Budapest verlangsamt Straßenbahn- und U-Bahn-Züge, um den Stromverbrauch während der Energiekrise zu senken

Budapest wird in den kommenden Tagen im Rahmen von Notfallmaßnahmen zur Senkung des Stromverbrauchs während der sich verschärfenden Energiekrise in Ungarn langsamere U-Bahn- und Straßenbahnverbindungen einführen.
Bürgermeister Gergely Karácsony gab auf Facebook bekannt, dass die öffentlichen Verkehrsbetriebe der Hauptstadt geprüft hätten, wie sie zu Energieeinsparungen beitragen und gleichzeitig die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste so gering wie möglich halten könnten. Nach dem neuen Fahrplan werden U-Bahnen und Straßenbahnen langsamer beschleunigen, was die Fahrzeiten geringfügig verlängert, den Stromverbrauch jedoch um rund 15 Megawattstunden pro Tag senkt.

Einige Oberleitungsbusse werden durch Dieselbusse ersetzt
Die Stadt wird zudem auf bestimmten Werktagslinien vorübergehend elektrische Oberleitungsbusse durch moderne Dieselbusse ersetzen, die mit einer effizienten Klimaanlage ausgestattet sind. Nach Angaben des Bürgermeisters sollen die Maßnahmen dazu beitragen, die Stabilität der Stromversorgung in Budapest zu gewährleisten – in einer Situation, die von der Regierung als eine der schwierigsten Energiekrisen Ungarns seit Jahrzehnten bezeichnet wurde.
„Lassen Sie uns füreinander sorgen“, schrieb Karácsony in seiner Botschaft.
BKK kündigt weitere Maßnahmen an
Das Budapester Verkehrsamt (BKK) teilte mit, dass es in Zusammenarbeit mit ArrivaBus auch den Ladeplan für die Elektrobusse der Hauptstadt anpassen werde, um sicherzustellen, dass diese während der kritischen Abendspitzenzeit zwischen 17:00 und 22:00 Uhr nicht aufgeladen werden.
Darüber hinaus werden die Elektrofahrräder des MOL-Bubi-Fahrradverleihsystems außerhalb der abendlichen Hauptverkehrszeit nach Betriebsschluss aufgeladen.
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Teil einer landesweiten Energiesparkampagne
Die Ankündigung der Hauptstadt erfolgt vor dem Hintergrund, dass Ministerpräsident Péter Magyar Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen wiederholt dazu aufgefordert hat, den Stromverbrauch zu senken, insbesondere während der abendlichen Spitzenlastzeiten.
Die Regierung hat kürzlich eine nationale Energieeinsatzzentrale eingerichtet, um sich auf verschiedene Notfallszenarien vorzubereiten, da die Besorgnis über die Auswirkungen des außergewöhnlich niedrigen Wasserstands der Donau auf den Betrieb des Kernkraftwerks Paks zunimmt.
Die Behörden haben betont, dass etwaige Notfallbeschränkungen, sollten diese erforderlich werden, in erster Linie große industrielle Verbraucher betreffen würden und nicht lebenswichtige öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Sozialfürsorgeeinrichtungen.
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