VIDEO: Ungarisches Paar auf der „Europe’s Most Wanted“-Liste in Spanien festgenommen

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Zwei auf Teneriffa festgenommene ungarische Flüchtige wurden im Rahmen einer umfangreichen Ermittlung wegen Drogenhandels gesucht, bei der die Polizei mehrere tausend Marihuana-Pflanzen und mehr als 180 Kilogramm getrocknete Betäubungsmittel beschlagnahmt hatte. Das Paar war zudem auf der Liste der meistgesuchten Personen Europas aufgeführt, bevor es in Spanien aufgespürt wurde.

Ein 32-jähriges ungarisches Paar, das im Verdacht steht, führende Positionen in einer kriminellen Organisation im Bereich des Drogenhandels inne zu haben, wurde auf der spanischen Insel Teneriffa im Rahmen einer gemeinsamen Operation ungarischer und spanischer Behörden festgenommen, wie die ungarische Polizei am Donnerstag bekannt gab.

Die beiden Verdächtigen wurden am 7. August unter Beteiligung einer Spezialeinheit der Polizei von Teneriffa festgenommen, nachdem die Ermittler festgestellt hatten, dass sie sich auf der Kanarischen Insel versteckt hielten. Sie befinden sich derzeit in Haft, bis das Auslieferungsverfahren abgeschlossen ist; die spanischen Behörden werden über ihre Überstellung nach Ungarn entscheiden.

Warum die auf Teneriffa festgenommenen ungarischen Flüchtigen gesucht wurden

Obwohl die jüngste Erklärung der ungarischen Polizei die Verdächtigen lediglich mit ihren Initialen B. B. und V. V. bezeichnet, werden sie in ihren öffentlichen Profilen bei „Europe’s Most Wanted“ als Bendegúz Zoltán Balló und Valentina Varga identifiziert, beides ungarische Staatsbürger, die in Székesfehérvár geboren wurden.

Ihre Festnahme steht im Zusammenhang mit einer weitaus umfangreicheren Ermittlung, die von der Kriminalpolizei der Kreispolizeidirektion Komárom-Esztergom durchgeführt wird. Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei der Organisation um ein streng kontrolliertes, geschlossenes Netzwerk, das im Drogenhandel tätig war. Bei Durchsuchungen im Rahmen der Ermittlungen beschlagnahmten die Beamten mehrere tausend Marihuana-Pflanzen sowie mehr als 180 Kilogramm bereits getrocknete Betäubungsmittel.

Nach Angaben der Polizei hatten Balló und Varga Führungsrollen innerhalb der Organisation inne, tauchten jedoch unter, bevor sie den Behörden vorgeführt werden konnten. Aufgrund des Ausmaßes der mutmaßlichen Straftat und der besonders großen Menge an Drogen wurden sie auf die Liste der 50 meistgesuchten Personen der ungarischen Polizei gesetzt.

Die öffentlichen europäischen Fahndungsausschreibungen enthalten weitere Einzelheiten zu den Vorwürfen. Balló wurde in Ungarn wegen des Besitzes und Handels mit einer besonders großen Menge an Betäubungsmitteln, insbesondere Marihuana, gesucht, während Varga wegen des Besitzes und Handels mit einer besonders großen Menge an Betäubungsmitteln gesucht wurde. Ihre Fälle wurden weiterhin untersucht und nicht als Verurteilungen geführt.

Das Bezirksgericht Tatabánya erließ am 5. Juni 2025 einen europäischen Haftbefehl gegen Varga im Zusammenhang mit Drogenhandel und Drogenbesitz. Auch gegen Balló lag ein von demselben Gericht erlassener europäischer Haftbefehl wegen des Vorwurfs des Drogenhandels vor, und sein Profil auf „Europe’s Most Wanted“ wurde im September 2025 veröffentlicht.

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Die Fahndung führt die Ermittler auf die Kanarischen Inseln

Nachdem die Ermittler zu dem Schluss gekommen waren, dass das Paar Ungarn wahrscheinlich verlassen hatte, wandte sich die Polizei von Komárom-Esztergom an die Fahndungsabteilung des Nationalen Ermittlungsamtes, um Unterstützung zu erhalten. Ungarische Ermittler erhielten daraufhin Hinweise darauf, dass sich die Flüchtigen wahrscheinlich in Spanien versteckten.

Die ungarischen Behörden nahmen über ENFAST, das Europäische Netzwerk aktiver Fahndungsteams (European Network of Fugitive Active Search Teams), Kontakt zu ihren spanischen Kollegen auf; dieses Netzwerk verbindet Spezialeinheiten, die für die Fahndung nach schwerwiegenden Flüchtigen in ganz Europa zuständig sind. Durch die Zusammenarbeit beider Länder konnte der Aufenthaltsort des Paares schließlich auf Teneriffa eingegrenzt werden.

Die spanische Polizei nahm sie am 7. August fest. Die ungarischen Behörden gaben die Operation sechs Tage später, am 13. August, bekannt.

Wie geht es nun weiter?

Die beiden ungarischen Staatsbürger befinden sich weiterhin in Spanien in Untersuchungshaft. Ihre Rückführung nach Ungarn hängt von einer Entscheidung der spanischen Behörden ab, während die internationale Koordination ihrer Überstellung auf ungarischer Seite vom Nationalen Zentrum für internationale strafrechtliche Zusammenarbeit übernommen wird.

Der Fall verdeutlicht sowohl das Ausmaß der zugrunde liegenden Drogenermittlungen als auch den zunehmend grenzüberschreitenden Charakter der Fahndung nach Flüchtigen innerhalb Europas. Während ein Großteil der mutmaßlichen Organisation in Ungarn bereits zerschlagen worden war, schließt die Festnahme der beiden mutmaßlichen Anführer auf Teneriffa einen wichtigen Abschnitt einer Fahndung ab, die weit über die Grenzen Ungarns hinausgereicht hatte.

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