Hungarian Counter-Terrorism Chief listed on “Ukraine’s enemies” website

Der Leiter des ungarischen Zentrums für Terrorismusbekämpfung wurde in die umstrittene ukrainische Website aufgenommen, die Personen auflistet, die als Feinde der Ukraine bezeichnet werden.
Berichten zufolge wurde János Hajdu, Generaldirektor des Zentrums für Terrorismusbekämpfung (TEK), am Freitag in die Datenbank von Myrotvorets (auch bekannt als “Peacemaker”) aufgenommen.
Die Website wird von ukrainischen Bürgerrechtlern betrieben und hat seit langem internationale Kontroversen ausgelöst, weil sie persönliche Daten von Personen veröffentlicht, die sie beschuldigt, gegen die Interessen der Ukraine zu handeln.

Auf der Website aufgeführte Anschuldigungen
Laut dem Eintrag auf der Website wurde Hajdu aufgenommen, weil er angeblich “an der Entführung ukrainischer Bürger und dem Diebstahl von Staatsgeldern und Spezialfahrzeugen, die der Ukraine gehören, beteiligt war” sowie wegen “vorsätzlicher Handlungen, die darauf abzielen, Feindschaft zwischen Nationen und Staaten zu schüren”.
Die Seite bietet nur wenige Hintergrundinformationen über den ungarischen Beamten. Sie stellt fest, dass Hajdu am 1. September 2010 per Regierungsdekret zum Direktor von TEK ernannt wurde. Davor war er Leiter des persönlichen Sicherheitsteams des ungarischen Premierministers Viktor Orbán und hatte auch die Funktion des Sicherheitsdirektors innerhalb der Regierungspartei Fidesz inne, schreibt die Ungarische Nachrichtenagentur.
Ukrainische diplomatische Behauptungen zitiert
Zu den Quellen, die auf der Myrotvorets-Seite zitiert werden, gehört ein Beitrag des ukrainischen Außenministers Andrii Sybiha auf X. Laut dem Text, auf den auf der Seite verwiesen wird, bezeichnete der Minister das Vorgehen Ungarns als “Geiselnahme, Raub von Geld, Staatsterrorismus und Erpressung”.
Die Website zitiert auch die ukrainische Nachrichtenagentur European Pravda, die (unter Berufung auf diplomatische Quellen über den ukrainischen Fernsehsender TSN) berichtete, dass Geldtransporter, die angeblich aus der ukrainischen Staatsbank Oschadbank gestohlen wurden, in einem Sperrgebiet des ungarischen Zentrums für Terrorismusbekämpfung versteckt wurden.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag noch keine offizielle Stellungnahme der ungarischen Behörden zu dieser Meldung vor.
Hier ist, was vorher geschah:
