Softwareprobleme verzögern die Inbetriebnahme der Bahnstrecke Budapest–Belgrad, so der Minister

Sicherheit habe für die Regierung weiterhin oberste Priorität, was bedeute, dass der Personenverkehr auf der lang erwarteten Bahnstrecke Budapest–Belgrad erst dann aufgenommen werden könne, wenn alle erforderlichen Voraussetzungen vollständig erfüllt seien, erklärte Verkehrs- und Investitionsminister Dávid Vitézy am Sonntag in einem Facebook-Beitrag.
Der Minister erklärte, der Betrieb könne erst aufgenommen werden, sobald der chinesische Auftragnehmer die notwendigen Softwarekorrekturen abgeschlossen habe und alle Sicherheitstests erfolgreich bestanden worden seien.
„Anstatt Versprechungen zu Fristen zu machen, die nicht eingehalten werden können, werden wir ehrlich und transparent über den Fortschritt des Projekts berichten“, schrieb Vitézy.
Softwareprobleme im Signalsystem der Strecke Budapest–Belgrad festgestellt
In einem zum Beitrag gehörenden Video erklärte Vitézy, dass die Installation des Zugsteuerungssystems – einer in China weit verbreiteten, in Europa jedoch bislang nicht eingesetzten Technologie – abgeschlossen sei. Bei den Tests seien jedoch Softwareprobleme festgestellt worden, sodass weitere Korrekturen erforderlich seien, bevor die Strecke für den Personenverkehr freigegeben werden könne.
Nach Angaben des Ministers könnten, sofern der Auftragnehmer die versprochenen Softwarekorrekturen in den kommenden Tagen oder Wochen abschließt, in der ersten Augusthälfte sogenannte „Dark-Running“-Tests beginnen, bei denen Züge ohne Fahrgäste verkehren. Sollten diese Tests erfolgreich verlaufen, könnte der Personenverkehr bereits im September aufgenommen werden.
Sicherheit hat Vorrang vor Terminen
Vitézy betonte, dass etwaige zusätzliche Probleme, die in den kommenden Wochen entdeckt würden, die Inbetriebnahme unweigerlich weiter verzögern würden. „Die Sicherheit hat Vorrang“, sagte der Minister und fügte hinzu, dass die Regierung die Bahn erst dann in Betrieb nehmen werde, wenn sie sich voll und ganz davon überzeugt habe, dass alle technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen erfüllt seien.
Was dies für Reisende bedeutet
Obwohl der Ausbau der Bahnstrecke Budapest–Belgrad kurz vor dem Abschluss steht, sollten Reisende nicht davon ausgehen, dass der Personenverkehr sofort aufgenommen wird. Die Regierung hat deutlich gemacht, dass die Strecke erst dann eröffnet wird, wenn das neue Signalsystem vollständig getestet und zertifiziert wurde. Sollten die verbleibenden Softwareprobleme termingerecht behoben werden, könnten die ersten Personenzüge im September den Betrieb aufnehmen; weitere technische Rückschläge könnten die Inbetriebnahme jedoch verzögern.
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