Die versenkten Lastkähne heben den Wasserstand der Donau bei Paks bereits an, noch bevor sie den Flussgrund erreicht haben

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Ungarns Notfallmaßnahme zur Anhebung des Donau-Wasserstands in der Nähe des Kernkraftwerks Paks hat bereits erste ermutigende Ergebnisse erzielt, noch bevor die beiden in den Fluss versenkten Lastkähne den Grund erreicht haben.

Die beiden 80 Meter langen Lastkähne wurden im Rahmen der Notfallmaßnahme quer über die Donau positioniert, um die Fließgeschwindigkeit des Flusses zu verlangsamen und den Wasserstand am Kaltwasserzulauf des Kraftwerks anzuheben. Laut Gyula Kovács, dem örtlichen technischen Koordinator der ungarischen Wasserwirtschaftsbehörde, hat allein das Positionieren der Lastkähne quer über den Fluss bereits einen leichten Staueffekt bewirkt.

Am ersten Tag wurde ein Unterschied von 4 Zentimetern zwischen den Wasserständen oberhalb und unterhalb der Lastkähne gemessen. Bis Samstagmorgen hatte sich dieser Unterschied auf 7–8 Zentimeter vergrößert. Am Kaltwasserzulauf des Kernkraftwerks hatte die Maßnahme den Wasserstand bereits um etwa einen Zentimeter angehoben.

Die Ingenieure hoffen, den Reaktorbetrieb wiederherstellen zu können

Die ersten Ergebnisse könnten sich als entscheidend erweisen, da der Pegel der Donau weiter sinkt. Károly Vigh, Betriebsleiter des Kernkraftwerks Paks, erklärte, dass die Reaktoren schrittweise wieder in Betrieb genommen werden, sobald sich die Wirkung des derzeit im Bau befindlichen provisorischen Bodenwehrs bemerkbar macht.

Laut Vigh wird Block 3 als Erstes wieder in Betrieb genommen, gefolgt von Block 1. Das Kraftwerk kann erst dann wieder seine nominelle Höchstleistung erreichen, wenn der Wasserstand am Einlauf um etwa 25 Zentimeter gegenüber dem aktuellen Stand angestiegen ist.

Notfallmaßnahmen sollen weitere Abschaltungen verhindern

Die Notfallmaßnahmen sollen verhindern, dass der außergewöhnlich niedrige Wasserstand der Donau weitere Leistungseinbußen des Kraftwerks erzwingt. Ministerpräsident Péter Magyar erklärte am Samstag, dass der Fluss ohne diese Maßnahmen auf ein Niveau sinken könnte, bei dem eine der beiden derzeit in Betrieb befindlichen Turbinen des Kraftwerks abgeschaltet werden müsste. Ein weiterer Rückgang könnte letztendlich zu einer vollständigen Abschaltung führen.

Die Regierung kombiniert daher das kontrollierte Absenken der Lastkähne mit dem Bau eines provisorischen Grundwehrs, um den Wasserstand rund um das Kraftwerk anzuheben. Magyar erklärte, das unmittelbare Ziel bestehe darin, die beiden verbleibenden in Betrieb befindlichen Turbinen am Laufen zu halten und die übrigen schrittweise wieder in Betrieb zu nehmen, sobald ausreichende Wasserstände gesichert seien.

Politische Entscheidungsträger halten sich vom Betrieb in Paks fern

Während seiner Pressekonferenz vor Ort kritisierte Magyar zudem die Vorsitzenden der Oppositionsparteien dafür, dass sie seine Einladung zu einem Besuch der Notfallmaßnahmen nicht angenommen hatten. Er erklärte, die Vorsitzenden von Fidesz und anderer im Parlament vertretener Parteien hätten an der Informationsveranstaltung nicht teilgenommen, und warf ihnen vor, weder Hilfe angeboten noch zur nationalen Zusammenarbeit aufgerufen zu haben.

Der Ministerpräsident kritisierte zudem, was er als Fehlinformationen über die Lage im Internet bezeichnete. Im Mittelpunkt steht jedoch weiterhin der technische Einsatz in Paks, wo Wasserwirtschaftsexperten rund um die Uhr daran arbeiten, den Pegel der Donau so weit anzuheben, dass der Betrieb des Kernkraftwerks gesichert ist.

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