Tragödie: Vier Tote, nachdem ein Auto auf einem Bahnübergang in Ungarn in einen Zug gefahren ist

Bei einem verheerenden Zugunglück im Nordosten Ungarns sind vier Menschen, darunter ein Kind, ums Leben gekommen, nachdem ein Auto am Donnerstagnachmittag trotz eines roten Warnsignals auf einen Bahnübergang gefahren und mit einem Personenzug in der Nähe von Sátoraljaújhely zusammengestoßen war.
Zusammenstoß an einem funktionierenden Bahnübergang
Der tödliche Unfall ereignete sich an einem Bahnübergang der Route 37, wo ein von Szerencs nach Sátoraljaújhely fahrender Personenzug mit einem Auto zusammenstieß, das kurz vor der Ankunft des Zuges auf die Gleise gefahren war. Nach Angaben der staatlichen ungarischen Eisenbahngesellschaft MÁV funktionierte die Lichtsignalanlage an dem Bahnübergang ordnungsgemäß und zeigte zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes eindeutig rot an.
Bei dem betroffenen Zug handelte es sich um den 16:04-Zug aus Szerencs mit der Zugnummer 5236. Trotz einer Notbremsung konnte der Zug den Zusammenstoß mit dem Fahrzeug nicht vermeiden.
Alle vier Insassen des Wagens starben noch am Unfallort. Die Behörden bestätigten später, dass eines der Opfer ein 10-jähriges Kind war, berichtet Telex. Die Identität der Opfer wurde noch nicht offiziell bekannt gegeben.

Zugpassagiere unverletzt
Die MÁV bestätigte, dass sich zum Zeitpunkt des Unfalls nur wenige Fahrgäste im Zug befanden. Keiner von ihnen wurde verletzt. Rettungskräfte der ungarischen Katastrophenschutzbehörde begleiteten die Fahrgäste sicher aus dem Zug zu den Ersatzbussen, die für die Weiterfahrt bereitgestellt wurden.
Feuerwehrleute und Rettungsdienste trafen kurz nach der Kollision am Unfallort ein, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen und den Bereich zu sichern. Aufgrund der Schwere des Aufpralls waren umfangreiche technische Bergungsarbeiten erforderlich.
Der Zugverkehr war bis zum späten Abend unterbrochen
Der Zugverkehr zwischen Sárospatak und Sátoraljaújhely wurde nach dem Unfall für mehrere Stunden unterbrochen. Die MÁV teilte mit, dass der Zugverkehr auf dem betroffenen Abschnitt der Strecke Szerencs-Sátoraljaújhely voraussichtlich bis zum späten Donnerstagabend unterbrochen bleiben wird, während die Ermittler vor Ort Inspektionen und Bergungsarbeiten durchführen.
Während der Unterbrechung wurden die Fahrgäste mit Ersatzbussen befördert, hauptsächlich zwischen Sátoraljaújhely und Sárospatak sowie in einigen Fällen zwischen Sátoraljaújhely und Szerencs. Die Reisenden wurden darauf hingewiesen, dass sie mit deutlich längeren Fahrzeiten rechnen müssen.
Lokale Behörden reagieren
Der Bürgermeister von Sátoraljaújhely, Péter Szamosvölgyi, hat sich in einem Video in den sozialen Medien zu der Tragödie geäußert und bestätigt, dass unter den Opfern auch ein Kind ist. Er wies auch darauf hin, dass das Auto, das in den Unfall verwickelt war, Kennzeichen aus Nyíregyháza hatte, obwohl weitere Details über die Insassen zum Zeitpunkt seiner Erklärung noch nicht bekannt waren.
Lokale Beamte drückten den Familien der Opfer ihr Beileid aus, während die MÁV ebenfalls eine formelle Beileidsbekundung herausgab, in der sie den von der Tragödie Betroffenen ihr tiefes Beileid aussprach.

