Zug entgleiste in Ungarn, obwohl er unterhalb der Geschwindigkeitsbegrenzung fuhr

Sprache ändern:

Der Bahnverkehr auf mehreren wichtigen Strecken in Ungarn wurde am Donnerstagnachmittag stark beeinträchtigt, nachdem ein Personenzug in der Nähe der Stadt Újszász entgleist war. Obwohl bei dem Vorfall niemand verletzt wurde, hat der Unfall zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen geführt und eine sofortige Untersuchung durch die Eisenbahnbehörden ausgelöst.

Der betroffene Zug war auf der Strecke zwischen Hatvan und Szolnok unterwegs, als es kurz nach 13 Uhr zur Entgleisung kam. Als der Zug in den Bahnhof Újszász einfuhr, sprang das erste Drehgestell des vordersten Wagens an einer Weiche aus den Gleisen und blockierte den Verkehr auf dem betroffenen Streckenabschnitt.

Der Zug fuhr unterhalb der zulässigen Höchstgeschwindigkeit

Laut Zsolt Hegyi, Vorstandsvorsitzender der MÁV-Gruppe (Ungarische Staatsbahn), fuhr der Zug zum Zeitpunkt des Unfalls mit einer Geschwindigkeit, die unter der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h lag. Er wies darauf hin, dass der Lokführer unmittelbar nach Feststellung der Entgleisung reagierte und den Zug unverzüglich zum Stillstand brachte.

Der Zug beförderte lediglich 15 Fahrgäste, die alle unverletzt blieben. Die Behörden bestätigten, dass keine Personenschäden gemeldet wurden. „Die Umstände des Vorfalls erfordern eine gründliche Untersuchung“, erklärte Hegyi und kündigte an, dass die MÁV eine sofortige interne Untersuchung angeordnet habe.

Die Verkehrssicherheitsbehörde leitet eine Untersuchung ein

Auch die ungarische Verkehrssicherheitsbehörde hat laut Telex mit der Untersuchung des Unfalls begonnen, um festzustellen, warum der Zug entgleiste.

Ersten Informationen zufolge funktionierte die Signalanlage am Bahnhof zum Zeitpunkt der Entgleisung einwandfrei. Dennoch untersuchen Eisenbahnfachleute weiterhin die genauen technischen Ursachen des Vorfalls.

MÁVInform, der Fahrgastinformationsdienst des Bahnbetreibers, teilte mit, dass die Ursache der Entgleisung weiterhin unbekannt sei. Außerdem warnte man, dass die technischen Bergungsarbeiten eine unbestimmte Zeit in Anspruch nehmen könnten, was bedeute, dass es noch mehrere Stunden oder länger zu Beeinträchtigungen kommen könne.

Auf den betroffenen Strecken wurden Ersatzbusse eingesetzt

Die Entgleisung hat erhebliche Auswirkungen auf den Schienenverkehr in Ost- und Mittelungarn gehabt. Während die Bergungsarbeiten noch andauern, wurden Ersatzbusse eingesetzt.

Fahrgästen, die auf den Bahnstrecken Budapest–Újszász–Szolnok, Hatvan–Szolnok und Vámosgyörk–Szolnok unterwegs sind, wird empfohlen, sich vor Reiseantritt über die aktuellen Fahrplanänderungen zu informieren.

Die MÁV hat die Fahrgäste dringend gebeten, die über ihre offiziellen Kanäle veröffentlichten Informationen zu beachten, da sich die Fahrpläne während der Bergung des beschädigten Zuges und der Überprüfung der Bahninfrastruktur weiterhin ändern können.

Der Vorfall verdeutlicht die Anfälligkeit einer der verkehrsreichsten Bahnstrecken Ungarns, auf der bereits eine einzige Entgleisung schnell Auswirkungen auf den Zugverkehr in mehreren Regionen haben kann. Die Ermittler arbeiten derzeit daran, genau zu klären, warum der Zug trotz Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit entgleiste.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *