Breaking – Ungarische Nationalbank senkt Leitzins nach 1,5 Jahren

Der Geldpolitische Rat der Ungarischen Nationalbank (NBH) hat auf seiner monatlichen Sitzung am Dienstag beschlossen, den Leitzins der Zentralbank um 25 Basispunkte auf 6,25 Prozent zu senken.

Leitzinssenkung Wochen vor den Wahlen

Der Währungsrat der Ungarischen Nationalbank (NBH) hat auf seiner monatlichen Sitzung am Dienstag beschlossen, den Leitzins der Zentralbank um 25 Basispunkte auf 6,25 Prozent zu senken, schreibt die Ungarische Nachrichtenagentur.

Laut Telex erfolgt die Senkung des Leitzinses nach einer 1,5-jährigen Pause. Die Nationalbank hatte den Zinssatz zuletzt im September 2024 unter anderer Führung von 6,75 Prozent auf 6,5 Prozent gesenkt. Die Verkaufsstelle stellte fest, dass die Märkte diesen Schritt erwartet hatten, so dass Experten nur minimale Auswirkungen auf den Wechselkurs des ungarischen Forint erwarten. Gegenwärtig kauft man für 1 € 379,15 Forint, während 1 $ 322,12 Forint kostet.

Analysten gehen davon aus, dass die Leitzinssenkung weniger Einfluss auf den Forint hat als die Parlamentswahlen im April.

Forint könnte bei einem Sieg von Péter Magyar zulegen

Péter Virovácz von ING prognostiziert, dass der Forint um 10 Prozent schwächer werden wird, wenn Viktor Orbán an der Macht bleibt. Ein Sieg der Theiß-Partei hingegen könnte den Forint um den gleichen Prozentsatz stärken.

Telex berichtet, dass die ungarische Nationalbank in diesem Jahr zwei weitere Zinssenkungen um 25 Basispunkte vornehmen könnte – allerdings nur, wenn die Märkte positiv auf das Wahlergebnis reagieren.

Mihály Varga, Gouverneur der Bank und ehemaliger Finanzminister, betonte auf der heutigen Pressekonferenz, dass die Stabilität des Forint nach wie vor an erster Stelle steht. Er lobte die niedrige Inflationsrate von 2,1 Prozent im Januar, die den Weg für die Zinssenkung geebnet hat, und wies darauf hin, dass die Lebensmittelpreise vollständig gesunken sind, während die Warenpreise um 3 Prozent gefallen sind.

Hungarian National Bank Governor Mihály Varga
Foto: Ungarische Nationalbank Gouverneur Mihály Varga/FB

Der Arbeitsmarkt, so Varga, sei nach wie vor robust und die Arbeitslosigkeit konstant. Er warnte jedoch davor, dass die heutige Entscheidung nicht den Beginn eines Lockerungszyklus signalisiert. Künftige Schritte des Währungsrats der Bank werden allein von den eingehenden Daten abhängen.

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