Skandal um den „Goldkonvoi“: Premierminister Magyar fordert von der Staatsanwaltschaft die Bestätigung, ob Orbán als Verdächtiger vernommen wurde

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Premierminister Péter Magyar hat die Staatsanwaltschaft aufgefordert, „unverzüglich“ mitzuteilen, ob sie den ehemaligen Premierminister Viktor Orbán und János Hajdu, den ehemaligen Leiter der Anti-Terror-Einheit TEK, als Verdächtige im sogenannten „Goldkonvoi“-Fall befragt hat, bei dem es darum geht, wie die Behörden unter der vorherigen Regierung den Transport von Geld und Gold in die Ukraine gestoppt haben.

Magyar erklärte am Donnerstag auf Facebook, das Nachrichtenportal 444.hu habe ein durchgesickertes Dokument zitiert, wonach die Staatsanwaltschaft Orbán und Hajdu als die Personen benannt habe, die in dieser Angelegenheit die „operativen Entscheidungen getroffen und Anweisungen erteilt“ hätten. In dem Dokument sollen zudem Örs Farkas, der ehemalige Staatssekretär für die Geheimdienste, und Tamás Demeter, der ehemalige stellvertretende Präsident der Steuerbehörde, der für strafrechtliche und polizeiliche Angelegenheiten zuständig war, als Entscheidungsträger genannt werden.

Geld und Gold, die dem ukrainischen staatlichen Finanzinstitut Oschadbank gehörten, wurden am 5. März von ungarischen Geheimdiensten beschlagnahmt, während die Lieferung auf ihrem Weg von Österreich in die Ukraine durch Ungarn transportiert wurde. Laut einer früheren Erklärung der Steuerbehörde enthielten die Fahrzeuge 40 Millionen Dollar, 35 Millionen Euro und 9 kg Gold. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gab am 6. Mai bekannt, dass Ungarn das Geld und das Gold an die Ukraine zurückgegeben habe.

Falls Sie es verpasst haben: Durchgesickerte Dokumente deuten auf die Rolle des ehemaligen Ministerpräsidenten Orbán im Fall der Razzia gegen den ukrainischen Goldkonvoi hin

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