US-Spitzenuniversität MIT kooperiert mit ungarischem HUN-REN: drei Projekte im Rahmen eines neuen Seed-Programms finanziert

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Drei ungarische Forschungsteams wurden im Rahmen der ersten gemeinsamen Ausschreibung des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und des ungarischen Forschungsnetzwerks HUN-REN für eine Finanzierung ausgewählt. Damit nimmt HUN-REN erstmals im Rahmen eines bilateralen Programms am Global Seed Funds (GSF) des MIT teil.

Was war geschehen?

HUN-REN und MIT haben den MIT-Hungary HUN-REN Seed Fund ins Leben gerufen, um gemeinsame Projekte von Forschern beider Institutionen im Frühstadium zu unterstützen. Im ersten Ausschreibungszyklus, der im Dezember 2025 endete, wurden sechs gemeinsame Vorschläge eingereicht, die dann in einem Verfahren bewertet wurden, an dem beide Organisationen beteiligt waren. Drei Projekte wurden schließlich von dem MIT-Prüfungsausschuss ausgewählt.

Wer ist beteiligt?

Auf ungarischer Seite wird das Programm von HUN-REN koordiniert, dem staatlichen Forschungsnetzwerk Ungarns, das Dutzende von Instituten und Forschungszentren umfasst. Für internationale Leser: HUN-REN wurde als erneuertes nationales Forschungsnetzwerk gegründet und agiert nun als zentraler Akteur im öffentlich finanzierten Forschungsökosystem Ungarns, um die wissenschaftliche Exzellenz zu steigern und Innovationen zu fördern.

Auf amerikanischer Seite werden die Global Seed Funds des MIT durch das Center for International Studies (CIS) des MIT verwaltet. Das breitere GSF-Programm unterstützt internationale Kooperationen im Frühstadium über mehrere Partnerländer und Fonds hinweg.

Die drei finanzierten Kooperationen zwischen Ungarn und dem MIT sind:

  • Die Ursprünge der “leichten” schweren Elemente (HUN-REN Forschungszentrum für Astronomie und Erdwissenschaften)
    Führende Forscher: Mária Lugaro (Forschungsprofessorin) und Marco Pignatari (Senior Research Fellow)
    MIT-Partner: Anna Frebel (Professorin für Physik; Abteilungsleiterin für Astrophysik)
  • Autonome Kontrolle fortgeschrittener Reaktoren (HUN-REN Zentrum für Energieforschung)
    Führende Forscher: András Szabolcs Ványi und Zoltán István Böröczki
    MIT-Partner: Sacit Cetiner (wissenschaftlicher Direktor, Nuclear Reactor Laboratory) und Benoit Forget (Abteilungsleiter, Nuclear Science and Engineering)
  • Zeitliche Beschränkungen von XR-Anwendungen durch KI-Pipelines (HUN-REN-BME Cloud Applications Research Group)
    Führender Forscher: László Toka (Professor, Universität für Technologie und Wirtschaft Budapest)
    MIT-Partner: Fox Harrell (Professor für digitale Medien und künstliche Intelligenz, Institute for Data, Systems, and Society)

In den von HUN-REN veröffentlichten Details in ungarischer Sprache heißt es weiter, dass das XR-Projekt Latenzeffekte in KI-gestützten Systemen der erweiterten Realität untersuchen wird, auch in sehr zeitkritischen Szenarien wie dem Fechten.

Warum ist das wichtig?

Der MIT-HUN-REN Seed Fund wurde entwickelt, um die früheste Phase der Zusammenarbeit zu finanzieren. Er hilft Teams, sich zu treffen, Forscher auszutauschen, Workshops durchzuführen und die Grundlagen für größere, langfristige Projekte zu schaffen. Das GSF-Modell des MIT wird häufig als “Katalysator” für Partnerschaften genutzt, die später erhebliche externe Mittel anziehen können.

HUN-REN hat betont, dass die Partnerschaft international bemerkenswert ist, da der GSF-Rahmen mit einer begrenzten Anzahl von Partnerfonds und -ländern zusammenarbeitet. Die Einbeziehung Ungarns bringt seine Forscher in eine strukturierte Pipeline für die Zusammenarbeit mit einer der weltweit führenden technischen Universitäten.

Wie geht es weiter?

Laut HUN-REN wird die anfängliche dreijährige Finanzierungsperiode von HunrenTech unterstützt, dem Technologietransferunternehmen des Netzwerks, das die Umsetzung von Forschungsergebnissen in reale Anwendungen unterstützt. Der Fonds beläuft sich auf insgesamt 225.000 USD über drei Jahre, mit einer Projektlaufzeit von bis zu 20 Monaten. Die nächste Ausschreibung wird voraussichtlich im September 2026 eröffnet.

Die ausgewählten Projekte sind auch unter den aktuellen Gewinnern des MIT Global Seed Funds aufgeführt, was unterstreicht, dass die Initiative in das breitere Portfolio der internationalen Zusammenarbeit des MIT eingebettet ist.

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