Tragödie in Budapest: 14-jähriger Junge stirbt nach HÉV-Unfall beim Telefonieren mit Kopfhörern

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Ein 14-jähriger Junge ist im Krankenhaus gestorben, nachdem er im Budapester Stadtteil Óbuda von einem Vorortzug der Linie H5 HÉV erfasst wurde. Die Tragödie hat zwei örtliche Schulen zutiefst erschüttert und die Warnungen vor unachtsamem Überqueren von Bahngleisen wieder aufleben lassen.

Nach Angaben von SzeretlekMagyarország ereignete sich der Unfall am Montagabend gegen 18:30 Uhr in der Nähe des Fußgängerüberwegs an der Határ-Straße in der Nähe des Viertels Római fürdő im dritten Bezirk der Stadt. Laut Polizei und Zeugenaussagen trat der Teenager trotz des roten Warnsignals auf die Gleise, während er auf sein Handy schaute und Kopfhörer trug, so dass er wahrscheinlich weder die blinkenden Lichter sehen noch das Horn des herannahenden Zuges hören konnte.

Die Rettungskräfte trafen schnell ein und fanden den Jungen bewusstlos vor. Nach der lebensrettenden Behandlung am Unfallort brachten ihn die Sanitäter in einem kritischen Zustand in eine Trauma-Einheit. Er verbrachte mehrere Tage auf der Intensivstation, aber aufgrund der Schwere seiner Verletzungen konnten die Ärzte sein Leben nicht retten, berichtete RTL.

Laut Zeugenaussagen hat er den entgegenkommenden HÉV nicht bemerkt.

Berichten zufolge war der HÉV mit etwa 60 km/h unterwegs, als er mit dem Teenager zusammenstieß. Der Aufprall war so heftig, dass er fast 20 Meter weit geschleudert wurde. Der Fahrer soll gebremst und das Warnsignal gegeben haben, aber der Junge scheint nicht reagiert zu haben.

Laut Polizei funktionierte die Lichtschranke des Bahnübergangs zum Zeitpunkt des Unfalls ordnungsgemäß. Die Ermittler untersuchen weiterhin die genauen Umstände im Rahmen eines Strafverfahrens.

Dieser Fall hat wieder einmal die Gefahren der Benutzung von Mobiltelefonen und Kopfhörern beim Überqueren von Straßen oder Bahngleisen deutlich gemacht. Die Budapester Polizei wies erneut darauf hin, dass jeder, der während der Fahrt nicht auf seine Umgebung achtet, sich in Lebensgefahr begeben kann.

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Der H5 HÉV. Foto: Máté Kemény / Wikimedia Commons

Zwei Óbuda-Schulen trauern um den Teenager

Der Tod des Jungen hat in der örtlichen Gemeinschaft tiefe Spuren hinterlassen. Zwei Schulen in Óbuda, wo er zur Schule ging, haben in den sozialen Medien emotionale Abschiedsbotschaften geteilt und ihn als intelligenten, humorvollen und talentierten jungen Mann in Erinnerung behalten.

Auch in der Nähe der Gleise, wo die Anwohner Blumen zum Gedenken an den Teenager niedergelegt haben, gibt es bereits Gedenksteine und Kerzen.

Der Unfall war Berichten zufolge der dritte Vorfall an einem HÉV-Bahnübergang in diesem Jahr, wenn auch der erste im Jahr 2026, bei dem ein Fußgänger ums Leben kam, was die Besorgnis über die Sicherheit an den Bahnübergängen in Budapest weiter verstärkt.

Erneute Warnung vor abgelenktem Gehen

Die Tragödie ist besonders bemerkenswert, da Berichten zufolge ein öffentliches Video über die Gefahren der Benutzung von Kopfhörern in der Nähe von Bahnübergängen in der Vergangenheit am selben Fußgängerübergang gedreht wurde.

Obwohl der Bahnübergang mit Sicherheitsschranken ausgestattet ist, die die Fußgänger verlangsamen und sie zwingen, in beide Richtungen zu schauen, ist der Vorfall eine verheerende Erinnerung daran, dass selbst eingebaute Sicherheitsmaßnahmen Unfälle nicht verhindern können, wenn die Aufmerksamkeit nur für ein paar Sekunden verloren geht.

Lassen Sie sich daran erinnern, dass an Bahnübergängen der HÉV-Vorortzüge das gleiche Maß an Vorsicht geboten ist wie auf den großen Bahnstrecken, auch innerhalb der Stadt. Das Ignorieren von Warnleuchten, das Benutzen von Kopfhörern oder das Betrachten eines Telefons beim Überqueren kann tödliche Folgen haben.

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