Viele Hotelboote sind aufgrund des niedrigen Wasserstands auf der Donau gestrandet

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Etwa 15 Hotelboote warten derzeit auf dem ungarischen Abschnitt der Donau, während auch die meisten Frachtschiffe aufgrund des niedrigen Wasserstands zum Stillstand gekommen sind, teilte das Ministerium für Bau und Verkehr am Dienstag mit.
Hotelboote und Frachtschiffe liegen still
Es fügte hinzu, dass der niedrige Wasserstand der Donau die Schifffahrt nicht nur in Ungarn, sondern auf fast der gesamten 2.412 Kilometer langen schiffbaren Strecke des Flusses behindert, was die Durchfahrt für Schiffe mit größerem Tiefgang erschwert. Aus Sicherheitsgründen müsse zwischen dem Schiffsboden und dem Flussbett ein Abstand von mindestens 10 Zentimetern bestehen, schrieb die ungarische Nachrichtenagentur.
Das Ministerium erklärte, die Wasserbehörden würden den Fluss regelmäßig vermessen, während die Schifffahrtsbehörde Warnmeldungen herausgibt, um Schiffsführer vor Untiefen zu warnen, an denen die übliche Tiefe von 270 Zentimetern nicht gegeben ist. Der aktuelle Wasserstand bestimmt, welcher Tiefgang eines Schiffes auf den einzelnen Flussabschnitten sicher befahren werden kann.

Bei derart niedrigen Wasserständen hätten sich auf dem ungarischen Abschnitt der Donau mehrere Abschnitte mit „unzureichender Tiefe“ gebildet, hieß es weiter. Einige Frachtschiffe können sich nur nach einer extremen Entlastung ihrer Ladung fortbewegen – auf lediglich 10 bis 20 Prozent ihrer Kapazität.
Historisch niedriger Wasserstand der Donau
Das Ministerium teilte zudem mit, dass die Schifffahrtsbehörde aufgrund des niedrigen Wasserstands keine Verkehrsbeschränkungen verhängt. Stattdessen wird von den Kapitänen erwartet, dass sie anhand der veröffentlichten und aktuellen Wasser- und Untiefenangaben sowie des Tiefgangs ihres eigenen Schiffes entscheiden, ob sie die Fahrt fortsetzen.

Die Nationale Wasserbehörde teilte der Nachrichtenagentur MTI am Dienstagnachmittag mit, dass in den nächsten Tagen weder im alpenländischen Donau-Einzugsgebiet noch im Tisza-Einzugsgebiet nennenswerte Niederschläge zu erwarten seien. Gleichzeitig herrscht in den Alpen und im Karpatenbecken eine weitere Hitzewelle, was bedeutet, dass die Wasserstände in den kommenden Tagen sowohl auf dem ungarischen Abschnitt der Donau als auch auf den nicht regulierten Abschnitten der Tisza wahrscheinlich stagnieren oder langsam sinken werden. Es wird erwartet, dass die sehr geringe Sättigung des Flussbetts anhält.
Am Dienstagvormittag sank der Wasserstand der Donau in Budapest auf ein Rekordtief von 31 Zentimetern und übertraf damit den bisherigen Tiefststand von 33 Zentimetern, der am 25. Oktober 2018 gemessen worden war. Bis 17 Uhr war er weiter auf 28 Zentimeter gesunken.
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Die Einzugsgebiete von Donau und Tisza bleiben in den kommenden Tagen ausgetrocknet
Den neuesten Prognosen zufolge ist in den kommenden Tagen in den alpinen Einzugsgebieten der Donau sowie im Tisza-Einzugsgebiet mit äußerst geringen Niederschlägen zu rechnen, sodass die sehr niedrigen Wasserstände in den Flussbetten anhalten werden, wie die ungarische Nachrichtenagentur berichtete.

Eine weitere Hitzewelle betrifft derzeit die Alpen und das Karpatenbecken, sodass in den kommenden Tagen im ungarischen Abschnitt der Donau und in den nicht regulierten Abschnitten der Tisza stagnierende oder nur langsam sinkende Wasserstände zu erwarten sind, teilte die Nationale Generaldirektion für Wasserwirtschaft am Dienstag in einer Erklärung mit.
Heute Vormittag sank der Donau-Pegel in Budapest auf ein Rekordtief von 31 cm und unterbot damit den bisherigen Rekord von 33 cm, der am 25. Oktober 2018 aufgestellt worden war. Seitdem ist der Pegel noch weiter gesunken und lag um 14 Uhr bei 26 cm.
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