Polizei: Fünf Männer wurden in Ungarn jahrelang geschlagen und als moderne Sklaven gehalten

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Ihnen wurden Arbeit und Unterkunft versprochen, doch laut Polizei mussten sie letztendlich 10–12 Stunden täglich ohne Bezahlung, ohne Ruhetage und ohne regelmäßige finanzielle Unterstützung arbeiten und wurden Berichten zufolge geschlagen und bedroht, wenn ihre Leistung als unzureichend erachtet wurde.

Männer sollen gezwungen worden sein, ohne Bezahlung zu arbeiten

Die ungarische Polizei hat einen 55-jährigen Mann festgenommen, der im Verdacht steht, Menschenhandel und Zwangsarbeit begangen zu haben, nachdem fünf Männer angeblich rund zwei Jahre lang auf einem Anwesen in Vecsés bei Budapest ausgebeutet worden waren.

Nach Angaben der Polizeidirektion des Komitats Pest wurden den Opfern ursprünglich eine Anstellung und eine Unterkunft versprochen. Stattdessen wurden sie laut Ermittlern unter Androhung von Gewalt und körperlicher Misshandlung zu langen Arbeitszeiten gezwungen.

Die Männer wurden Berichten zufolge in einem Anwesen in Vecsés untergebracht. An Wochentagen wurden sie nach Budapest gebracht, um dort Bau- und Elektroarbeiten zu verrichten, während sie in Vecsés Aufgaben im Bereich der Tierhaltung ausführen mussten.

Sie sollen täglich 10 bis 12 Stunden ohne angemessene Ruhepausen oder freie Tage gearbeitet haben. Obwohl sie diese Arbeit rund zwei Jahre lang verrichteten, erhielten sie Berichten zufolge weder Lohn noch regelmäßige finanzielle Unterstützung.

Die Opfer sollen in Angst gelebt haben

Nach Angaben der Polizei kamen im Laufe der Ermittlungen immer schwerwiegendere Details ans Licht, nachdem eines der mutmaßlichen Opfer am späten Abend des 26. August bei der Polizeidienststelle des 18. Bezirks der Budapester Polizeidirektion Anzeige erstattet hatte.

Beamte aus Monor trafen kurz nach Mitternacht auf dem Grundstück in Vecsés ein und begannen mit der Erhebung von Informationen. Die anschließende Befragung der mutmaßlichen Opfer soll weitere Aufschlüsse über die Bedingungen gegeben haben, unter denen diese gelebt und gearbeitet hatten.

Den Ermittlern zufolge wurden die Männer in einem Zustand der Angst gehalten und angeblich angegriffen, wenn ihre Leistung nicht den Erwartungen entsprach.

Ein Mann wurde Berichten zufolge trotz einer Verletzung des Bewegungsapparats zur Fortsetzung der Arbeit gezwungen. Ein anderer wurde angeblich mehrfach geschlagen und war so verängstigt, dass er es nicht wagte, wegen seiner Verletzungen einen Arzt aufzusuchen.

Der Verdächtige bestreitet die Vorwürfe

Die Polizei nahm den 55-jährigen Lajos T. kurz nach Eingang der Anzeige fest. Er wurde in Gewahrsam genommen, und die Staatsanwaltschaft beantragte seine Untersuchungshaft, die anschließend vom Gericht angeordnet wurde. Der Verdächtige bestreitet die Tatvorwürfe und hat Beschwerde gegen die Anschuldigungen eingelegt.

Die Polizei fahndet weiterhin nach seinem mutmaßlichen Komplizen. Die Polizeidirektion des Komitats Pest ermittelt in diesem Fall wegen des Verdachts auf Menschenhandel und Zwangsarbeit zum Nachteil mehrerer Opfer. Die Ermittlungen dauern an.

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