Orbáns Freund in Gefahr? Millionen gehen in den USA in beispiellosen No Kings-Protesten gegen Trump auf die Straße

Koordinierte Proteste gegen Präsident Donald Trump und seine Regierung schwappten am Samstag über die Vereinigten Staaten, als Millionen von Amerikanern sich den jüngsten “No Kings”-Demonstrationen anschlossen, die von den Organisatoren als eine der größten Protestbewegungen der letzten Jahre bezeichnet werden.
Nach Angaben der Organisatoren wurden landesweit an rund 3.100 Orten Kundgebungen angekündigt, die sich sowohl auf Großstädte als auch auf ländliche Gemeinden erstreckten. Es wird erwartet, dass die Beteiligung die geschätzten 7 Millionen Menschen übertrifft, die im vergangenen Oktober an ähnlichen Protesten teilgenommen haben, was das Ausmaß und die Hartnäckigkeit der öffentlichen Unzufriedenheit zeigt.
Minneapolis im Zentrum der Bewegung
Die zentrale Veranstaltung der Protestreihe fand in Minneapolis statt, das wegen seiner symbolischen Bedeutung nach einer tödlichen Konfrontation mit den Bundeseinwanderungsbehörden Anfang des Jahres ausgewählt wurde. Zwei Aktivisten wurden im Januar bei einer Demonstration im Zusammenhang mit der Durchsetzung der Einwanderungsgesetze getötet, ein Vorfall, der seitdem zu einem Sammelpunkt für Demonstranten geworden ist.
Die Organisatoren erwarteten allein in Minneapolis zwischen 80.000 und 100.000 Teilnehmer. Bei der Veranstaltung trat auch Bruce Springsteen auf, der einen von den Ereignissen inspirierten Song mit dem Titel “Streets of Minneapolis” vorstellte.


Proteste breiten sich von Großstädten auf das ländliche Amerika aus
Große Menschenmengen versammelten sich in Städten wie New York City und Washington, D.C., wo Tausende durch die Innenstädte marschierten, Anti-Trump-Schilder trugen und Slogans skandierten. Einige Demonstranten forderten einen politischen Systemwechsel, wobei die Forderungen von der Einwanderungsreform bis hin zu umfassenderen institutionellen Reformen reichten.
Die Demonstranten äußerten ihre Besorgnis über eine Reihe von Themen, darunter der Einsatz von Bundesbehörden zur Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen, steigende Lebenshaltungskosten, außenpolitische Entscheidungen und vorgeschlagene Änderungen der Wahlverfahren.
Die Organisatoren betonten, dass die geografische Ausbreitung der Demonstrationen zeigt, dass die Unzufriedenheit nicht mehr auf die traditionell liberalen städtischen Zentren beschränkt ist, sondern zunehmend auch in kleineren Städten und ländlichen Regionen zu spüren ist.


Weißes Haus weist Proteste als politisch motiviert zurück
Nach Angaben von Telex reagierte das Weiße Haus kritisch auf die Demonstrationen und bezeichnete sie als das Produkt eines “von der Linken finanzierten Netzwerks” mit begrenzter echter öffentlicher Unterstützung (meinen Sie damit Millionen? – Anm. d. Red.). Die Beamten spielten auch die Bedeutung der Demonstrationen herunter und bezeichneten sie als politisch motiviert und nicht als Ausdruck weit verbreiteter gesellschaftlicher Besorgnis.
Trotz der politischen Gegenwehr zeigen die weitgehend friedlichen Proteste (abgesehen von einer Handvoll kleinerer Festnahmen in Städten wie Los Angeles und Dallas) eine wachsende Mobilisierung im ganzen Land.


Eine zunehmend polarisierte Nation
Die “No Kings”-Bewegung ist das Zeichen einer sich vertiefenden Spaltung der amerikanischen Gesellschaft. Millionen Menschen gehen auf die Straße, um ihre Frustration über die Regierungsführung, die politische Richtung und die demokratischen Normen zum Ausdruck zu bringen.
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