Polnischer Busfahrer äußert sich nach tödlichem Unfall in Ungarn: „Keine Worte können den Schmerz der Familien lindern“

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Der polnische Busfahrer, der in den tödlichen Busunfall auf der ungarischen Autobahn M3 verwickelt war, hat den Opfern und ihren Familien über seinen Anwalt sein Beileid ausgesprochen und erklärt, er sei sich der immensen Tragweite und der Folgen dieser Tragödie bewusst.
In einer am Donnerstagabend veröffentlichten Erklärung teilte Rechtsanwalt Dániel Gerván der Ungarischen Nachrichtenagentur (MTI) mit, dass sein Mandant sich bewusst sei, dass keine Worte den Verlust der Hinterbliebenen lindern könnten. Der Fahrer sei von dem Unfall zutiefst betroffen und erhalte professionelle Hilfe, um das Geschehene zu verarbeiten, so sein Anwalt.
Die Ermittlungen befinden sich noch in einem frühen Stadium
Gerván betonte, dass sich das Strafverfahren noch in einem sehr frühen Stadium befinde. Angesichts der laufenden Ermittlungen gibt die Verteidigung derzeit keine weiteren Einzelheiten zu den Umständen des Unfalls bekannt.
Der Anwalt fügte hinzu, dass die Familie der Öffentlichkeit künftig über ihren Rechtsbeistand weitere Informationen mitteilen werde. Der Fahrer wurde festgenommen und wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Verursachung eines tödlichen Massenunfalls untersucht. Ein Gericht ordnete Anfang dieser Woche seine Inhaftierung an.

Zwölf Menschen starben bei einem Unfall auf der Autobahn M3
Die Tragödie ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 16. August in der Nähe von Mezőkeresztes, als ein polnischer Reisebus mit Pilgern von der Fahrbahn abkam und sich auf die Seite kippte. An Bord befanden sich 59 Personen, darunter 57 Fahrgäste und zwei Fahrer. Zwölf Menschen kamen ums Leben, Dutzende weitere erlitten Verletzungen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erlitten drei Personen lebensbedrohliche Verletzungen, während weitere 20 schwere Verletzungen davontrugen, deren Heilung voraussichtlich mehr als acht Tage dauern wird. Acht weitere Personen wurden ebenfalls verletzt. Die verletzten Fahrgäste wurden in Krankenhäuser in Miskolc, Debrecen, Nyíregyháza und Eger gebracht. Die erste Gruppe von etwa 20 verletzten Fahrgästen kehrte am Montagabend nach Polen zurück.
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Der Fahrer soll am Steuer eingeschlafen sein
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der Fahrer aufgrund von Übermüdung nicht in der Lage, den Reisebus sicher zu führen, und soll während der Fahrt eingeschlafen sein. Der Bus verließ daraufhin die Fahrbahn über den Pannenstreifen und überschlug sich auf einem abfallenden Geländeabschnitt.
Ersten polizeilichen Informationen zufolge könnte der Fahrer eingeschlafen sein. Laut Telex schätzten die Ermittler vor Ort, dass er möglicherweise zwischen zwei und vier Sekunden lang geschlafen habe, obwohl der Kfz-Sachverständige Sándor Boncsér erklärte, dass bereits eine noch kürzere Zeitspanne ausreichen könne, um einen 24-Tonnen-Reisebus außer Kontrolle geraten zu lassen, wenn dessen Fahrer einschläft.
Die Ermittlungen dauern an, und die genauen Umstände, die zu dem Unfall führten, sind noch nicht mit absoluter Sicherheit geklärt.
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