Video: Wildschwein stürmt U-Bahn-Station in Budapest und zwingt zur Einstellung des Betriebs

Ein Wildschwein sorgte am Samstag für eine außergewöhnliche Störung auf der Budapester U-Bahn-Linie M2, nachdem es sich auf irgendeine Weise Zugang zur Station Kossuth-Lajos-Platz verschafft hatte und eine Rolltreppe hinunter in Richtung der Bahnsteige rannte.

Der Vorfall führte zu einer vorübergehenden Unterbrechung des U-Bahn-Betriebs zwischen dem Deák-Ferenc-Platz und dem Bahnhof Déli, woraufhin die BKK 30 Ersatzbusse einsetzte, während man sich um das Tier kümmerte.

Der ungewöhnliche Besucher wurde erstmals kurz nach 11 Uhr gesichtet, als der Fahrdienstleiter der Station ein Wildschwein bemerkte, das eine außer Betrieb befindliche Rolltreppe hinunter in Richtung Bahnsteigebene lief.

Das Wildschwein drang kurzzeitig in einen U-Bahn-Wagen ein

Nach Angaben des Budapester Nahverkehrsbetreibers BKK alarmierte der Bahnhofsleiter umgehend den Fahrer eines in den Bahnhof einfahrenden U-Bahn-Zugs. Der Fahrer forderte die Fahrgäste auf dem Bahnsteig auf, zu ihrer eigenen Sicherheit in den Zug zurückzukehren.

Die Situation nahm daraufhin eine noch außergewöhnlichere Wendung: Das Wildschwein drang kurzzeitig in einen der U-Bahn-Wagen ein.

Es wurden jedoch keine Fahrgäste verletzt. Das Tier verließ den Zug bald darauf und begab sich über eine Diensttreppe hinunter zu den Gleisen, wo es sich unter einem wartenden U-Bahn-Zug versteckte. Der Bahnhof wurde umgehend evakuiert, und der U-Bahn-Betrieb wurde in beide Richtungen eingestellt, während Rettungskräfte zum Einsatzort gerufen wurden.

Ein Video des Tieres im Bahnhof wurde ebenfalls aufgenommen und später von „Szeretlek Magyarország“ online veröffentlicht:

Das Tier war verletzt und wurde schließlich erschossen

Feuerwehr- und Rettungskräfte waren vor Ort, um das Tier einzufangen, doch wie die Budapester Verkehrsbetriebe (BKV) mitteilten, stellten die Einsatzkräfte bald fest, dass das etwa 60 Kilogramm schwere Wildschwein verletzt war. Ein Tierarzt wurde zum Einsatzort gerufen, um den Zustand des Tieres zu beurteilen. Nach Abwägung der verfügbaren Optionen beschlossen die Behörden, das Tier zu erschießen.

Es bleibt unklar, wo sich das Wildschwein seine Verletzungen zugezogen hat oder wie es überhaupt zur U-Bahn-Station Kossuth-Lajos-Platz gelangen konnte. Frühere Berichte behaupteten, das Tier sei von einer U-Bahn erfasst und anschließend von der Polizei erschossen worden. Die BKK stellte später klar, dass diese Berichte unrichtig waren.

Nach Angaben des Verkehrsunternehmens überlebte das Tier die Kollision mit dem Zug und wurde später aus dem Tunnel geborgen, nachdem der Zug entfernt und die Stromversorgung der Station abgeschaltet worden war.

In ganz Budapest wurden Ersatzbusse eingesetzt

Der Vorfall führte vorübergehend zu einem Stillstand des Verkehrs auf der Linie M2 zwischen dem Deák-Ferenc-Platz und dem Bahnhof Déli. Auch die Haltestelle Batthyány-Platz war vom Ersatzverkehr ausgeschlossen. Die BKK setzte 30 Busse ein, um den Ersatzverkehr zu gewährleisten, während die Einsatzkräfte die Situation bewältigten. Der Betrieb wurde kurz nach Mittag wieder aufgenommen, nachdem die Maßnahmen abgeschlossen waren.

Auch der Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony äußerte sich in den sozialen Medien zu diesem außergewöhnlichen Vorfall.

„Aufgrund eines Wildschweins mussten auf der U-Bahn-Linie M2 Ersatzbusse eingesetzt werden. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so etwas schreiben müsste …“

Karácsony fügte hinzu, dass noch niemand wisse, wie das Tier in die U-Bahn-Station Kossuth-Platz gelangt sei.

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