Ungarns regierende Tisza-Partei benennt zwei neue Europaabgeordnete nach einer Führungsumbildung in Brüssel

Ungarns regierende Tisza-Partei hat nach Veränderungen in der Brüsseler Delegation der Partei zwei neue Kandidaten für das Europäische Parlament benannt. Der Parteivorsitzende Péter Magyar sagte am Sonntag, dass Csaba Bogdán und Viktor Weisz die von ihm und Zoltán Tarr frei gewordenen Sitze einnehmen werden.
Gleichzeitig wird die Leitung der Delegation der Tisza-Partei im Europäischen Parlament an Eszter Lakos übergeben, wie Magyar in den sozialen Medien und der staatlichen Nachrichtenagentur MTI bekannt gab.
Ingenieur und Mediziner tritt in Tisza-Delegation ein
Csaba Bogdán bringt einen technischen und akademischen Hintergrund für diese Rolle mit. Er hat Mechatronik und Medizintechnik studiert und darüber hinaus Abschlüsse in Geschichte und klassischer Philologie erworben. Er studierte an der Universität von Szeged, der Universität von Pannonien und der Fachhochschule Wiener Neustadt.
Später promovierte er an der medizinischen Fakultät der Universität Pécs, wo er sich mit der menschlichen Wirbelsäule beschäftigte.
Laut der Ankündigung hatte Bogdán im Laufe seiner Karriere mehrere leitende und strategische Positionen inne. Er leitete eine universitäre Werkstatt zur Herstellung von Prototypen, koordinierte Softwareentwicklung und Forschungsprojekte und war zuletzt Geschäftsführer eines CT- und MRT-Diagnosezentrums in Budapest.
Als Europaabgeordneter will er sich auf die Stärkung der Bürgerbeteiligung, die Erhöhung der Transparenz und die Förderung der sozialen Gleichheit konzentrieren.
Junger Experte für Außenpolitik zieht ins Europäische Parlament ein
Der zweite Kandidat, Viktor Weisz, hat internationale Beziehungen am King’s College London studiert, bevor er einen Master-Abschluss in Wirtschaft und Unternehmensentwicklung an der Universität Cambridge gemacht hat.
Während seines Studiums nahm er auch an Stipendienprogrammen an der Stanford University im Bereich Menschen- und Völkerrecht sowie am KAIST im Bereich globale Sicherheitspolitik teil.
Weisz trat der Tisza-Gemeinschaft im Jahr 2024 bei und hat seitdem im Europäischen Parlament als Berater für auswärtige Angelegenheiten gearbeitet, wo er internationale politische, geopolitische und außenwirtschaftliche Fragen analysierte. Davor sammelte er Erfahrungen in den Bereichen Projektmanagement und Innovation in Saudi-Arabien, Washington, London und Wien.
Magyar hob hervor, dass Weisz Englisch auf muttersprachlichem Niveau spricht und auch eine fortgeschrittene spanische Sprachqualifikation besitzt. Laut dem Tisza-Vorsitzenden möchte der junge Politiker seine internationale Erfahrung und sein globales Netzwerk nutzen, um die Entwicklung Ungarns zu unterstützen und die Interessen der jüngeren Generationen in der europäischen Entscheidungsfindung zu vertreten.
In dem Beitrag wurde auch darauf hingewiesen, dass Weisz das jüngste Mitglied des Europäischen Parlaments sowohl in Ungarn als auch in der Europäischen Volkspartei werden soll.
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