiale in Budapest geräumt wurde

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Die ungarische Geschichte der von Russland unterstützten Kette „Basket Plus“ scheint ein jähes Ende zu finden, nur wenige Monate nachdem die Discounterkette ihre erste und einzige ungarische Filiale in Budapest eröffnet hatte.

Basket Plus hat seine Regale in Budapest leergeräumt

Die Filiale in der Besence-Straße wurde Anfang August unerwartet geschlossen; der Betreiber führte „technische Gründe“ an, machte jedoch keine Angaben dazu, ob sie wiedereröffnet werden würde. Nun wurden die Räumlichkeiten Berichten zufolge vollständig von Waren geräumt, was darauf hindeutet, dass die Schließung dauerhaft sein könnte.

Basket Plus, früher bekannt als Mere, hatte ehrgeizige Pläne für Ungarn. Das Unternehmen hatte ursprünglich angekündigt, innerhalb des ersten Jahres zehn Filialen eröffnen zu können. Stattdessen ist seine einzige ungarische Filiale möglicherweise fast so schnell verschwunden, wie sie entstanden war.

Es war ihre einzige Filiale in Ungarn

Die Filiale in Budapest war im Lagerhausstil eingerichtet – eines der Markenzeichen des Hard-Discount-Modells, das mit der russischen Svetofor-Gruppe in Verbindung gebracht wird. Die Produkte wurden größtenteils in einer schlichten Umgebung präsentiert, unter anderem direkt von Paletten aus, was dem Einzelhändler half, die Kosten niedrig und die Preise wettbewerbsfähig zu halten. Nach Informationen von VG.hu wurde die Filiale in der Besence-Straße in den letzten Tagen vollständig geräumt.

Die Entfernung des Lagerbestands ist für sich genommen noch kein Beweis dafür, dass das Geschäft endgültig geschlossen wurde. Theoretisch könnten Waren im Rahmen von Abrechnungen mit Lieferanten oder anderer finanzieller bzw. rechtlicher Vereinbarungen abtransportiert werden. Die Räumung ist jedoch ein deutlicher Hinweis darauf, dass es sich hierbei möglicherweise um mehr als eine vorübergehende Schließung handelt.

Die Expansionspläne sind gescheitert

Diese Entwicklung ist angesichts der ursprünglichen Ambitionen von Basket Plus besonders auffällig. Das Unternehmen hatte geplant, innerhalb eines Jahres zehn ungarische Filialen zu eröffnen, während frühere, im Jahr 2024 angekündigte Pläne eine noch größere Expansion unter der Marke „Mere“ vorsahen.

Die erste – und letztendlich einzige – Filiale in Budapest wurde schließlich im Dezember 2025 eröffnet. Innerhalb weniger Monate musste sie jedoch unerwartet ihre Türen schließen. Die Situation in Ungarn steht zudem im Zusammenhang mit Schwierigkeiten, mit denen Svetofor-verbundene Unternehmen in anderen Teilen Europas zu kämpfen haben. Berichten zufolge wurden ähnliche Filialen auch in anderen Ländern geschlossen, wobei in mehreren Fällen „technische Gründe“ als Grund angegeben wurden.

Gleichzeitig wurden die europäischen Aktivitäten der Gruppe durch EU-Sanktionen beeinträchtigt. Einer der mit der Svetofor-Gruppe verbundenen Eigentümer, Sergei Schneider, wurde auf die EU-Sanktionsliste gesetzt. Solche Maßnahmen können Unternehmen in ernsthafte Schwierigkeiten bringen, da sie sich auf Vermögenswerte, Finanztransaktionen und Geschäftsbeziehungen auswirken. Für einen Einzelhändler, der auf kontinuierliche Liefer-, Finanz- und Logistiknetzwerke angewiesen ist, können solche Störungen besonders schädlich sein.

Wird Basket Plus zurückkehren?

Derzeit gibt es keine eindeutigen Anzeichen dafür, dass das Geschäft in der Besence Street eine Wiedereröffnung vorbereitet. Die vollständige Räumung des Lagerbestands macht es zunehmend schwer vorstellbar, dass es sich lediglich um eine vorübergehende Schließung handelt. Die Situation sollte dennoch mit Vorsicht betrachtet werden. Der Eintrag des Geschäfts im ungarischen Handelsregister hat sich Berichten zufolge noch nicht geändert, was bedeutet, dass sein formaler Status möglicherweise nicht vollständig die Entwicklungen vor Ort widerspiegelt.

Für ungarische Kunden wird die Botschaft jedoch immer deutlicher: Es gibt kaum Grund zur Annahme, dass das Budapester Geschäft wiedereröffnet wird, und noch weniger Grund, davon auszugehen, dass die zuvor angekündigte Expansion stattfinden wird. Sofern sich die Umstände nicht erheblich ändern, könnte die ungarische Geschichte der von Russland unterstützten Kette letztendlich aus nur einem einzigen Geschäft bestehen – das nur wenige Monate lang in Betrieb war, bevor es wieder verschwand.

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