EILMELDUNG: 8 Ausländer bei doppelter Autobahnkatastrophe in Ungarn getötet, Premierminister fordert dringenden Sicherheitsbericht

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Acht Ausländer kamen am frühen Freitagmorgen auf der ungarischen Autobahn M1 in der Nähe von Győr bei zwei getrennten, aber eng miteinander verbundenen Unfällen ums Leben. Die Unfälle haben eine offizielle Reaktion von Premierminister Péter Magyar ausgelöst.
Die tödlichen Unfälle ereigneten sich im Abstand von weniger als einer Stunde auf der Fahrbahn der Autobahn in Richtung Hegyeshalom, einer der verkehrsreichsten internationalen Transportrouten Ungarns, die Budapest mit Österreich verbindet.
Bei dem ersten Unfall kam ein Lkw-Fahrer ums Leben
Nach Angaben der ungarischen Polizei ereignete sich der erste Unfall gegen 4:30 Uhr in der Nähe der Kilometer 114-Markierung der Autobahn M1, unweit von Győr.
Ein Lkw kollidierte mit einem Straßenwartungsfahrzeug und geriet anschließend in Brand. Der Fahrer des Lkws starb noch am Unfallort, obwohl die Rettungskräfte sofort alarmiert worden waren.
Die Behörden leiteten Ermittlungen ein und sperrten den betroffenen Abschnitt der Autobahn, während die Rettungs- und Spurensicherungsarbeiten begannen.
Zweite Kollision fordert sieben weitere Todesopfer
Nur vierzig Minuten später, gegen 5:10 Uhr, prallte ein Kleinbus mit neun Insassen gegen einen Lkw, der aufgrund der durch den früheren Unfall verursachten Verkehrsbedingungen zum Anhalten gezwungen worden war.
Die Kollision ereignete sich in der Nähe der Kilometer 113-Markierung, nur wenige Meter von der ersten Unfallstelle entfernt.
Sieben Insassen des Kleinbusses starben noch am Unfallort. Zwei weitere wurden verletzt und medizinisch versorgt. Die Polizei bestätigte später, dass alle acht bei den beiden Unfällen getöteten Personen ausländische Staatsangehörige waren.
Die genauen Nationalitäten der Opfer wurden bislang noch nicht bekannt gegeben.
Autobahn in Richtung Österreich gesperrt
Nach den Unfällen sperrte die Polizei die Autobahn in Richtung Hegyeshalom vollständig.
Der Verkehr wurde umgeleitet, während die Ermittler die Umstände beider Unfälle untersuchen. Die Behörden haben Autofahrer, die in diesem Gebiet unterwegs sind, aufgefordert, äußerste Vorsicht walten zu lassen und den Umleitungsschildern zu folgen.
Die Autobahn M1 dient als Ungarns wichtigste West-Ost-Autobahnverbindung und wird täglich von einem erheblichen internationalen Güter- und Personenverkehr genutzt.
Premierminister spricht sein Beileid aus
Als Reaktion auf die Tragödie sprach Ministerpräsident Péter Magyar den Familien der Opfer sein Beileid aus.
„Im Namen der Regierung möchte ich den Familien der acht ausländischen Staatsangehörigen, die bei dem Autobahnunfall auf der M1 in den frühen Morgenstunden ums Leben gekommen sind, mein aufrichtiges Beileid aussprechen. Den Verletzten wünschen wir eine schnelle Genesung“, schrieb er auf Facebook.
Regierung ordnet Überprüfung der Umleitungen an
In einer anschließenden Erklärung teilte Magyar mit, dass er einen sofortigen Bericht über die Auswirkungen der vom Autobahnkonzessionär angeordneten Umleitungen auf die Verkehrssicherheit angefordert habe.
Unter Bezugnahme auf die tödlichen Unfälle und die nach den Unfällen eingegangenen Berichte erklärte der Ministerpräsident, er wünsche eine dringende Bewertung der Frage, ob die Umleitungsmaßnahmen die Verkehrssicherheitsbedingungen in dem Gebiet beeinträchtigt haben könnten.
Die Behörden haben nicht angedeutet, dass die Umleitungen eine Rolle bei den Unfällen gespielt hätten, und die Ermittlungen zu beiden Unfällen dauern an.
Titelbild: Illustration, depositphotos.com

