Die Rangliste der lebenswertesten Städte der Welt ist erschienen: So hat sich Budapest geschlagen

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Budapest ist im aktuellen Global Liveability Index der Economist Intelligence Unit (EIU) um vier Plätze zurückgefallen und belegt nun Platz 36 von 173 Städten. Während Kopenhagen weiterhin an der Spitze steht, holt Asien auf, und mehrere Städte im Nahen Osten mussten angesichts sich verschlechternder Sicherheitslage starke Einbußen hinnehmen.

Kopenhagen bleibt die lebenswerteste Stadt der Welt

Das Gesamtbild der weltweiten Lebensqualität hat sich im Jahr 2026 nicht dramatisch verändert, doch unter der Oberfläche finden bedeutende Verschiebungen statt. Die EIU bewertete 173 Städte anhand von 30 Indikatoren, die in fünf große Kategorien unterteilt sind: Stabilität, Gesundheitsversorgung, Kultur und Umwelt, Bildung sowie Infrastruktur. Die daraus resultierende Punktzahl wird auf einer 100-Punkte-Skala gemessen.

Die durchschnittliche Punktzahl lag in diesem Jahr bei 76,1 Punkten und blieb damit gegenüber 2025 unverändert.

In den einzelnen Kategorien waren jedoch unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten. Die durchschnittliche Punktzahl für Stabilität sank um weitere 0,5 Punkte, während sich auch die Werte für Kultur und Umwelt leicht verschlechterten. Im Bereich Gesundheitsversorgung verbesserte sich die Punktzahl hingegen um durchschnittlich 0,7 Punkte, und auch in den Bereichen Bildung und Infrastruktur wurden geringfügige Zuwächse verzeichnet.

An der Spitze der Rangliste behielt Kopenhagen den ersten Platz, gefolgt von Wien und Melbourne.

Die Top 10 werden weiterhin von Städten in wohlhabenden, entwickelten Ländern dominiert, wobei Australien, Kanada, Japan und die Schweiz alle vertreten sind.

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Kopenhagen, Dänemark. Foto: depositphotos.com

Asien holt gegenüber Europa auf

Westeuropa ist insgesamt nach wie vor die Region mit der stärksten Leistung, doch der Vorsprung wird nicht weiter ausgebaut. Der durchschnittliche Lebensqualitätswert der Region blieb weitgehend unverändert, während sich asiatische Städte weiter verbesserten. Infolgedessen gehören nun neun asiatische und sieben europäische Städte zu den 20 lebenswertesten Städten der Welt.

Die EIU führte einen Teil der Fortschritte chinesischer Städte auf Verbesserungen bei den Indikatoren im Gesundheitswesen zurück. Auch New York verzeichnete einen höheren Stabilitätswert, was laut Pénzcentrum auf rückläufige Kriminalitätszahlen in den letzten Jahren und ein geringeres wahrgenommenes Risiko eines schweren Terroranschlags zurückzuführen ist.

Budapest fällt um vier Plätze zurück

Budapest belegte mit einer Lebensqualitätspunktzahl von 91 Punkten Platz 36 von 173 Städten. Dies entspricht einem Rückgang um vier Plätze im Vergleich zum Vorjahr, während die Gesamtpunktzahl der ungarischen Hauptstadt um einen Punkt sank.

Budapest gehörte somit zu den Städten, die einen der deutlichsten Rückgänge in der Rangliste verzeichneten. Der Rückgang um vier Plätze entsprach dem von Luxemburg, Portland, Abu Dhabi, Dubai und Saipan, obwohl sich deren Ausgangspositionen und Punktzahlen erheblich unterschieden.

Trotz dieses Rückschlags sind 91 Punkte nach wie vor ein starkes Ergebnis.

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Foto: Anadolu Agency

Zum Vergleich: Zürich erzielte 96 Punkte und belegte den fünften Platz, während Auckland und Luxemburg jeweils 95 Punkte erreichten und damit den 12. bzw. 15. Platz belegten. Athen belegte unterdessen mit 78 Punkten den 88. Platz, was bedeutet, dass Budapests absolute Lebensqualitätspunktzahl weiterhin deutlich über der der griechischen Hauptstadt liegt.

Das Ranking misst nicht lediglich, wie angenehm das Leben in einer Stadt ist. Es berücksichtigt auch deren Stabilität, das Gesundheits- und Bildungssystem, die kulturellen und ökologischen Bedingungen sowie die Qualität der Infrastruktur.

Städte im Nahen Osten erleiden erhebliche Rückschläge

Die dramatischste Verschlechterung im diesjährigen Ranking wurde im Nahen Osten verzeichnet. In den vergangenen Jahren waren die Stabilitätswerte in Europa besonders durch den Krieg in der Ukraine, Terroranschläge und Proteste beeinträchtigt worden. Im Jahr 2026 verlagerte sich der Fokus jedoch auf den Nahen Osten.

Nach Angaben der EIU haben der im Februar begonnene Krieg, an dem der Iran beteiligt ist, die israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf den Iran sowie die darauf folgenden Reaktionen in der Region das Sicherheitsempfinden in der gesamten Region erheblich beeinträchtigt. Die 18 im Index erfassten Städte im Nahen Osten und in Nordafrika fielen im Durchschnitt um mehr als drei Plätze zurück.

Maskat verzeichnete den stärksten Rückgang und fiel um 14 Plätze auf Rang 123 mit einer Punktzahl von 68. Kuwait-Stadt verlor 12 Plätze, Amman 11 und Manama 10. Doha fiel um sieben Plätze zurück, während Teheran in die Liste der 10 am wenigsten lebenswertesten Städte der Welt aufstieg.

Für Budapest ist der Rückgang um vier Plätze zwar ein Rückschlag, doch die ungarische Hauptstadt bleibt trotz des Verlusts an Boden im Vergleich zum Vorjahr fest in der Spitzengruppe der weltweiten Rangliste verankert.

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