Budapests vernachlässigte Nyugati-Unterführung könnte nach 45 Jahren endlich von Grund auf erneuert werden

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Die seit langem überfällige Renovierung der Unterführung des Nyugati-Platzes in Budapest könnte endlich vorankommen, hat Bürgermeister Gergely Karácsony angekündigt. Das Projekt wäre Teil der zweiten Phase des Ausbaus des Pester Straßenbahnnetzes und könnte eine umfassende Erneuerung einer unterirdischen Passage bringen, die seit ihrer Eröffnung vor 45 Jahren kaum eine nennenswerte Modernisierung erfahren hat.

Laut Karácsony ist der Nyugati-Platz einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der ungarischen Hauptstadt, doch sein derzeitiger Zustand spiegelt nicht mehr die Bedeutung des Ortes wider. Er bezeichnete die geplante Sanierung als Rückzahlung einer langjährigen Schuld gegenüber den Budapester Bürgern.

Vollständige Sanierungspläne werden jetzt vorbereitet

Das Budapester Verkehrszentrum (BKK) bestätigte, dass es dank einer Entscheidung und Finanzierungszusage der Budapester Stadtverwaltung eine optionale Komponente des bestehenden Planungsvertrags für das Pester Straßenbahnprojekt aktivieren wird. Dadurch können detaillierte Pläne für die vollständige Renovierung der Unterführung am Nyugati-Platz erstellt werden.

Der Vorschlag sieht vor, dass die Unterführung renoviert wird:

  • Renovierte Fahrgast- und Betriebsbereiche;
  • Modernisierte öffentliche Beleuchtung;
  • Neue Brandmelde- und Notfallalarmsysteme;
  • Verbesserte mechanische Infrastruktur;
  • Ein erneuertes Fahrgastinformationssystem;
  • Eine moderne, vollständig zugängliche öffentliche Toilette;
  • Modernisierte Versorgungsinfrastruktur.

Die Stadtplaner werden auch Möglichkeiten zur Verbesserung der Fußgängerverbindungen und der öffentlichen Räume rund um den Platz prüfen. Das Projekt kann neue Einrichtungen wie Fahrradabstellplätze umfassen, die über Rampen zugänglich sind.

Teil eines viel größeren Verkehrsprojekts

Die Renovierung der Unterführung steht in engem Zusammenhang mit der zweiten Phase des Pester Straßenbahnnetzprojekts, das eine direkte Straßenbahnverbindung zwischen Nord-Pest und Süd-Buda schaffen soll.

Geplant ist der Bau von etwa 2,2 Kilometern neuer Straßenbahngleise zwischen dem Deák-Ferenc-Platz und dem Lehel-Platz, um die derzeit getrennt verlaufenden Abschnitte des Straßenbahnnetzes zu verbinden.

Die umfassendere Entwicklung könnte auch mehrere Schlüsselbereiche des Budapester Zentrums verändern, darunter die Bajcsy-Zsilinszky-Straße, den inneren Abschnitt der Váci-Straße, den Nyugati-Platz und die Umgebung des Lehel-Platzes. Zu den vorgeschlagenen Verbesserungen gehören neue Fußgängerverbindungen, verkehrsberuhigte öffentliche Räume, bessere Zugänglichkeit, eine sicherere Fahrradinfrastruktur und zusätzliche Grünflächen.

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Die Nyugati Unterführung. Foto: BKK

Ein kompletter Umbau statt einer teilweisen Verbesserung

Die BKK stellte fest, dass der ursprüngliche Projektumfang nur eine Teilsanierung der Unterführung vorsah. Nach einer Entscheidung der Hauptstadtverwaltung werden die Planer nun jedoch die Möglichkeit eines vollständigen Umbaus prüfen, der nach Ansicht der Beamten langfristig die beste technische Lösung darstellen würde.

Der derzeitige Zustand der Unterführung macht eine Renovierung immer dringlicher. Seit ihrer Eröffnung vor rund 45 Jahren wurde die Anlage nicht wesentlich modernisiert, obwohl sie einen der verkehrsreichsten Knotenpunkte Budapests bedient.

Karácsony sagte, die erneuerte Unterführung werde sicherer, heller, moderner und vollständig zugänglich sein und gleichzeitig eine deutlich verbesserte Umgebung für die Fahrgäste bieten.

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EU-Finanzierung könnte der Schlüssel zum Bau sein

Obwohl die Planungsarbeiten nun voranschreiten, ist noch nicht klar, wann der Bau beginnen könnte. Es wird erwartet, dass das Straßenbahnprojekt mit Unterstützung der Europäischen Union finanziert wird, während die Budapester Stadtverwaltung derzeit die Planungsphase vorfinanziert.

Im Rahmen des bestehenden Vertrags werden die detaillierten Baupläne für das Pester Straßenbahnprojekt voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2028 fertiggestellt werden. Ob die Renovierung der Unterführung gebaut wird, hängt weitgehend von der Verfügbarkeit zukünftiger Finanzmittel ab.

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