Ungarn, die in den VAE festsitzen, können die Hotelrechnungen in Dubai nicht bezahlen – Hoteliers wissen nichts über die staatliche Zusage

Außenminister Péter Szijjártó begrüßte gestern eine Rettungsaktion der Vereinigten Arabischen Emirate. Er erklärte, sein Amtskollege habe staatliche Unterstützung für alle Touristen – einschließlich der Ungarn – zugesagt, die durch die iranischen Angriffe gestrandet sind. Doch die Berichte von vor Ort zeichnen ein weitaus düstereres Bild: Hoteliers in Dubai teilen ungarischen Touristen immer wieder mit, dass sie keine solche offizielle Nachricht erhalten haben, so dass Tausende unserer Landsleute für jede Sonnenliege und jeden Snack aufkommen müssen.

Hotels in Dubai verlangen Bargeld von festsitzenden ungarischen Touristen

Laut Szeretlek Magyarország wurden ungarische Familien in den Vereinigten Arabischen Emiraten überrumpelt, als die Hotelangestellten auf einer Vorauszahlung für Zimmer und Mahlzeiten bestanden – genau das, wofür die versprochene staatliche Hilfe gedacht war. Aus Facebook-Gruppen, die vor Frustration nur so strotzen, geht hervor, dass die Hotelbesitzer keine Richtlinie der Regierung über die Rückerstattung gesehen haben.

Manager rieten den Gästen, jetzt abzurechnen und die Kosten später vom Staat zurückzufordern. Anderen in der Gruppe “Ask About Dubai” (“Kérdezz Dubajról”) wurde unverblümt gesagt, das Versprechen sei “Fake News”. Einige sind verzweifelt und haben ihre Hotels für billigere Unterkünfte aufgegeben.

Unterdessen berichtete The National über ein Rundschreiben des Ministeriums für Kultur und Tourismus von Abu Dhabi (DCT Abu Dhabi). Darin werden die Beherbergungsbetriebe aufgefordert, die Aufenthalte der Touristen zu verlängern, “bis sie in der Lage sind, abzureisen” – wobei alle Kosten freundlicherweise von der Behörde selbst übernommen werden.

Dubai hotel bill
Hoteliers in Dubai sagen, dass sie offiziell nichts von dem freundlichen Versprechen der DCT Abu Dhabi gehört haben. Foto: depositphotos.com

Abu Dhabi spielt den gnädigen Gastgeber

Im Gegensatz dazu berichten die Ungarn aus Abu Dhabi von nahtlosen, kostenlosen Verlängerungen – keine Querelen, keine Warteschlangen.

Offizielle Zahlen zeigen, dass 5.059 Ungarn für konsularischen Schutz registriert sind, 2.167 davon in den VAE. Die Behörden fordern alle auf, an Ort und Stelle zu bleiben: Flüge sind gestrichen, und an den Landgrenzen gibt es endlose Schlangen. In Chat-Gruppen werden stattdessen Tipps zu lokalen Schnäppchen ausgetauscht.

Auf dem Weg nach Hause? Halten Sie nicht den Atem an

Rückflüge bleiben ein Wunschtraum, da iranische Raketen und Drohnen den Luftraum über der Region blockieren. Sogar die Billigfluggesellschaft Wizz Air hat vor einem Flugstopp bis mindestens 7. März gewarnt. Präsident Trump schätzt den iranischen “Feldzug” auf drei bis vier Wochen und schließt damit einen schnellen Waffenstillstand für zivile Flugzeuge aus.

Hungarians stuck in the Middle East
Die Menschen haben Angst vor iranischen Drohnen und Raketen. Foto: Mostafa Alkharouf/Anadolu

Die Flugverbotszone erstreckt sich über den Iran, Israel, Irak, Kuwait, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain. Die nächstgelegenen Fluchtmöglichkeiten? Oman oder Saudi-Arabien, wo Tickets das Sechs- oder Siebenfache des Normalpreises kosten.

Vom Chaos am Flughafen bis zur lückenhaften Hilfe

Ein Passagier berichtete von dem Chaos nach dem Streik zwischen den USA und Israel am 28. Februar: Auf einigen Flughäfen wurden Wasser und Lebensmittel verteilt, während auf anderen ein völliges Chaos und Verwirrung herrschte.

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