Serbiens Präsident wird mit Péter Magyar und Wladimir Putin über ein bedeutendes MOL-Ölgeschäft beraten

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Der serbische Präsident Aleksandar Vučić hat angekündigt, dass er in den kommenden Tagen Gespräche sowohl mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar als auch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin führen werde, da die Verhandlungen über die künftige Eigentumsverhältnisse des serbischen Ölkonzerns in eine entscheidende Phase eintreten.
Vučić erklärte, er rechne damit, dass eine Vereinbarung über den Verkauf der russischen Anteile an der serbischen Ölgesellschaft NIS bald abgeschlossen werde, wobei die ungarische MOL-Gruppe bestrebt sei, eine Mehrheitsbeteiligung zu erwerben, die derzeit vom russischen Energiekonzern Gazprom Neft gehalten wird.
MOL erhält neue Genehmigung aus den USA zur Fortsetzung der Verhandlungen
In einer separaten Mitteilung am Freitagabend teilte MOL mit, dass das Unternehmen eine neue Genehmigung vom Amt für die Kontrolle ausländischer Vermögenswerte (OFAC) des US-Finanzministeriums erhalten habe, die es ihm ermögliche, die Verhandlungen über den Erwerb bis zum 28. August 2026 fortzusetzen.
Die vorherige Genehmigung, die Anfang Juli erteilt worden war, wäre am 31. Juli 2026 ausgelaufen.
Die Genehmigung ermöglicht es MOL, die Gespräche trotz der im Oktober 2025 gegen NIS verhängten US-Sanktionen fortzusetzen, die sich gegen das serbische Unternehmen richteten, da es mehrheitlich in russischem Besitz ist.

Große Änderung der Eigentumsverhältnisse in der Diskussion
MOL unterzeichnete im Januar 2026 eine verbindliche Rahmenvereinbarung mit Gazprom Neft, in der die wesentlichen Bedingungen für den Erwerb einer Beteiligung von 56,15 % an NIS festgelegt wurden.
Die Verhandlungen zwischen den beiden Unternehmen dauern an, während MOL zudem Gespräche mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC), der staatlichen Ölgesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, über eine mögliche Minderheitsbeteiligung an NIS führt.
Gemäß der aktuellen Eigentümerstruktur:
- Gazprom Neft hält 44,9 % an NIS.
- Gazprom hält weitere 11,3 %.
- Die serbische Regierung hält 29,87 %.
- Die übrigen Anteile werden von Minderheitsaktionären gehalten.
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Strategische Bedeutung für die Region
Der Ausgang der Verhandlungen wird in ganz Mittel- und Südosteuropa mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, da NIS eine bedeutende Rolle auf dem regionalen Kraftstoffmarkt spielt.
Sollte die Transaktion abgeschlossen werden, würde sie die Präsenz von MOL auf dem westlichen Balkan erheblich ausbauen und gleichzeitig den russischen Anteil an einem der strategisch wichtigsten Energieunternehmen Serbiens verringern. Die Transaktion steht weiterhin unter dem Vorbehalt laufender Verhandlungen, behördlicher Genehmigungen und der einschlägigen internationalen Sanktionsregelungen.
Falls Sie es verpasst haben: Offiziell: Ungarns Ölriese MOL und Serbien erzielen Einigung über die Übernahme von NIS

