Tragödie nach Busunfall in Ungarn: Firmeninhaber versichert, beide Fahrer seien erfahren gewesen

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Der Eigentümer des polnischen Busunternehmens, dessen Bus auf der ungarischen Autobahn M3 verunglückte, hat sich zu den beiden beteiligten Fahrern geäußert und erklärt, beide seien erfahrene Mitarbeiter gewesen, die bereits seit mehreren Jahren für das Unternehmen tätig waren.
Der Eigentümer des Unternehmens reiste umgehend nach Ungarn
Tadeusz Dykas, Inhaber der „Firma Transportowa Michael“ in Jasło, bestätigte, dass der umgestürzte, in Polen zugelassene Bus seinem Unternehmen gehörte. Er und Mitarbeiter seines Unternehmens sind nach dem Unfall nach Ungarn gereist, während das Wrack von den ungarischen Behörden gesichert bleibt, da die Ermittlungen noch andauern.
Der Bus beförderte polnische Pilger, die aus Bosnien und Herzegowina auf dem Heimweg waren, als er am Sonntag gegen 1 Uhr morgens zwischen Mezőkeresztes und Mezőnagymihály, in der Nähe von Kilometer 139 der M3, von der Autobahn abkam und sich überschlug.
Bei der Tragödie kamen zwölf Menschen ums Leben. Nach den derzeit vorliegenden Informationen erlitt eine Person lebensbedrohliche Verletzungen, neun Personen wurden schwer verletzt und 37 weitere Personen erlitten leichtere Verletzungen.
Beide Fahrer überlebten den Unfall.
Dykas erklärte gegenüber der polnischen Nachrichtenseite money.pl, dass der Bus von zwei Fahrern gesteuert wurde, die beide den Unfall überlebten. Einer von ihnen wurde jedoch schwer verletzt. Der Firmeninhaber gab an, dass beide Fahrer erfahren seien und bereits seit mehreren Jahren bei der „Firma Transportowa Michael“ beschäftigt seien.
Die Umstände des Unfalls werden weiterhin untersucht. Berichten zufolge zieht die ungarische Polizei Fahrermüdigkeit und die Möglichkeit, dass der Fahrer am Steuer eingeschlafen sein könnte, als mögliche Erklärung in Betracht, doch dies wurde bislang nicht bestätigt.
Es wird erwartet, dass die Ermittler eine Reihe möglicher Ursachen prüfen, bevor sie Schlussfolgerungen ziehen. Dazu gehört unter anderem, ob der Fahrer eingeschlafen ist oder sich unwohl gefühlt hat, ob ein technischer Defekt vorlag, mit welcher Geschwindigkeit der Bus fuhr, wann der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verlor und ob sich der zweite Fahrer zu diesem Zeitpunkt im Fahrerhaus befand.
Das Unternehmen schickt einen Ersatzbus nach Ungarn
Laut Dykas schickte die Firma Transportowa Michael umgehend einen Ersatzbus nach Ungarn, um die Überlebenden nach Polen zurückzubringen. Der Firmeninhaber und seine Kollegen befinden sich derzeit am Unfallort, konnten das Wrack jedoch noch nicht selbst begutachten, da es von den ungarischen Behörden im Rahmen der Ermittlungen abgesichert wurde.
Der Unfall hat auf beiden Seiten der Grenze große Reaktionen ausgelöst, wobei auch die polnischen Behörden eigene Ermittlungen eingeleitet haben. Waldemar Żurek, Polens Justizminister und Generalstaatsanwalt, erklärte, die polnische Seite werde uneingeschränkt mit den ungarischen Behörden zusammenarbeiten, um den genauen Hergang des Unfalls aufzuklären.
Polnische Behörden entsenden Unterstützung nach Ungarn
Polnische Amtsträger koordinieren die Hilfsmaßnahmen für die von der Tragödie Betroffenen. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk sprach nach dem Unfall mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar. Magyar erklärte, er habe dem polnischen Volk sein Beileid ausgesprochen und den ungarischen Rettungskräften und Ärzten für ihre Hilfe gedankt.
Tusk kündigte daraufhin an, dass Polen ein Sonderflugzeug mit Mitarbeitern des Außenministeriums und medizinischem Personal nach Ungarn entsenden werde, um sicherzustellen, dass die vom Unfall Betroffenen die erforderliche medizinische und konsularische Unterstützung erhalten könnten. Zudem wurde in Rzeszów, der Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Karpatenvorland, aus der viele der Pilger stammten, ein Krisenteam einberufen.
Nach Angaben der regionalen Behörden war die Pilgerreise von einer Pfarrei in Strzyżów organisiert worden und umfasste Einwohner aus mehreren Landkreisen der Region. Entscheidungen über den Rücktransport der verletzten Überlebenden nach Polen werden auf der Grundlage medizinischer Empfehlungen getroffen, wobei möglicherweise Krankenwagen, Reisebusse oder Lufttransporte zum Einsatz kommen werden.
Die Ermittlungen zur Ursache der Tragödie dauern an
Das polnische Außenministerium bestätigte, dass alle 56 Fahrgäste und beide Fahrer bei dem Unfall verletzt wurden, während 12 Menschen ums Leben kamen. Polnische Behördenvertreter gaben an, dass sich mehrere der Verletzten weiterhin in einem sehr kritischen Zustand befinden. Die für den Fall zuständige polnische Bezirksstaatsanwaltschaft hat eigene Ermittlungen aufgenommen.
Die Behörden in Polen erklären, dass sie unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um die Umstände und Ursachen der Katastrophe aufzuklären, und dass sie uneingeschränkt mit ihren ungarischen Amtskollegen zusammenarbeiten werden.
Die polnische Botschaft in Budapest hat zudem eine spezielle Hotline für Angehörige der Businsassen eingerichtet. Derzeit prüfen die Ermittler mehrere mögliche Ursachen für den Unfall. Zwar wurde die Ermüdung des Fahrers als eine mögliche Ursache genannt, doch wurde bislang noch keine endgültige Ursache festgestellt.
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