Uber übernimmt Foodora in Ungarn im Rahmen einer riesigen Übernahme im Wert von 15 Milliarden US-Dollar

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Uber wird voraussichtlich der neue Eigentümer von Foodora Ungarn, nachdem das Unternehmen vereinbart hat, den deutschen Essenslieferriesen Delivery Hero im Rahmen eines Geschäfts im Wert von 14,8 Milliarden US-Dollar (12,7 Milliarden Euro) zu übernehmen. Die Übernahme wird das weltweite Essensliefergeschäft von Uber erheblich ausbauen und seine Position gegenüber großen Wettbewerbern wie DoorDash und Prosus stärken.

Foodora Ungarn wird Teil von Uber

Im Rahmen der Transaktion wird Uber Delivery Hero übernehmen, das in Berlin ansässige Unternehmen, das Foodora in Ungarn besitzt und weltweit zahlreiche Essenslieferplattformen betreibt. Da Ungarn nicht zu den Märkten gehört, die im Rahmen des Deals veräußert werden, verbleibt das ungarische Geschäft von Foodora nach Abschluss der Übernahme innerhalb der Uber-Gruppe.

Durch die Vereinbarung würde sich die internationale Präsenz von Uber nahezu verdoppeln und von rund 50 Ländern auf 99 steigen. Uber ist bereits Anteilseigner von Delivery Hero und hielt vor Bekanntgabe der Übernahme einen Anteil von 19,5 %. Im Rahmen der Vereinbarung wird Uber 41,50 Euro pro Aktie in bar zahlen – ein Angebot, das von der Geschäftsführung von Delivery Hero einstimmig unterstützt wird, wie G7 berichtet.

Ein zweiter Versuch ist erfolgreich

Die Übernahme folgt auf ein erfolgloses Angebot nur sechs Wochen zuvor, als Uber 33 Euro pro Aktie bot. Delivery Hero lehnte diesen Vorschlag ab, woraufhin der Aktienkurs um rund 13 % auf 39 Euro stieg, was Uber dazu veranlasste, mit einem deutlich verbesserten Angebot zurückzukommen.

Die endgültige Transaktion bewertet Delivery Hero mit rund 14,8 Milliarden US-Dollar, was einem Aufschlag von etwa 34 % gegenüber dem durchschnittlichen Aktienkurs des Unternehmens in den vorangegangenen drei Monaten entspricht.

Wettbewerbsbedenken bestehen weiterhin

Es wird erwartet, dass die Übernahme einer Prüfung durch die Wettbewerbsbehörden unterzogen wird. Uber betreibt bereits in vielen internationalen Märkten eine eigene Plattform für die Lieferung von Speisen, Uber Eats. Durch die Übernahme des Portfolios führender Marken von Delivery Hero könnten die Regulierungsbehörden prüfen, ob der Zusammenschluss den Wettbewerb einschränken oder in bestimmten Ländern marktbeherrschende Stellungen schaffen könnte.

Um einigen dieser Bedenken Rechnung zu tragen, hat Uber zugestimmt, Teile des Geschäfts von Delivery Hero für 1,6 Milliarden US-Dollar an die in New York ansässige Investmentgesellschaft SSW Partners zu verkaufen. Die Veräußerung umfasst die Geschäftsaktivitäten in Österreich, Chile, Zypern, der Tschechischen Republik, Ecuador, Griechenland, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweden, der Türkei und Moldawien. Ungarn fehlt auffällig in dieser Liste, was bedeutet, dass Foodora Ungarn weiterhin im Besitz von Uber verbleiben wird.

Was die Vereinbarung für Ungarn bedeutet

Die Übernahme stellt einen weiteren bedeutenden Schritt bei der Rückkehr von Uber auf den ungarischen Markt dar. Das Unternehmen betrieb seinen Mitfahrdienst in Ungarn bis 2016, als es aufgrund gesetzlicher Änderungen faktisch gezwungen war, den Betrieb einzustellen. Im Jahr 2024 kehrte Uber nach Budapest zurück und bot diesmal in Zusammenarbeit mit lizenzierten Betreibern Taxidienste an.

Durch den Kauf von Delivery Hero ist Uber nun auch direkt auf dem ungarischen Markt für Essenslieferungen vertreten, wodurch sowohl das Geschäft mit urbaner Mobilität als auch das mit Essenslieferungen unter einem gemeinsamen Unternehmensdach vereint werden.

Foodora selbst geht auf NetPincér zurück, eines der bekanntesten einheimischen Technologieunternehmen Ungarns. Delivery Hero trat 2016 durch die Übernahme des Unternehmens in den ungarischen Markt ein; dieses war zunächst unter der Marke Foodpanda tätig, bevor es schließlich in Foodora umbenannt wurde.

Ein globaler Kampf um die Essenslieferung

Für Uber stellt die Übernahme einen der größten strategischen Schritte der letzten Jahre dar. Das Unternehmen will damit sein Geschäft im Bereich der Essenslieferungen stärken, da sich der Wettbewerb mit globalen Konkurrenten wie DoorDash, das 2021 Wolt übernommen hat, und der Technologie-Investmentgruppe Prosus verschärft.

Unterdessen hat sich Delivery Hero durch eine Reihe von Übernahmen von einem 2011 gegründeten deutschen Start-up zu einem der weltweit größten Lebensmittel-Lieferdienste entwickelt. Das Unternehmen war zwischen 2020 und 2022 im renommierten deutschen Aktienindex DAX gelistet und erreichte erst in den letzten Jahren nach Jahren rascher Expansion eine nachhaltige Rentabilität.

Sollte die Transaktion von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden, wird sie die internationale Lebensmittel-Lieferbranche neu gestalten – und in Ungarn wird Foodora damit in den Besitz eines der weltweit bekanntesten Mobilitäts- und Technologieunternehmen übergehen.

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