Péter Magyar will die von der Europäischen Kommission verhängte Geldstrafe in Höhe von 1 Million Euro pro Tag beenden

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Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar hat versprochen, der umstrittenen Geldstrafe der Europäischen Union in Höhe von 1 Million Euro pro Tag, die Ungarn wegen seiner Asylpolitik auferlegt wurde, ein Ende zu setzen, und erklärte, diese Angelegenheit sei eine der dringendsten Herausforderungen für die neue Regierung.
Neue ungarische Regierung strebt Durchbruch in dieser kostspieligen Angelegenheit an
Im Vorfeld seines ersten Europäischen Rates am Donnerstag in Brüssel bestätigte Péter Magyar, dass seine Regierung aktiv mit der Europäischen Kommission und den EU-Mitgliedstaaten verhandelt, um eine rechtliche Lösung zu finden, die sowohl den europäischen Anforderungen gerecht wird als auch die Migrationsziele Ungarns wahrt.
„Wir arbeiten daran, die tägliche Geldstrafe in Höhe von 1 Million Euro zu beenden“, sagte der Ministerpräsident und fügte hinzu, dass die Regierung derzeit damit beschäftigt sei, was er als „Schadensbegrenzung“ bezeichnete, nachdem sie den Streit von der Vorgängerregierung übernommen habe, schreibt Népszava.
Ein kostspieliges Erbe aus der Orbán-Ära
Die Geldstrafe geht auf ein Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union zurück, der festgestellt hatte, dass die früheren ungarischen Asylvorschriften gegen EU-Recht verstießen. Infolgedessen wurde das Land zur Zahlung einer Pauschalsumme von 200 Millionen Euro sowie einer zusätzlichen Geldstrafe von 1 Million Euro für jeden Tag verurteilt, an dem es seine Rechtsvorschriften nicht in Einklang mit dem EU-Recht brachte.
Laut Péter Magyar hat der Fall Ungarn unter der vorherigen Regierung bereits rund 1 Milliarde Euro gekostet, was eine erhebliche Belastung für die Steuerzahler darstellt.
Der Ministerpräsident argumentierte, dass sich die Umstände seit dem ursprünglichen Urteil erheblich geändert hätten. Letzte Woche trat der neue Migrations- und Asylpakt der EU in Kraft, der strengere Verfahren für die Bearbeitung von Asylanträgen vorsieht und eine schnellere Bearbeitung bestimmter Anträge in Grenzanlagen ermöglicht.
Ministerpräsident Magyar deutete an, dass diese Änderungen eine Chance für eine neue rechtliche und politische Lösung bieten könnten.
Ein neuer Ansatz in Brüssel
Der ungarische Regierungschef nutzte seinen Besuch in Brüssel, um seine Vorstellungen von einem – wie er es nannte – berechenbareren und leistungsorientierteren Ansatz für die europäische Zusammenarbeit darzulegen.
Anstatt eine Politik der Konfrontation zu betreiben, erklärte Péter Magyar, seine Regierung beabsichtige, sich unter Berücksichtigung der ungarischen nationalen Interessen an den Entscheidungsprozessen der EU zu beteiligen und dabei konstruktive Beziehungen zu den europäischen Institutionen und den anderen Mitgliedstaaten aufrechtzuerhalten.
Er gab bekannt, dass Gespräche über die Migrationsstrafe nicht nur mit der Europäischen Kommission, sondern auch mit mehreren Regierungen stattfinden, die ein entschlosseneres Vorgehen gegen illegale Migration befürworten.
Ungarn, so betonte er, werde sich weiterhin gegen illegale Einwanderung aussprechen und erwäge zudem strengere Vorschriften für legale Einwanderung sowie Gastarbeiterprogramme. Die Regierung strebe es jedoch an, diese Ziele zu erreichen, ohne weitere EU-Sanktionen zu riskieren, wie „Portfolio“ berichtet.
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Verhandlungen mit der EU zu weiteren Themen
Der Migrationsstreit ist nur ein Teil des Gesamtbildes in den Beziehungen Ungarns zu Brüssel.
Premierminister Magyar gab bekannt, dass seine Regierung eine politische Einigung mit der Europäischen Kommission erzielt habe, die darauf abzielt, EU-Mittel in Höhe von rund 6 Billionen HUF (15 Milliarden Euro) freizugeben. Derzeit werden Gesetzesänderungen, darunter Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung und Vorbereitungen für den Beitritt zur Europäischen Staatsanwaltschaft, ausgearbeitet, um die Freigabe der Mittel zu ermöglichen.
Der Ministerpräsident erklärte zudem, dass Anstrengungen im Gange seien, um das seit Langem andauernde Verfahren nach Artikel 7 gegen Ungarn zu beenden und die Zusammenarbeit zwischen den Ländern der Visegrád-Gruppe wiederzubeleben; dazu ist für den 23. Juni ein Gipfeltreffen der regionalen Staats- und Regierungschefs in Budapest und Gödöllő geplant.
Zwar wurde bislang noch kein Zeitplan für die Aufhebung der Migrationsstrafe genannt, doch zeigte sich Péter Magyar zuversichtlich, dass die laufenden Verhandlungen zu einer Lösung führen könnten, die die Interessen Ungarns schützt und gleichzeitig einen der kostspieligsten Konflikte des Landes mit der Europäischen Union beendet.
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