Große Umwälzung in Budapest: Regierungsentwurf sieht vor, wichtige Flächen im Stadtzentrum unentgeltlich an die Hauptstadt zu übertragen

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Ein neuer Regierungsentwurf, der am Dienstag dem ungarischen Parlament vorgelegt wurde, würde mehrere bedeutende öffentliche Flächen im Zentrum von Budapest sowie eine Reihe von Immobilien entlang der Donau im Bezirk 22 der Vermögensverwaltung der Stadt Budapest unterstellen. Der Vorschlag sieht zudem die Wiedereinsetzung des Budapester Rates für Stadtentwicklung sowie die Festlegung eines neuen Rahmens für die Zukunft des Planetariums vor.
Der von Verkehrs- und Investitionsminister Dávid Vitézy eingebrachte Gesetzentwurf sieht Änderungen an den Rechtsvorschriften bezüglich der Entwicklung und Verwaltung von Immobilien in Budapest sowie des Straßenverkehrs vor. Der vollständige Vorschlag ist auf der Website des ungarischen Parlaments verfügbar.
Die zentralen Plätze Budapests könnten unter die Verwaltung der Stadt fallen
Gemäß dem Vorschlag würden der Vörösmarty-Platz, der Podmaniczky-Platz, der Széchenyi-Platz und die József-Attila-Straße im 5. Bezirk ab dem 1. Oktober für 99 Jahre unentgeltlich in die Vermögensverwaltung der Stadt Budapest übergehen.
Die Maßnahme wird damit begründet, dass sie es der Hauptstadt ermöglichen würde, ihre öffentlichen Aufgaben im Zusammenhang mit der Stadtentwicklung effektiver wahrzunehmen.
Der Gesetzentwurf würde zudem eine Bestimmung aufheben, die zuvor den Betrieb des Erzsébet-Platzes im Zentrum von Budapest der Stadtverwaltung des 5. Bezirks übertragen hatte. Nach der derzeitigen Regelung können Verträge über die Gestaltung und Pflege von Grünflächen und öffentlichen Bereichen von der Ungarischen Nationalen Vermögensverwaltungsgesellschaft (MNV) im Namen des Staates abgeschlossen werden.
Laut dem Vorschlag von Herrn Vitézy gibt es keine Rechtfertigung mehr für die Beibehaltung der Beschränkung hinsichtlich des Abschlusses solcher Verträge.
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Auch Immobilien am Donauufer waren davon betroffen
Mehrere Immobilien im 22. Bezirk, die an der Donau liegen, würden ebenfalls unter die Vermögensverwaltung der Stadt Budapest gestellt. Die Regierung argumentiert, dies sei gerechtfertigt, da die Hauptstadt für die städtebaulichen Vorschriften zuständig ist, die die Uferbereiche der Stadt regeln.
Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor, die Vermögensverwaltungsrechte für das Planetarium von der Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf das Ungarische Museum für Wissenschaft, Technik und Verkehr zu übertragen. Das erklärte Ziel besteht darin, die künftige Nutzung und Sanierung des Planetariums zu erleichtern.
Die Änderungen würden den Stadtpark und das Areal der Budaer Burg betreffen
Die vorgeschlagenen Änderungen würden sich auch auf den Budapester Stadtpark (Városliget) auswirken, wo die Zuständigkeiten für Instandhaltung und Investitionen getrennt würden.
Der für staatliche Investitionen zuständige Minister – derzeit Dávid Vitézy – wäre befugt, durch eine Erklärung zu bestimmen, wer als Bauträger für ein bestimmtes Projekt fungiert. Je nach Entscheidung könnte der Bauträger der Minister selbst, ein Unternehmen im vollständigen Besitz des ungarischen Staates oder eine Haushaltsbehörde sein.

Der für staatliche Investitionen zuständige Minister wäre zudem befugt, ein staatliches Unternehmen oder eine Haushaltsbehörde als Bauträger für laufende Projekte im Burgviertel von Buda zu benennen, um deren Fertigstellung sicherzustellen.
Gleichzeitig würde der Gesetzentwurf den „Haus der Schicksale“-Komplex und die angrenzenden Grundstücke im staatlichen Vermögensbestand belassen. Die Grundstücke waren zuvor im Rahmen des geplanten Projekts „Alfred-Brüll-Haus – Ungarisch-Jüdischer Kulturerbe-Park“ für eine unentgeltliche Übertragung an den MTK Budapest vorgesehen.
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Der Budapester Rat für öffentliche Entwicklung soll wieder eingesetzt werden
Eines der wichtigsten Elemente des Entwurfs ist die Wiedereinführung des Budapester Rates für öffentliche Entwicklung, der als Koordinierungs- und Beratungsgremium für die Entwicklungspolitik in der Hauptstadt fungieren soll.
Der Rat würde aus zehn Mitgliedern bestehen: fünf Vertreter der Regierung und fünf Vertreter der Stadt Budapest. Beschlüsse müssten einstimmig gefasst werden. Der Ministerpräsident würde den Vorsitz führen, während der Bürgermeister von Budapest als stellvertretender Vorsitzender fungieren würde. Sollte der Ministerpräsident verhindert sein, könnte ein von ihm benannter Minister an seiner Stelle handeln.
Vitézy gab am Montag bekannt, dass der Öffentliche Entwicklungsrat von Budapest wieder eingerichtet werde. Er argumentierte, dass die Zusammenarbeit zwischen der Regierung und der Hauptstadt unverzichtbar sei, und fügte hinzu, dass das neue Gremium dieser Zusammenarbeit einen neuen fachlichen und politischen Rahmen geben werde.
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