Hungarian FM Szijjártó to skip meeting of EU foreign ministers

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Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó wird nicht am Treffen der EU-Außenminister nächste Woche in Luxemburg teilnehmen, berichtet Euronews unter Berufung auf diplomatische Quellen.

Die Sitzung des Rates für Auswärtige Angelegenheiten ist eine formelle Zusammenkunft, bei der die Mitgliedstaaten in der Regel auf höchster politischer Ebene vertreten sind, in der Regel durch ihre Außenminister. Die Regierungen können zwar auch Beamte auf niedrigerer Ebene entsenden, aber die meisten entscheiden sich für eine Vertretung auf Ministerebene.

Die Abwesenheit von Szijjártó ist daher bemerkenswert, insbesondere angesichts seiner traditionell aktiven Rolle in der EU-Diplomatie.

Seltene Abwesenheit in der Übergangszeit der Regierung

Nach Angaben von Euronews hat das ungarische Außenministerium nicht auf Medienanfragen zur Teilnahme des Ministers geantwortet.

Die Entscheidung kommt zu einem politisch heiklen Zeitpunkt, nachdem Ungarns Regierung vor kurzem gewechselt hat und der institutionelle Übergang nach der Wahlniederlage von Viktor Orbáns Regierung noch andauert.

In einigen Fällen hat sich Szijjártó bisher vertreten lassen, wenn er ins Ausland reiste oder sich mit anderen offiziellen Treffen überschnitt, aber eine vollständige Abwesenheit von einem geplanten EU-Rat für Auswärtige Angelegenheiten ist weniger üblich.

Zunehmender Rückzug aus der Öffentlichkeit

Euronews berichtet, dass Szijjártó in den letzten Wochen weitgehend aus der öffentlichen Kommunikation verschwunden ist, einschließlich der Plattformen der sozialen Medien, auf denen er zuvor sehr aktiv war.

Wie Daily News Hungary heute berichtete, wird erwartet, dass Viktor Orbán selbst einen weiteren EU-Gipfel auslässt, was die Spekulationen darüber anheizt, wie die scheidende ungarische Führung die Übergangsphase gestaltet.

Das Außenministerium hat bereits erklärt, dass sich hochrangige Beamte derzeit auf die administrativen Übergabeaufgaben im Zusammenhang mit der Bildung der neuen Regierung konzentrieren.

Hintergrund: Spannungen, undichte Stellen und Kontrolle

Szijjártó stand in den letzten Monaten aufgrund seiner engen Arbeitsbeziehung zum russischen Außenminister Sergej Lawrow und Ungarns Positionierung zur EU-Sanktionspolitik unter verstärkter internationaler Beobachtung.

Durchgesickerte Aufnahmen und Abschriften, die zuvor von internationalen Medien veröffentlicht wurden, lassen auf Kontakte zwischen ungarischen und russischen Beamten während sensibler EU-Entscheidungsphasen schließen, einschließlich Diskussionen im Zusammenhang mit Sanktionen und hochrangigen EU-Gipfeln.

In jüngster Zeit tauchten während des Wahlkampfes neue Anschuldigungen über den Umgang mit sensiblen Dokumenten und internen Verfahren des Ministeriums auf. Das Außenministerium hat ein Fehlverhalten bestritten und erklärt, dass nur Papierkopien elektronischer Dateien vernichtet wurden und keine Daten verloren gegangen sind.

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