Mitarbeiter einer Schulkantine stahlen in Ungarn für Kinder bestimmte Lebensmittel – Bürgermeister erwischte sie auf frischer Tat — Video

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Vier Küchenmitarbeiter einer Grundschule in Gyömrő, Ungarn, wurden Berichten zufolge mit großen Mengen an Lebensmitteln erwischt, die für die Schüler bestimmt waren, nachdem der Bürgermeister der Stadt sie auf dem Schulparkplatz angehalten hatte. Bürgermeister Szabolcs Kisberk rief die Polizei, und es wurde eine Untersuchung des Falls eingeleitet.

Kisberk, der Bürgermeister von Gyömrő, berichtete in den sozialen Medien über den Vorfall und veröffentlichte zudem Videoaufnahmen des Geschehens. Seinen Angaben zufolge ereignete sich der Vorfall am ersten Tag des neuen Schuljahres, als sich die vier Küchenmitarbeiter angeblich etwa eine Stunde vor Ende ihrer offiziellen Arbeitszeit darauf vorbereiteten, das Schulgelände zu verlassen.

Berichten zufolge verließen sie das Gelände mit Tüten voller Lebensmittel

Dem Bericht des Bürgermeisters zufolge hielt er die vier Mitarbeiter auf dem Schulparkplatz an und bat sie, ihm zu zeigen, was sie in ihren Taschen mitführten. Eine Überprüfung ergab Berichten zufolge erhebliche Mengen an Lebensmitteln, die für die Schulverpflegung bestimmt waren.

Ein besonders auffälliges Detail war, dass die Lebensmittel dem Bericht zufolge gleichmäßig unter den vier Mitarbeitern aufgeteilt worden waren. Der Bürgermeister erklärte, es handele sich hierbei nicht lediglich um Essensreste, die Küchenmitarbeiter normalerweise mit nach Hause nehmen dürften, sondern um Zutaten, die für die Verpflegung der Schüler bestimmt waren, berichtet 444.hu.

Von sechs Kilogramm geriebenem Käse blieben angeblich nur 900 Gramm für die Schüler übrig

Eine der größten Mengen betraf Berichten zufolge geriebenen Käse. Laut dem vom Bürgermeister veröffentlichten Bericht standen der Küche sechs Kilogramm zur Verfügung, von denen angeblich 5,1 Kilogramm in die Taschen der Mitarbeiter gepackt worden waren. Damit wären nur noch 900 Gramm für mehrere hundert Schüler übrig geblieben.

Berichten zufolge stand die gleiche Menge an Schinken in Scheiben zur Verfügung. Von den sechs Kilogramm nahmen die Mitarbeiter angeblich 3,5 Kilogramm mit, sodass 2,5 Kilogramm für die Kinder übrig blieben. Dem Bericht zufolge wurden auch die sechs Kilogramm Margarine zu gleichen Teilen zwischen den Mitarbeitern und den Vorräten der Schulküche für die Schüler aufgeteilt.

Außerdem wurden Gemüse, Obst und Fertiggerichte gefunden

Die angeblich entwendeten Lebensmittel beschränkten sich nicht auf Zutaten für Sandwiches. Nach Angaben des Bürgermeisters befanden sich unter den gefundenen Gegenständen auch fast drei Kilogramm grüne Paprika und fünf Kilogramm Pfirsiche.

Die Liste umfasste zudem Backerbsen, mehrere fertige Sandwiches, Portionen gekochter Speisen und eine Diätmahlzeit. Der Bürgermeister berichtete ferner, dass mehrere Kilogramm gekochte Beilagen in einem der Kühlschränke versteckt worden waren.

Die Polizei wurde zum Tatort gerufen

Nach dem Vorfall wandte sich Kisberk an die Polizei. Berichten zufolge trafen Beamte der Polizeidienststelle Monor am Tatort ein und ergriffen Maßnahmen. Dem veröffentlichten Bericht zufolge gaben alle vier Mitarbeiter während des Polizeieinsatzes die mutmaßliche Straftat zu. Die Polizei des Komitats Pest hat bestätigt, dass im Zusammenhang mit dem Fall tatsächlich Ermittlungen laufen.

Da das Strafverfahren jedoch noch läuft, können die vier Beteiligten zum gegenwärtigen Zeitpunkt rechtlich nicht als verurteilte Straftäter betrachtet werden. Über ihre strafrechtliche Verantwortung wird letztendlich im Rahmen des entsprechenden Gerichtsverfahrens entschieden.

Laut der Erklärung des Bürgermeisters wurde das Arbeitsverhältnis aller vier Küchenmitarbeiter nach dem Vorfall beendet. Er erklärte, sie seien im Rahmen eines Disziplinarverfahrens mit sofortiger Wirkung entlassen worden. Der Fall hat besondere Aufmerksamkeit erregt, da die in der Schulverpflegung verwendeten Lebensmittel speziell für die Verpflegung der Schüler bestimmt sind und die Eltern zudem einen Beitrag zu den Kosten der Schulmahlzeiten leisten.

Empörte Eltern und Anwohner

Der Vorfall hat Berichten zufolge bei Eltern und Anwohnern in Gyömrő erhebliche Empörung ausgelöst. Den nach dem Vorfall veröffentlichten Berichten zufolge haben einige Eltern die Frage aufgeworfen, ob es bereits zuvor zu ähnlichen Verlusten gekommen sein könnte und ob solche Praktiken Auswirkungen auf die den Kindern servierten Portionen gehabt haben könnten.

Derzeit gibt es jedoch in den verfügbaren Quellen keine gesicherten Belege dafür, dass sich ähnliche Vorfälle in den vergangenen Jahren ereignet haben. Allein anhand des aktuellen Falls lässt sich nicht nachweisen, dass es sich um eine seit Langem bestehende Praxis handelte.

Strengere Kontrollen geplant

Nach dem Vorfall erklärte der Bürgermeister, die Kommunalverwaltung werde strengere Kontrollen in den Küchen kommunaler Einrichtungen einführen. Zu den geplanten Maßnahmen gehören Berichten zufolge eine genauere Überwachung der Lebensmittelvorräte und eine strengere Nachverfolgung der in der Schulverpflegung verwendeten Zutaten.

Die polizeilichen Ermittlungen dauern an, und die genauen rechtlichen Umstände sowie die Verantwortung der Beteiligten werden vom Ausgang des Verfahrens abhängen.

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