Wer wird bei den ungarischen Parlamentswahlen am Sonntag betrügen? Das ergab die jüngste Umfrage

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An diesem Sonntag finden in Ungarn Parlamentswahlen statt, bei denen sich entscheidet, ob Premierminister Orbán weitere vier Jahre an der Macht bleiben kann, nachdem er seit 2010 Ministerpräsident ist oder ob Péter Magyar, der Ex-Ehemann der ehemaligen Justizministerin Judit Varga, Ungarns neuer Ministerpräsident wird. Eine neue Umfrage gibt Aufschluss darüber, wen die Ungarn als Sieger sehen und bei wem sie mögliche Wahlmanipulation befürchten.

Die Wähler glauben, dass die Fidesz von Premierminister Orbán bei den Wahlen schummeln wird

Laut der jüngsten Umfrage von Medián, einem der genauesten Meinungsforschungsinstitute Ungarns, glauben mehr Menschen, dass Péter Magyar die Wahl gewinnen wird als Premierminister Orbán (47% gegenüber 35%). Interessanterweise glauben mehr unentschlossene Wähler, dass Orbán gewinnen wird (35 % vs. 33 %). Inzwischen glauben 15 % der Wähler, dass keine der beiden Parteien eine Mehrheit erreichen wird, berichtet Telex.

Hungarian general election
Die ersten Briefwahlstimmen sind bereits eingetroffen und die Behörden haben damit begonnen, sie zu öffnen und auszuzählen. Foto: Mohamed El-Shemy/Anadolu

49 % der Wähler gehen davon aus, dass Fidesz Wahlbetrug begehen könnte, während nur 36 % vom Gegenteil ausgehen. Im Gegensatz dazu glauben nur 19 % der Wähler, dass die Oppositionspartei Tisza die Wahlen manipulieren würden.

Russland wird versuchen, die Wahlen zu beeinflussen

48 % der Wähler sind der Meinung, dass Russland versuchen wird, den Ausgang der ungarischen Wahlen zu beeinflussen. Bei der Ukraine, den Vereinigten Staaten und den EU-Gremien sind es nur 26 %, 24 % bzw. 24%. Die Einschätzungen gehen dabei deutlich auseinander: Während Tisza‑Wähler mehrheitlich mit russischer Einflussnahme rechnen, sehen Fidesz‑Wähler vor allem die Ukraine und die EU als einflussnehmende Akteure.

Rund 90 % der Befragten nehmen wachsende Spannungen zwischen der Ukraine und Ungarn wahr. Während Orbán‑Anhänger die Schuld bei Kiew und Präsident Selenskyj sehen, machen Tisza‑Wähler die ungarische Regierung für die Verschlechterung der Beziehungen verantwortlich.

Medián führte die Umfrage zwischen dem 23. und 26. März telefonisch unter 1.000 repräsentativ ausgewählten Personen durch. Die Ergebnisse sind nach Alter, Geschlecht, Bildungsniveau und Wohnort gewichtet.

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