Der Anstieg des US-Dollars bremst den Forint aus

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Der ungarische Forint geriet am Donnerstag unter Druck, als nach der jüngsten Sitzung der US-Notenbank eine kräftige Aufwertung des US-Dollars die globalen Devisenmärkte erfasste.
Die ungarische Währung gibt sowohl gegenüber dem US-Dollar als auch gegenüber dem Euro nach
Während die Anleger weiterhin die geopolitischen Entwicklungen und Anzeichen für eine Entspannung der Lage im Nahen Osten beobachten, war es der restriktive Ton der Fed, der den Handel dominierte und die ungarische Währung sowohl gegenüber dem Dollar als auch gegenüber dem Euro nach unten drückte.
Zum Handelsschluss in Budapest hatte der Forint deutlich an Boden verloren, wobei der US-Dollar über 306 HUF kletterte und zeitweise fast 308 HUF erreichte. Gegenüber dem Euro gab die ungarische Währung um rund 0,4 % nach, wobei der Wechselkurs bei etwa 352,3 HUF pendelte, nachdem er im Tagesverlauf kurzzeitig die Marke von 353 HUF überschritten hatte.
Fed-Prognose beflügelt den Dollar
Die jüngsten Kursbewegungen wurden weitgehend durch die Ankündigung der Federal Reserve am Mittwochabend ausgelöst. Obwohl die US-Geldpolitiker die Zinssätze unverändert ließen, hoben sie ihre Inflationsprognosen an und signalisierten, dass die Zinssätze länger als bisher erwartet auf einem höheren Niveau bleiben könnten.
Die Marktteilnehmer interpretierten den aktualisierten Ausblick als Zeichen dafür, dass Zinssenkungen in naher Zukunft unwahrscheinlich sind, während die Möglichkeit weiterer Straffungsmaßnahmen nicht vollständig ausgeschlossen wurde. Die Folge war eine deutliche Aufwertung des Dollars, der gegenüber dem Euro seinen höchsten Stand seit rund drei Monaten erreichte.
Da der Dollar weltweit an Fahrt gewann, gerieten die Währungen der Schwellenländer, darunter auch der Forint, unter Druck. Analysten stellten fest, dass der EUR/USD-Wechselkurs nach wie vor einer der wichtigsten Faktoren für die Stimmung gegenüber mitteleuropäischen Währungen ist.
Forint verliert gegenüber regionalen Währungen an Boden
Die ungarische Währung verlor nicht nur gegenüber den wichtigsten internationalen Währungen an Wert, sondern blieb auch im Vergleich zu den Währungen der Region hinter diesen zurück, schreibt VG.hu.
Während des Handels am Donnerstag legte die tschechische Krone um etwa 0,3 % zu, während der polnische Zloty um rund 0,15 % stieg. Damit gehörte der Forint zu den Währungen mit der schwächsten Entwicklung in der mitteleuropäischen Region.
Nachdem die Währung am frühen Morgen eine gewisse Widerstandsfähigkeit gezeigt und kurzzeitig auf 350 HUF pro Euro zugelegt hatte, schmolzen die Kursgewinne schnell dahin, als sich die Dollar-Rallye verstärkte. Versuche, sich im weiteren Tagesverlauf zu erholen, erwiesen sich als kurzlebig, und der Euro bewegte sich erneut in Richtung der Marke von 353 HUF.
Trotz dieses Rückschlags sind Marktanalysten der Ansicht, dass der allgemeine Trend, der den Forint in den letzten Monaten gestützt hat, nicht unbedingt durchbrochen wurde. Die ungarische Währung befindet sich weiterhin relativ nahe an ihren höchsten Standwerten seit mehreren Jahren, was darauf hindeutet, dass die jüngste Schwäche eher eine vorübergehende Korrektur als eine dauerhafte Trendwende darstellen könnte.
Auch der ungarische Aktienmarkt schließt im Minus
Der stärkere Dollar und die vorsichtige Marktstimmung belasteten auch die ungarischen Aktien. Der Leitindex BUX gab um 0,4 % auf 138.405 Punkte nach, bei einem Handelsvolumen von über 30,5 Milliarden HUF. Unter den großen Blue-Chip-Werten konnte lediglich Magyar Telekom mit einem Plus von 0,4 % zulegen.
Das Öl- und Gasunternehmen Mol war mit einem Kursrückgang von 1,7 % der größte Verlierer des Tages. Auch der Pharmariese Richter hatte zu kämpfen und gab um 1 % nach, während das Bankenschwergewicht OTP Bank trotz eines äußerst optimistischen Kursziels der Investmentfirma Roemer Capital um 0,3 % nachgab.
Anleiherenditen steigen im Vorfeld der Sitzung der Zentralbank
Auch die Renditen ungarischer Staatsanleihen stiegen am Donnerstag an, insbesondere bei längeren Laufzeiten. Die Rendite der 10-jährigen Benchmark-Anleihe stieg um 11 Basispunkte auf 5,21 %, was die veränderten Markterwartungen nach der Ankündigung der Fed widerspiegelte.
Die Anleger richten ihr Augenmerk nun auf die Sitzung der Ungarischen Nationalbank (MNB) in der kommenden Woche. Es wird allgemein erwartet, dass der Geldpolitische Rat der Zentralbank die zweite Zinssenkung des Jahres beschließen wird.
Analysten gehen davon aus, dass die Devisenmärkte bis dahin weiterhin stark von internationalen Entwicklungen beeinflusst werden dürften, insbesondere von den Kursbewegungen des Dollars. Sollte der Dollar seinen Aufwärtstrend fortsetzen, könnte der Forint trotz seiner ansonsten günstigen längerfristigen Aussichten unter Druck bleiben.
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Wie geht es nun weiter mit dem Forint?
Während der Handel am Donnerstag die Anfälligkeit der ungarischen Währung gegenüber Veränderungen in der globalen Geldpolitik deutlich machte, bleiben viele Analysten vorsichtig optimistisch. Die jüngste Stärke des Forints wurde durch sich verbessernde inländische Fundamentaldaten und das Vertrauen der Anleger in die Region gestützt.
Die jüngsten Entwicklungen zeigen jedoch, dass selbst eine der leistungsstärksten Währungen Europas schnell ins Hintertreffen geraten kann, wenn der US-Dollar an Stärke gewinnt. Vorerst richten sich alle Augen auf die Federal Reserve, die nächste Entwicklung des Dollars und die bevorstehende Zinsentscheidung der Ungarischen Nationalbank.
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