Ungarn begeht den 15. März mit einer nationalen Zeremonie, während rivalisierende politische Aufmärsche Budapest beherrschen werden

Ungarn gedachte am 15. März, dem Sonntagmorgen, des Jahrestages der Revolution von 1848 mit einer traditionellen Fahnenhissung vor dem Parlament. Gleichzeitig wurden große politische Demonstrationen von Regierung und Opposition in Budapest erwartet, an denen Zehntausende teilnahmen.
Hissen der Nationalflagge vor dem Parlament zum 15. März
Am Sonntagmorgen wurde die Nationalflagge mit allen militärischen Ehren vor dem ungarischen Parlamentsgebäude am Kossuth-Platz gehisst, um den ungarischen Nationalfeiertag am 15. März zu begehen.
Die Zeremonie fand in Anwesenheit von Staatspräsident Tamás Sulyok statt, während die Hymne gespielt wurde und Mitglieder der Zeremonieneinheit der ungarischen Verteidigungskräfte die Flagge hissten. An der Veranstaltung nahmen auch die zentrale Musikkapelle der ungarischen Verteidigungsstreitkräfte und die Zeremonieneinheit des 32.
Der 15. März erinnert an den Ausbruch der Revolution und des Unabhängigkeitskrieges von 1848/49, der den Grundstein für das moderne parlamentarische Ungarn legte. Das Datum wurde 1989 zum ersten Mal zum Feiertag erklärt und ist seit 1990 ein offizieller Nationalfeiertag.
Große Menschenmassen bei politischen Demonstrationen erwartet
Neben den offiziellen Gedenkfeiern ist der Nationalfeiertag einmal mehr zu einem Brennpunkt der politischen Mobilisierung geworden.
Die Anhänger von Ministerpräsident Viktor Orbán versammeln sich zum sogenannten “Friedensmarsch” (Békemenet), der traditionell die Regierung unterstützt. Die Teilnehmer versammeln sich in der Nähe des Császár-Komjádi-Schwimmkomplexes, bevor sie am Donauufer entlang marschieren, die Margaretenbrücke überqueren und zum Kossuth-Platz gehen, wo Orbán eine Rede halten soll.
Später am Nachmittag wird die von Péter Magyar angeführte Oppositionsbewegung ihre eigene Demonstration abhalten. Die Teilnehmer werden sich am Deák-Platz versammeln und zum Heldenplatz marschieren, wo der Vorsitzende der Theiß-Partei zu den Anhängern sprechen wird.
Schätzungen gehen davon aus, dass Zehntausende teilnehmen könnten.
Analysten gehen davon aus, dass die Zahl der Teilnehmer an dem Oppositionsmarsch beträchtlich sein könnte. Nach Schätzungen der politischen Analysegruppe Vox Populi könnte die Beteiligung bei einem vorsichtigen Szenario zwischen 70.000 und 90.000 liegen, während die wahrscheinlichste Schätzung von 100.000 bis 140.000 Teilnehmern ausgeht. Bei einer besonders starken Mobilisierung könnte die Menge 175.000 bis 200.000 Menschen erreichen.
Die endgültige Größe der Versammlungen kann anhand von Mobilfunkdaten, die von der ungarischen Tourismusbehörde analysiert wurden, abgeschätzt werden, berichtet HVG.
In etwa einem Monat stehen in Ungarn Wahlen an. Die Demonstrationen am Sonntag gelten als letzte große Demonstration der politischen Stärke der beiden größten politischen Lager des Landes.
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