Ungarischer Journalist in der Nähe des jährlichen Fidesz-Festivals von einem Bären angegriffen

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Der ungarische Journalist András Földes wurde in der Nähe von Tusnádfürdő in Siebenbürgen von einem Bären angegriffen, während er an der Bálványos-Sommeruniversität und dem Studentenlager teilnahm. Später schilderte er den Vorfall selbst und berichtete, dass sich das Tier ihm während eines Abendlaufs nach einem langen Tag voller Interviews auf dem Festival genähert habe.

Gefährliche Begegnung in der Nähe von Tusványos

Nach dem Bericht des HVG-Journalisten hatte er den Tag damit verbracht, mit führenden Vertretern der Fidesz zu sprechen, darunter Zsolt Semjén, Balázs Orbán und János Bóka, bevor er zu einem kurzen Lauf aufbrach, um sich zu entspannen. Er kehrte um, nachdem ihm eingefallen war, dass bereits früher am Tag ein Bär über die Straße gestürmt war.

Wie sich der Angriff abspielte

Földes berichtete, er sei einen von dichtem Gebüsch gesäumten Weg entlanggelaufen, etwa 100 Meter von den äußeren Häusern des Dorfes entfernt, als er lautes Rascheln im Unterholz hörte. Daraufhin tauchte ein großer Braunbär auf, lief zunächst neben ihm her und stürzte sich dann mit einem schnaubenden Laut auf ihn.

Er reagierte, indem er laut rief, sich dem Tier zuwandte und auf es zuging, woraufhin der Bär zögerte. Das Tier tauchte daraufhin direkt hinter ihm auf dem Weg auf, richtete sich auf, sodass sein Kopf auf gleicher Höhe mit dem seinen war, und öffnete das Maul, als wolle er zubeißen.

Der Wurf, der ihn rettete

In diesem Moment warf Földes sein Handy mit voller Wucht auf den Bären, während er weiter schrie. Der Bär wich zurück, was ihm gerade genug Zeit zur Flucht verschaffte, und er rannte in Richtung Dorf. Später fand er das Handy wieder mitten auf dem Weg, offenbar unbeschädigt. Der Journalist erklärte, das Gerät sei seine einzige unmittelbar zur Verfügung stehende Waffe gewesen, und der plötzliche Schlag habe ausgereicht, um das Tier abzuschrecken.

Hilfe von Einheimischen

Auf seiner Flucht halfen ihm zunächst ein bellender Komondor und anschließend eine Gruppe junger Leute, die auf einer Hausparty am Rande des Dorfes feierten. Die Einheimischen begleiteten ihn daraufhin zurück zum Weg, um das Handy zu suchen – bewaffnet mit Stöcken und viel Lärm machend, um den Bären fernzuhalten.

Sie erklärten ihm, dass dichte, buschige Gebiete in der Nähe von Siedlungen besonders gefährlich seien, da sich Bären lieber dort aufhalten als im offenen Wald. Nachdem das Handy geborgen worden war, boten ihm die Einheimischen Pálinka an, die er annahm, obwohl er normalerweise keinen Alkohol trinkt.

Der Vorfall macht deutlich, dass Begegnungen mit Bären in dieser Gegend nicht nur tief im Wald, sondern auch ganz in der Nähe bewohnter Orte stattfinden können. Er zeigt zudem, wie schnell ein gewöhnlicher Abendlauf in Bärengebiet zu einer lebensbedrohlichen Situation werden kann.

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