Wasserkrise an der Donau: Hotelschiffe und Frachtschiffe in Ungarn gestrandet

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Elf Flusskreuzfahrtschiffe warten derzeit aufgrund außergewöhnlich niedriger Wasserstände auf dem ungarischen Abschnitt der Donau, während auch die meisten Frachtschiffe gezwungen sind, ihren Betrieb einzustellen, teilte das ungarische Ministerium für Verkehr und Investitionen (KBM) der Ungarischen Nachrichtenagentur (MTI) am Mittwoch mit.

10 cm Abstand zwischen Flussbett und Schiffsrumpf erforderlich

Das Ministerium erklärte, dass die niedrigen Wasserstände derzeit den Schiffsverkehr von Schiffen mit größerem Tiefgang nicht nur in Ungarn, sondern entlang des gesamten 2.412 Kilometer langen schiffbaren Abschnitts des Flusses behindern. Aus Sicherheitsgründen müssen Schiffe einen Abstand von mindestens 10 Zentimetern zwischen ihrem Rumpf und dem Flussbett einhalten.

Infolgedessen können einige Frachtschiffe nur noch nach einer drastischen Reduzierung ihrer Ladung fahren, in einigen Fällen auf lediglich 10 bis 20 Prozent ihrer normalen Ladekapazität, so das Ministerium.

Die Behörden betonten, dass die Wasserwirtschaftsbehörden den Fluss regelmäßig vermessen, während die Schifffahrtsbehörde offizielle Bekanntmachungen herausgibt, in denen Schiffe vor Untiefen gewarnt werden, an denen die vorgeschriebene Fahrwassertiefe von 270 Zentimetern nicht mehr gegeben ist.

German cargo ship sank after bumping into Danube bridge (Copy)
Ein
deutsches Frachtschiff in Budapest. Foto: Creative Commons CC BY-SA 3.0 DEED

Mehrere Abschnitte der ungarischen Donau sind zu flach

Der Wasserstand bestimmt den maximalen Tiefgang, der auf den einzelnen Flussabschnitten sicher befahren werden kann. Bei den derzeitigen Wasserständen sind mehrere Abschnitte der ungarischen Donau für die normale gewerbliche Schifffahrt zu flach geworden.

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Die Schifffahrtsbehörde verhängt aufgrund der niedrigen Wasserstände keine pauschalen Einschränkungen für den Schiffsverkehr. Stattdessen liegt es in der Verantwortung des Kapitäns jedes einzelnen Schiffes, unter Berücksichtigung der zuletzt veröffentlichten Wasserstände und Informationen zu Untiefen sowie des eigenen Tiefgangs des Schiffes zu entscheiden, ob die Weiterfahrt sicher ist, teilte das Ministerium mit.

Danube hotel boat Budapest
Foto: depositphotos.com

Die Zahl der gestrandeten Flusskreuzfahrtschiffe ist in den letzten Tagen dennoch zurückgegangen. Laut einer früheren Mitteilung des Ministeriums warteten am vergangenen Dienstag noch 15 Kreuzfahrtschiffe auf dem ungarischen Abschnitt der Donau.

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