EILMELDUNG: Tödliche Explosion in MOL-Anlage in Ungarn hinterlässt einen Toten und mehrere Verletzte

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In der petrochemischen Anlage der MOL-Gruppe in Tiszaújváros kam es am Freitagmorgen zu einer tödlichen Explosion und einem Brand, bei dem ein Mensch ums Leben kam und mehrere andere schwer verletzt wurden, wie ungarische Medien und offizielle Quellen berichten.

Der Vorfall ereignete sich gegen 9 Uhr morgens in der Anlage von MOL Petrolkémia. Aus dem Industriekomplex stieg dichter schwarzer Rauch auf, während auf Fotos, die Augenzeugen vom Unglücksort schickten, Flammen und Feuerwehrleute in Schutzkleidung zu sehen waren, so Telex und 444.hu.

Lokalen Berichten zufolge, die von der Tiszaújvárosi Krónika zitiert werden, könnte die Explosion eine Pyrobenzin-Pipeline in der Anlage betroffen haben, obwohl die Behörden die genaue Ursache noch nicht offiziell bestätigt haben.

Rettungsdienste und Hubschrauber im Einsatz

Die ungarische Katastrophenschutzbehörde teilte mit, dass sofort mehrere Feuerwehrautos entsandt wurden, während auch eine mobile Laboreinheit zur Überwachung der Situation an den Ort des Geschehens geschickt wurde. Zeugen berichteten, dass Rettungshubschrauber an der Anlage eintrafen, während die Rettungsarbeiten den ganzen Vormittag andauerten.

Örtliche Informationen deuten darauf hin, dass einige Gebäude in der Nähe durch die Explosion beschädigt wurden, unter anderem durch zerbrochene Fensterscheiben. Die Behörden betonten jedoch, dass der Vorfall keine Gefahr für die Bevölkerung darstelle.

Dávid Dojcsák, Sprecher der Katastrophenschutzbehörde des Komitats Borsod-Abaúj-Zemplén, bestätigte, dass die Feuerwehr immer noch daran arbeitet, den Brand zu löschen.

PM drückt sein Beileid aus

Premierminister Péter Magyar gab auf Facebook bekannt, dass bei der Explosion eine Person ums Leben gekommen ist und mehrere andere schwer verletzt wurden. Er sprach der Familie des Opfers sein Beileid aus.

Der Premierminister teilte außerdem mit, dass Energieminister István Kapitány zusammen mit Zsolt Hernádi, dem Vorstandsvorsitzenden von MOL, zum Unglücksort reiste.

Schock verbreitet sich in Tiszaújváros

Obwohl viele Anwohner Berichten zufolge die Explosion aufgrund der Windverhältnisse nicht gehört haben, verbreitete sich die Nachricht von dem Vorfall schnell in Tiszaújváros, wo viele Einheimische in der petrochemischen Anlage arbeiten.

Die MOL-Anlage ist einer der wichtigsten Industriestandorte Ungarns und spielt eine Schlüsselrolle in der Petrochemie und im Energiesektor des Landes. Es wird erwartet, dass die Behörden eine detaillierte Untersuchung der Ursachen der Explosion einleiten werden, sobald das Feuer vollständig gelöscht ist.

UPDATE

Inzwischen sind weitere Informationen über die Umstände der tödlichen Explosion bekannt geworden. In einer nach dem Vorfall herausgegebenen Erklärung bestätigte MOL, dass sich die Explosion während der Wiederinbetriebnahme der Olefin 1-Anlage auf dem Gelände von MOL Petrolkémia ereignet hat. Das Unternehmen teilte mit, dass es den Feuerwehrleuten gelungen sei, den Brand einzugrenzen, obwohl die Einsatzmaßnahmen zum Zeitpunkt der Erklärung noch andauerten.

MOL bestätigte auch, dass der Unfall ein Todesopfer und mehrere Schwerverletzte gefordert hat. Das Unternehmen fügte hinzu, dass Experten eine Untersuchung über die genauen Umstände der Explosion eingeleitet haben.

György Fülöp, der Bürgermeister von Tiszaújváros, sagte gegenüber Telex, dass die Löscharbeiten in dem Industriekomplex fortgesetzt würden. Er bestätigte, dass den Behörden ein Todesfall bekannt sei, sagte aber, dass die genaue Zahl der Verletzten noch nicht feststehe.

Der Bürgermeister wandte sich später in einem Facebook-Video an die Einwohner und betonte, dass keine öffentlichen Sicherheitsmaßnahmen für die Bevölkerung der Stadt notwendig seien. Er fügte hinzu, dass die lokalen Behörden während des gesamten Einsatzes in ständigem Kontakt mit den Beamten des Katastrophenschutzes und den Führungskräften von MOL standen.

Die ungarische Katastrophenschutzbehörde gab später weitere Einzelheiten über den groß angelegten Einsatz vor Ort bekannt. Feuerwehrleute aus Tiszaújváros und Miskolc waren zusammen mit Einsatzkräften und dem mobilen Laborteam im Einsatz. Die Einsatzkräfte bekämpften die Flammen aus mehreren Richtungen mit Wasserwerfern und Schaumdüsen, während sie gleichzeitig die Industrieanlagen kühlten, um weitere Schäden oder zusätzliche Explosionen zu verhindern.

Augenzeugenfotos aus der Gegend zeigen weiterhin dichten schwarzen Rauch, der über der Anlage aufsteigt, während Bilder aus der Nähe starke Flammen und Feuerwehrleute in Schutzanzügen zeigen, die im Inneren der Anlage arbeiten. Nach Angaben von Telex-Reportern vor Ort haben viele Anwohner die Explosion aufgrund der Windrichtung zunächst nicht gehört, doch die Nachricht verbreitete sich schnell in der Stadt, in der viele Einwohner in der petrochemischen Anlage beschäftigt sind.

Berichten zufolge trafen im Laufe des Vormittags immer wieder Rettungsfahrzeuge und Rettungshubschrauber am Unglücksort ein, und an mindestens einem Gebäude in der Nähe sollen durch die Wucht der Explosion Fensterscheiben zerbrochen sein.

Wir werden diesen Artikel mit allen neuen Informationen aktualisieren, die auftauchen.

Bildunterschrift: Das MOL-Werk in Tiszaújváros. Foto: MOL

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