Keine offiziellen Aufzeichnungen? Das Büro des ungarischen Ministerpräsidenten gibt an, über keine Aufzeichnungen zu Orbáns offiziellen Terminen zu verfügen

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Das Büro des ungarischen Ministerpräsidenten gibt an, keine offiziellen Aufzeichnungen über die offiziellen Programme oder Termine des ehemaligen Ministerpräsidenten Viktor Orbán während seiner letzten Amtszeit zwischen 2022 und 2026 zu führen.
Diese Information wurde als Antwort auf einen Antrag auf Informationsfreiheit bekannt gegeben, den der investigative Journalist Szabolcs Panyi von VSquare gestellt hatte, um Einzelheiten zu Orbáns offiziellen Treffen, Reisen und seinem Tagesablauf während seiner Amtszeit als Ministerpräsident zu erhalten. Der Antwort zufolge verfügt das Ministerpräsidentenamt über kein Register, in dem solche Informationen erfasst sind.
Es liegen lediglich Urlaubsaufzeichnungen vor
Die einzigen Informationen, die das Amt laut eigenen Angaben bereitstellen konnte, betrafen die Tatsache, dass Orbán vor seinem Ausscheiden aus dem Amt seinen ihm zustehenden Jahresurlaub in Anspruch genommen hatte. Aus den Unterlagen ging jedoch nicht hervor, wann er diesen Urlaub genommen hatte oder wo er sich während dieser Zeit aufhielt. Panyi hatte gehofft, Einzelheiten zu mehreren zuvor nicht bekannt gegebenen offiziellen Reisen zu klären, darunter einen Besuch in Riad im Jahr 2022, über den erst nach dessen Stattfinden berichtet wurde und der weiterhin Gegenstand des öffentlichen Interesses ist.
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Ähnliche Reaktion bezüglich Antal Rogán
Eine separate Informationsanfrage bezüglich des ehemaligen Ministers im Kanzleramt, Antal Rogán, führte zu einer ähnlichen Antwort. Zwar gaben die Behörden an, keine Aufzeichnungen über Rogáns offizielle Termine zu führen, bestätigten jedoch, dass die Termine seines Jahresurlaubs dokumentiert worden seien.
Fragen zu fehlenden Aufzeichnungen
In seinen Ausführungen zu den Ergebnissen erklärte Panyi, dass das Fehlen offizieller Aufzeichnungen zwei mögliche Erklärungen nahelege.
Dem Journalisten zufolge wurde entweder nie ein offizielles Protokoll über die Aktivitäten der hochrangigen politischen Führungskräfte des Landes geführt, oder solche Aufzeichnungen wurden vor dem Regierungswechsel entfernt oder vernichtet.
Die Angelegenheit hat zusätzliche Aufmerksamkeit erregt, nachdem nach der Wahl im April Berichte auftauchten, wonach vor der Machtübergabe angeblich Dokumente in Regierungsgebäuden vernichtet worden seien. Die vorherige Regierung wies diese Vorwürfe zurück. In der Stellungnahme des Büros des Ministerpräsidenten wird weder erläutert, warum kein offizielles Verzeichnis existiert, noch wird angegeben, ob Aufzeichnungen möglicherweise an anderer Stelle aufbewahrt werden.
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