Central Europe’s car market is shifting: Elektroautos und neue Akteure verändern die Branche

Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen altert die bestehende Fahrzeugflotte weiter, während neue Marken, die nach Europa kommen, den Automarkt neu gestalten.

AutoWallis, ein großer regionaler Automobilkonzern, hat in seinem jüngsten Bericht die wichtigsten Trends auf dem mittel- und osteuropäischen Automobilmarkt beschrieben und erläutert, was in den kommenden Jahren zu erwarten ist. Das in Ungarn ansässige Unternehmen ist inzwischen in 17 Ländern tätig und hat damit einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Märkte in der Region.

Es wird erwartet, dass Hybridantriebe und die fortgesetzte Expansion chinesischer Marken in den kommenden Jahren weiter an Boden gewinnen werden, da diese Unternehmen versuchen, eine starke globale Präsenz aufzubauen und ihre technologische Führerschaft bei der Elektrifizierung zu demonstrieren – wobei Europa als ein wichtiger Einstiegspunkt angesehen wird.

Central European car market electric vehicles
AutoWallis stellte seinen neuesten Bericht über den regionalen Automobilmarkt bei einem Pressegespräch in Budapest vor. Foto: AutoWallis.com

Im Jahr 2025 wurden europaweit mehr als 13 Millionen neue Personenkraftwagen zugelassen, was einem Anstieg von 2,4% gegenüber dem Vorjahr entspricht. In der Europäischen Union stiegen die Verkäufe um 1,8%.

Mehrere mitteleuropäische Märkte übertrafen diese Entwicklung, aber die Zahlen deuten auch auf einen Markt im Wandel hin. Elektrofahrzeuge sind auf dem Vormarsch, neue Hersteller treten auf den Markt und die Nachfrage in einigen Segmenten wird unberechenbarer. In den kommenden Jahren wird die Frage nicht nur lauten, wie viele Autos verkauft werden, sondern auch, welche Arten von Fahrzeugen – und an wen.

Wie sich die Nachfrage in der Region verändert

In Mittel- und Osteuropa wächst der Markt schneller als in Westeuropa, aber seine Struktur ist anders. Die Käufer werden preissensibler und konzentrieren sich zunehmend auf die Betriebskosten, was sich auf die Kaufentscheidungen auswirkt.

Diese Verschiebung spiegelt sich in den Präferenzen für den Antriebsstrang wider. Hybride sind inzwischen die beliebteste Option, während Benziner knapp dahinter liegen. Der Diesel verliert weiter an Boden, und vollelektrische Modelle machen immer noch einen kleineren Anteil aus – obwohl sie schnell wachsen.

Das Wachstum ist bei Plug-in-Hybriden und vollelektrischen Fahrzeugen besonders stark und liegt über dem EU-Durchschnitt.

Im Jahr 2025 stiegen die Zulassungen von batterieelektrischen Fahrzeugen in der Europäischen Union um 29,9%, verglichen mit einem Anstieg von 53,3% in Mittel- und Osteuropa. Die kombinierten Zulassungen von Elektro- und Plug-in-Hybridmodellen stiegen in der Region um 63,3% – fast doppelt so stark wie in der EU (31,1%).

Central European car market electric vehicles
Hybride machen 37,8% der Neuwagenverkäufe in der CEE-Region aus, noch vor Benzinern mit 33,7%. Foto: depositphotos.com

China und Elektrofahrzeuge gewinnen an Schwung

Eine der sichtbarsten Veränderungen der letzten Jahre war die wachsende Präsenz chinesischer Autohersteller in Europa. China ist inzwischen der größte Autoexporteur der Welt, und Europa bleibt einer seiner wichtigsten Märkte.

Ein Teil der Erklärung liegt in der langsamer als erwartet verlaufenden Elektrifizierung der europäischen Hersteller. Hohe Kosten und technologische Herausforderungen haben eine Marktlücke geschaffen, die chinesische Marken schnell ausgenutzt haben. Unternehmen wie BYD, MG und XPENG bauen ihre Präsenz in Europa stetig aus.

Wir haben bereits berichtet, dass dieser Trend bereits Ungarn erreicht hat, wo neue chinesische Marken auf den Markt kommen.

Ihr Vorteil beruht auf mehreren Faktoren:

  • niedrigere Produktionskosten
  • starke Lieferketten für Batterien mit schnelleren Produktentwicklungszyklen
  • wettbewerbsfähige Preise in Kombination mit einem hohen Ausstattungsgrad.

Infolgedessen werden chinesische Marken im Jahr 2025 etwa 11% des europäischen Elektroautomarktes ausmachen – ein starker Anstieg in nur einem Jahr.

Die Europäische Union hat zwar Zölle eingeführt, um die Expansion der chinesischen Hersteller zu bremsen, aber die Dynamik wurde bisher nicht wesentlich beeinträchtigt. Einige Hersteller planen bereits Produktionsstätten in Europa, um die Handelsschranken zu umgehen und ihre langfristige Position zu stärken.

Steigender Druck auf Europas Autohersteller

Die europäischen Hersteller sehen sich einem wachsenden Druck aus mehreren Richtungen ausgesetzt.

Die Branche ist nach wie vor stark von den asiatischen Lieferketten abhängig, insbesondere bei Batteriematerialien und Halbleitern, wodurch die Produktion geopolitischen Spannungen ausgesetzt ist.

Gleichzeitig sehen sich die Automobilhersteller in Europa mit höheren Energie-, Arbeits- und Logistikkosten konfrontiert, was einige Unternehmen dazu veranlasst, eine Verlagerung der Produktion in Betracht zu ziehen. Dieser Druck wird durch geopolitische Konflikte – einschließlich der Spannungen im Nahen Osten und der Handelskonflikte zwischen der EU und China – sowie durch strengere Emissionsvorschriften noch verstärkt.

Ungarn: ein Markt, der wächst, sich aber nur langsam erneuert

Ungarns Automarkt spiegelt sowohl Wachstum als auch strukturelle Herausforderungen wider. Das Durchschnittsalter der Personenkraftwagen liegt bei über 15 Jahren und ist damit eines der höchsten in der Europäischen Union, während der Pro-Kopf-Besitz von Autos nach wie vor relativ niedrig ist.

Auf den ungarischen Straßen sind rund 4,2 Millionen Pkw unterwegs, womit die ungarische Fahrzeugflotte zu den ältesten in der EU gehört. Gleichzeitig gibt es nur 445 Autos pro 1.000 Einwohner – eine der niedrigsten Quoten in der Union.

Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass im Vergleich zu Westeuropa weniger Neuwagen gekauft werden, dass viele Gebrauchtwagen importiert werden und dass ältere Fahrzeuge nur langsam aus dem Verkehr gezogen werden.

Trotzdem wuchs der Markt im Jahr 2025 weiter. Mehr als 129.000 neue Autos wurden zugelassen, was einem Anstieg von 6,4% entspricht. Während der Anteil der Elektrofahrzeuge weiterhin unter dem EU-Durchschnitt liegt, ist auch hier ein allmähliches Wachstum zu beobachten.

Steigende Preise bedeuten, dass sich viele Käufer weiterhin dem Gebrauchtwagenmarkt zuwenden – daher ist es wichtig, sich beim Kauf eines Gebrauchtwagens über die häufigsten Betrugsarten im Klaren zu sein.

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