Junge ungarische Ingenieurin, die dem Mercedes Formel Eins Team hilft und bereits große Verantwortung übernommen hat

Hanna Horváth hat sowohl an einer ungarischen als auch an einer niederländischen Universität studiert und ist derzeit Praktikantin beim Mercedes Formel Eins Team. Sie hat gerade einmal die Hälfte des Programms absolviert, doch man hat ihr bereits wichtige Aufgaben anvertraut und ihr die Freiheit gegeben, selbständig zu arbeiten. Ihre Geschichte ist ein inspirierender Beweis für jeden, der von Autos und Motoren fasziniert ist – und bereit ist, neben der Mathematik auch harte Arbeit zu leisten -, dass es möglich ist, die Spitze des Motorsports zu erreichen.

Die Széchenyi István Universität hat Hannas Weg einen eigenen Beitrag gewidmet, denn sie hat in Győr ihren Bachelor-Abschluss in Fahrzeugtechnik gemacht. Anschließend absolvierte sie ein Masterstudium an der Technischen Universität Delft in den Niederlanden, wo sie sich jetzt auf Aerodynamik spezialisiert. Da sie schon seit ihrer Kindheit davon träumte, in der Formel 1 zu arbeiten, war es eine leichte Entscheidung, sich für ein Praktikum beim achtmaligen Weltmeister, dem Mercedes Formel 1 Team, zu bewerben.

Horváth Hanna Mercedes Formula One
Foto: FB/SZIE

Schon immer von der Aerodynamik angezogen

Hanna schloss ihr Bachelor-Studium 2022 an der Audi Hungaria Fakultät für Automobiltechnik ab. Während ihres Studiums schloss sie sich dem Arrabona Racing Team (ART) an, das in der Formula Student Serie antritt, und arbeitete vier Jahre lang an dem Projekt mit. Sie sagt, dass diese Erfahrung ihr eine große Menge an praktischem Wissen vermittelt hat.

Sie erklärt, dass sie schon immer im Bereich der Aerodynamik arbeiten wollte, dass es aber in Ungarn relativ wenige Möglichkeiten in diesem hochspezialisierten Bereich gibt. Das ist ein Grund, warum sie zu ART gekommen ist. Sie hat auch schon für Jaguar Land Rover gearbeitet und einen Kurs in Raumfahrttechnik absolviert. Jetzt ist sie an der Technischen Universität Delft in der Spezialisierung Aerodynamik des Masterstudiengangs Luft- und Raumfahrttechnik eingeschrieben, während sie ihr praktisches Jahr beim Mercedes Formel Eins Team verbringt. Laut Hanna ist die Aerodynamik die größte technische Abteilung des Unternehmens, und sie befindet sich derzeit in der Hälfte ihres Praktikums. Vorläufig ist sie in Brackley stationiert.

Selbständige, verantwortungsvolle Arbeit beim Mercedes Formel-1-Team

“Unsere Gruppe beschäftigt sich hauptsächlich mit verschiedenen Aspekten der Messtechnik: Entwicklung des Windkanals und Verbesserung der damit verbundenen Korrelationen. Mir wurde zum Beispiel die volle Verantwortung für die Kalibrierung des Pitot-Rohrs an der Nase des Autos [ein Gerät zur Messung der Strömungsgeschwindigkeit] übertragen – diese Aufgabe gehörte ganz mir. Unsere Arbeit ist unglaublich interessant. Wir setzen beispielsweise sogar Roboter zur Unterstützung verschiedener Messverfahren ein, um die Genauigkeit zu erhöhen und Messfehler zu reduzieren. Mir gefällt das schnelle Tempo der Projekte, die Vielfalt der Aufgaben und die Tatsache, dass wir viele Probleme lösen müssen, die auch Programmierkenntnisse erfordern”, sagte sie dem Journalisten der Széchenyi István Universität. Hanna sagt, das Beste an ihrem Job sei das unmittelbare Feedback: Bei Tests und Rennen wird sehr schnell klar, ob eine bestimmte Entwicklung funktioniert.

Einen Arbeitsplatz mit Weltstars teilen

Die junge ungarische Ingenieurin beschreibt die Atmosphäre im Team als fast familiär. Jeder benutzt dieselbe Kantine und dasselbe Fitnessstudio wie die großen Stars. So hat sie bereits Kimi Antonelli, George Russell und Teamchef Toto Wolff getroffen.

Hanna ist nicht die einzige Absolventin der Széchenyi István Universität, die ihren Platz in der Welt des Motorsports gefunden hat. Einige Absolventen arbeiten heute im Rallyesport, während andere – wie Hanna – eine Karriere in der Formel 1 gemacht haben.

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