Ungarischer Passagier ändert dreimal seine Meinung – Wizz Air ließ ihn tatsächlich kostenlos nach Hause fliegen

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Ein Passagier, der von Budapest nach Kreta reiste, soll kurz vor dem Einsteigen seine Meinung über den Flug geändert haben, es sich kurz darauf wieder anders überlegt haben und dann mitten im Flug beschlossen haben, sofort nach Budapest zurückkehren zu wollen. Was anschließend geschah, klingt zu bizarr, um wahr zu sein, doch Wizz Air hat die Geschichte bestätigt.

Von Budapest nach Kreta und wieder zurück

Laut 444.hu wurde diese außergewöhnliche Geschichte in der ungarischen Facebook-Gruppe „Wizz Air, Ryanair és egyéb fapados károsultak“ (Wizz Air, Ryanair und andere Opfer von Billigfluggesellschaften“) von einem Passagier geteilt, der für den 25. August einen Flug von Budapest nach Heraklion gebucht hatte.

Bis zum Boarding schien alles reibungslos zu verlaufen. Als er gerade das Flugzeug besteigen wollte, war sich der Mann plötzlich nicht mehr sicher, ob er die Reise tatsächlich antreten wollte. Er ging hinaus auf das Vorfeld, wartete, während die anderen Passagiere an Bord gingen, und setzte sich schließlich auf eine Treppe.

Ein Mitarbeiter des Bodenpersonals kam auf ihn zu und versuchte, ihn zu beruhigen, doch der Passagier entschied sich letztendlich gegen die Reise. Er wurde zurück zum Gate begleitet, wo das Personal seinen Namen von der Passagierliste strich.

Als er dann durch das Terminal zurückging, änderte er erneut seine Meinung. Berichten zufolge war er bereits bis zum Klavier vorgedrungen, als er plötzlich beschloss, dass er doch nach Kreta fliegen wolle. Er rannte zurück zum Gate und bat darum, an Bord gehen zu dürfen.

Es gab jedoch ein Problem: Er war bereits von der Passagierliste gestrichen worden. Das Personal erklärte ihm, dass eine Sondergenehmigung des Kapitäns erforderlich sei, bevor er wieder an Bord gehen könne. Nach einigen Absprachen wurde die Genehmigung erteilt, und ein Mitarbeiter des Bodenpersonals begleitete ihn zurück zum Flugzeug.

The lake of Agios Nikolaos, Crete, Greece
Der See von Agios Nikolaos, Kreta, Griechenland. Foto: depositphotos.com

Dann wollte er direkt nach Hause kommen

Man könnte meinen, damit sei die Geschichte zu Ende, doch das war nicht der Fall. Während des Fluges nach Heraklion überdachte der Passagier offenbar den Zweck seiner Reise und beschloss, nicht länger auf Kreta bleiben zu wollen. Stattdessen wollte er mit demselben Flugzeug direkt zurück nach Budapest fliegen.

Es gab nur ein kleines Problem: Er hatte kein Ticket für den Rückflug. Er hatte keine Buchung, keine Bordkarte und nach eigenen Angaben auch kein Rückflugticket für einen anderen Tag.

Er wandte sich an den leitenden Flugbegleiter und erläuterte ihm sein ungewöhnliches Anliegen. Der Flugbegleiter teilte ihm mit, man werde versuchen, ihm zu helfen, doch die Situation erfordere eine Abstimmung mit der Fluggesellschaft, dem Kapitän und dem Bodenpersonal in Heraklion. Der Passagier wurde in die erste Reihe umplatziert, während die Besatzung an einer Lösung arbeitete.

Wizz Air organisierte einen kostenlosen Rückflug

Als das Flugzeug in Heraklion landete, verließ der Passagier das Flugzeug nicht. Stattdessen wartete er an Bord, während die anderen Passagiere ausstiegen und das Flugzeug für den Rückflug nach Budapest vorbereitet wurde. Etwa zehn Minuten später erschien ein Mitarbeiter des Bodenabfertigungsteams mit etwas ziemlich Unerwartetem: einer Bordkarte für den Rückflug des Passagiers nach Budapest.

Er musste das Flugzeug nicht verlassen, nicht erneut die Sicherheitskontrolle durchlaufen und kein Ticket kaufen. Und, was am bemerkenswertesten ist, er musste für den Rückflug nichts bezahlen.

Der Passagier berichtete, er habe anschließend im selben Flugzeug verbleiben können und sogar kurz mit dem Kapitän gesprochen, bevor die Passagiere für den Flug nach Budapest an Bord gingen.

„Das muss doch sicher erfunden sein?“

Die Geschichte war so außergewöhnlich, dass selbst der Journalist von 444.hu, der darüber berichtete, zunächst annahm, es handele sich um einen Scherz. Der Bericht des Passagiers schien fast zu perfekt: Ein unentschlossener Reisender, der wiederholt seine Meinung änderte, es schaffte, an Bord zu gehen, nachdem er von der Passagierliste gestrichen worden war, und dann die Fluggesellschaft davon überzeugte, ihn ohne Rückflugticket kostenlos nach Budapest zurückfliegen zu lassen.

Es gab sogar Spekulationen, dass es sich bei der Geschichte um eine Art PR-Gag von Wizz Air handeln könnte, doch dann meldete sich die Kommunikationsagentur der Fluggesellschaft zu Wort.

Wizz Air bestätigte, dass die Fluggesellschaft dem Passagier tatsächlich das Ticket für die Heimreise organisiert hatte.

Der Passagier lobte zudem die Besatzung für ihre Geduld und Hilfsbereitschaft während dieser bizarren Tortur und erklärte, das Personal habe ihm zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gegeben, er würde Probleme verursachen oder sich unsinnig verhalten. Er räumte ein, dass die Situation höchst ungewöhnlich gewesen sei und dass die Fluggesellschaft keineswegs verpflichtet gewesen sei, sich so sehr für ihn einzusetzen.

Haben Sie eine ähnlich außergewöhnliche Geschichte über Wizz Air, Ryanair oder eine andere Billigfluggesellschaft? Teilen Sie sie uns mit!

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