Bürgermeister gibt Wiedereröffnungstermin für Ungarns weltberühmtes Höhlenbad bekannt und informiert über den aktuellen Stand der Verschmutzung des Szinva-Baches – Fotos

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Das vor zwei Jahren durch einen Brand zerstörte Höhlenbad von Miskolc wird am 20. August wiedereröffnet, einschließlich der Außenbecken, wie der Bürgermeister der Stadt am Mittwochabend auf Facebook bekanntgab. Der Bürgermeister informierte zudem über den aktuellen Stand der Verschmutzung, die den örtlichen Szinva-Bach gestern orange gefärbt hatte.
Wiedereröffnung des weltberühmten ungarischen Höhlenbads
József Tóth-Szántai (Verein „Pont Mi“ – Fidesz–KDNP) dankte den Einwohnern für ihre Geduld und ihr Vertrauen und schrieb: „Monatelange Arbeit liegt hinter uns, doch nun befinden wir uns auf der Zielgeraden.“ Anfang dieses Monats hatte Tamás Horváth, der technische Leiter des Sanierungsprojekts, während einer Pressebesichtigung eine Wiedereröffnung im September prognostiziert, abhängig von den Ergebnissen der Nasstests. Er betonte damals, dass das Projekt nicht nur den Wiederaufbau nach dem Brand, sondern eine umfassendere Entwicklung umfasse, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur.

Laut Horváth werden vor der Wiedereröffnung alle technischen Anlagen innerhalb des Komplexes vollständig ausgetauscht, parallel dazu erfolgt eine umfassende Überholung der Lüftungsanlagen und des Kesselhauses. Sowohl in den Badehallen als auch in den Höhlengängen wird eine Fußbodenheizung verlegt, die Beckenauskleidung in der Haupthalle wird verstärkt, und das Stromnetz sowie die Beleuchtung im gesamten Höhlensystem werden komplett erneuert.

Die Dachkonstruktion des Therapiezentrums im Höhlenbad von Miskolctapolca wurde in der Nacht vom 6. September 2024 durch einen Brand zerstört. Das Feuer brach im zweiten Stock der Aquatherapie-Abteilung aus und griff auf das Dach über, wodurch das fast 1.000 Quadratmeter große Hauptgebäude unbenutzbar wurde. Eine anschließende Branduntersuchung ergab, dass „eine Reihe von Installationsfehlern in Verbindung mit mangelnder Wartung und fehlenden behördlichen Inspektionen“ zu dem Vorfall geführt hatten.

Innerhalb einer Woche nach dem Brand gab das ehemalige Ministerium für Nationale Wirtschaft eine Erklärung ab, in der es seine uneingeschränkte Unterstützung für den Wiederaufbau zusagte. Die Stadtverwaltung richtete zudem ein Spendenkonto ein, während Miskolc außerordentliche staatliche Mittel in Höhe von 1,29 Milliarden Forint zur Finanzierung der ersten Phase des Wiederaufbaus erhielt.
Aktuelle Informationen zur Verunreinigung, die den Szinva-Bach orange färbt
Die am Dienstag im Abschnitt des Szinva-Baches bei Miskolc festgestellte Verunreinigung führte nicht nur zu einer Verfärbung, sondern auch zu einer deutlichen Verschlechterung der Wasserqualität, teilte der Bürgermeister am Mittwochnachmittag in einem Facebook-Beitrag mit.
Laboruntersuchungen ergaben, dass die Werte für Eisen, Mangan und organische Schadstoffe an der Einleitungsstelle im oberen, durch die Stadt fließenden Abschnitt des Baches die zulässigen Grenzwerte um ein Vielfaches überschritten. Fischtoxizitätstests zeigten, dass das eingeleitete Wasser schädliche, toxische Auswirkungen auf die Wasserlebewesen hatte.

Weiter flussabwärts, in der Nähe der Szinva-Terrasse im Stadtzentrum, wurden niedrigere Werte gemessen, was darauf hindeutet, dass sich die Verschmutzung im Verlauf des Wasserlaufs allmählich verdünnte. Fachleute werteten es als positives Zeichen, dass ein erheblicher Teil der Fische aus den am stärksten betroffenen Bereichen entkommen konnte.
Kleinere Organismen, die im Flussbett und im Sediment leben, dürften jedoch schwer beeinträchtigt worden sein.
Weitere Fotos zur Verschmutzung: Der Szinva-Bach, ein Wahrzeichen von Miskolc und Lillafüred, färbt sich orange; menschliches Versagen wird vermutet
Die laufenden Untersuchungen sollen nicht nur die unmittelbaren Auswirkungen, sondern auch die längerfristigen Folgen für das gesamte Ökosystem des Baches ermitteln.
Der Szinva färbte sich am Dienstagnachmittag auf seinem Abschnitt in Miskolc orange. Zuvor hatte der Bürgermeister angedeutet, dass die Verfärbung wahrscheinlich durch einen technischen Defekt während Wartungsarbeiten oder durch menschliches Versagen verursacht worden sei.
Bei Wartungsarbeiten am städtischen Fernwärmekraftwerk in der Tatár-Straße sei eisenoxidhaltiges Wasser aus einem Dampferzeugungskessel abgelassen worden und in den Fluss gelangt, erklärte der Bürgermeister.
Im Wasserreservoir des Industrieparks Komáromwurde ein für die Entwicklung des Fötus schädliches Lösungsmittel nachgewiesen

