Durchbruch: Die Abrissarbeiten am problematischen Standort Rákosrendező in Budapest könnten bald beginnen

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Der lange hinausgezögerte Abriss der verlassenen Eisenbahnerwohnungen im Budapester Stadtteil Rákosrendező könnte bald beginnen, nachdem die staatliche Eisenbahngesellschaft MÁV eine Einigung mit der Stadtverwaltung von Budapest erzielt hat.

Verkehrs- und Investitionsminister Dávid Vitézy gab bekannt, dass die MÁV nun alle erforderlichen Genehmigungen erteilt hat, damit die Hauptstadt in die problematischen Immobilien eingreifen kann, in denen illegale Bewohner in leerstehende Gebäude eingezogen sind und die Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit in den letzten Jahren zugenommen haben.

Laut Vitézy hat er die nächsten Schritte bereits mit dem Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony besprochen und die Hoffnung geäußert, dass die Abrissarbeiten in naher Zukunft beginnen können.

Jahrelange Verzögerungen werden der vorherigen Regierung angelastet

Vitézy erklärte, dieser Durchbruch beseitige ein Hindernis, das die Umsetzung der vom Budapester Stadtrat genehmigten Abrisspläne bisher verhindert habe. Er argumentierte, die vorherige Regierung unter der Führung des ehemaligen Ministers für Bauwesen und Verkehr, János Lázár, habe den Fortschritt blockiert, obwohl bereits zuvor Beschlüsse zur Räumung des Geländes gefasst worden seien.

„Die vorherige Regierung und János Lázár haben ein schwerwiegendes Erbe hinterlassen“, schrieb Vitézy und fügte hinzu, dass es nun Aufgabe der aktuellen Regierung sei, die Probleme sowohl in Rákosrendező als auch im geplanten neuen Verkehrsmuseum zu lösen.

Die Probleme begannen nach dem aufgegebenen Sanierungsprojekt

Nach Angaben des Ministers geht die derzeitige Situation auf einen früheren Sanierungsplan für Rákosrendező zurück, der eine Großinvestition unter Beteiligung arabischer Investoren vorsah. Zur Vorbereitung des Geländes begann die MÁV mit der Räumung der Eisenbahnarbeiterwohnungen und entfernte zudem Lagerräume des Ungarischen Verkehrsmuseums.

Das Großinvestitionsvorhaben wurde jedoch nie verwirklicht, und die Stadt Budapest erwarb das Gebiet später. Die aufgegebenen Wohngebäude wurden in der Folge von Hausbesetzern besetzt, und Anwohner haben sich wiederholt über schwerwiegende Probleme der öffentlichen Sicherheit in der Nachbarschaft beschwert.

Die Polizei hat ihre Einsätze bereits verstärkt

Die Ankündigung erfolgt kurz nachdem die Regierung eine 30-tägige verstärkte Polizeimaßnahme in Teilen von Budapest eingeleitet hat. Rákosrendező wurde neben belebten Innenstadtbereichen und Ausgehvierteln als einer der Schwerpunktorte identifiziert.

Nach Angaben der Polizei führten die jüngsten Einsätze in diesem Gebiet zur Festnahme von gesuchten Personen, mutmaßlichen Drogendealern, die die als „Crystal“ bekannte synthetische Droge verkauften, sowie von Personen, denen die illegale Besetzung leerstehender Gebäude vorgeworfen wird.

Auch das Projekt „Verkehrsmuseum“ ist wieder auf Kurs

Vitézy stellte einen Zusammenhang zwischen der Rákosrendező-Frage und der Zukunft des Ungarischen Verkehrsmuseums her. Er erklärte, dass nach der Räumung der Museumslagerräume am Standort in der Tatai-Straße viele wertvolle historische Fahrzeuge und Exponate in das ehemalige nördliche Eisenbahnreparaturdepot (Északi Járműjavító) verlegt worden seien, wo sie derzeit unter unzureichenden Bedingungen gelagert werden.

Jüngste, von ungarischen Medien veröffentlichte Fotos zeigten Museumsobjekte, die in einem baufälligen Gebäude untergebracht sind, in dem herabfallender Putz, Staub, Nagetiere, Tauben und streunende Katzen die unersetzlichen historischen Objekte bedrohen.

Zu den dort angeblich gelagerten Gegenständen gehören das historische Junkers-Flugzeug von König Karl IV. sowie zahlreiche einzigartige Eisenbahn- und Automobil-Exponate.

Vitézy bezeichnete die Situation als „inakzeptabel“ und erklärte, die Regierung habe beschlossen, die Pläne für ein neues, dauerhaftes Ungarisches Verkehrsmuseum im Nördlichen Eisenbahnreparaturdepot wieder aufzunehmen – ein Projekt, das zuvor auf Eis gelegt worden war.

Der Fokus liegt nun auf der Umsetzung

Sollten die Abrissarbeiten wie erwartet beginnen, wäre dies einer der ersten großen Schritte zur Lösung der seit langem bestehenden Probleme in Rákosrendező. Der Minister erklärte, die Regierung beabsichtige zudem zu untersuchen, wie frühere Entscheidungen zur aktuellen Situation geführt haben, und werde gleichzeitig mit der Hauptstadt zusammenarbeiten, um die Ordnung in dem Gebiet wiederherzustellen und das ungarische Verkehrserbe zu bewahren.

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