Bürgermeister Karácsony reagiert auf Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit: Budapest verstärkt Polizeipräsenz

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Der Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony hat eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, die darauf abzielen, die öffentliche Sicherheit in der ungarischen Hauptstadt zu verbessern. Er verspricht eine verstärkte Polizeipräsenz, eine engere Zusammenarbeit zwischen den Behörden sowie neue Hilfsangebote für Menschen, die mit Suchterkrankungen zu kämpfen haben.
Die Ankündigung folgt auf wachsende Besorgnis über sich verschlechternde Zustände in mehreren Stadtbezirken, wobei die Bürgermeister von vier innerstädtischen Bezirken kürzlich das Rathaus dazu gedrängt hatten, dringend Maßnahmen zu ergreifen. Unabhängig davon forderte der Bürgermeister des 13. Bezirks von Budapest eine sofortige Lösung für die seit langem bestehenden Probleme rund um die MÁV-eigenen Wohngebäude in der Nähe von Rákosrendező, wo sich die Anwohner seit Monaten über Kriminalität und Unruhen beschweren.
Mehr Polizeikräfte und bessere Koordination
Nach Gesprächen mit dem neu ernannten Polizeichef von Budapest stellte Karácsony einen Drei-Punkte-Plan vor, der sowohl die unmittelbaren Sicherheitsprobleme als auch deren zugrunde liegende Ursachen angehen soll. Die Vorschläge umfassen:
- Die Aufstockung der Zahl der Polizeibeamten, die im öffentlichen Raum patrouillieren.
- Einrichtung einer neuen Arbeitsgruppe zur Koordinierung im öffentlichen Raum, in der Bezirksverwaltungen, staatliche Behörden, Polizei, Fachkräfte des Gesundheitswesens und Sozialdienste zusammenkommen.
- Einrichtung eines spezialisierten Straßenbetreuungsdienstes für Menschen mit Drogenabhängigkeit in Zusammenarbeit mit den Ministerien für Gesundheit und Soziales der Regierung.

Karácsony sprach sich zudem dafür aus, dass die Einnahmen aus dem Budapester Netz von Geschwindigkeitskontrollkameras an die Budapester Polizeibehörde (BRFK) weitergeleitet werden sollten, um zusätzliche Polizeibeamte zu finanzieren.
„Die von der Hauptstadt betriebenen Geschwindigkeitskontrollkameras bringen dem Staat Einnahmen in Milliardenhöhe ein. Es ist eine berechtigte Erwartung, dass dieses Geld der Budapester Polizei zugewiesen wird, damit mehr Polizeibeamte auf unseren Straßen im Einsatz sein können“, schrieb der Bürgermeister.
„Öffentliche Sicherheit ist auch ein soziales Thema“, so Karácsony
Der Bürgermeister räumte zwar die Sorgen der Einwohner hinsichtlich Kriminalität und asozialen Verhaltens ein, argumentierte jedoch, dass die Polizeiarbeit allein das Problem nicht lösen könne. Laut Karácsony sind viele der Probleme, die den Einwohnern Budapests zu schaffen machen, eher auf umfassendere gesellschaftliche Herausforderungen auf nationaler Ebene zurückzuführen als auf die lokale Strafverfolgung.
Er machte jahrelange Unterfinanzierung der Sozialdienste dafür verantwortlich und verwies auf tiefe Armut, Obdachlosigkeit unter jungen Menschen, die aus der staatlichen Fürsorge entlassen werden, eine erfolglose Drogenpolitik sowie den, wie er es bezeichnete, Zusammenbruch der Suchtbehandlung und der psychiatrischen Versorgung. „Die Probleme, die die Einwohner beunruhigen, sind zu einem erheblichen Teil keine Fragen der Strafverfolgung, sondern soziale Probleme, und sie sind nicht auf Budapest beschränkt, sondern betreffen das ganze Land“, sagte er.

Der Druck seitens der Bezirksvorsitzenden wächst
Die Forderungen nach Maßnahmen haben sich in den letzten Tagen verstärkt. Die Bürgermeister der Budapester Bezirke 1, 6, 8 und 9 appellierten gemeinsam an das Rathaus, sich mit der sich verschlechternden öffentlichen Sicherheit zu befassen, während der Bürgermeister des 13. Bezirks, József Tóth, auf schwerwiegende Probleme rund um die MÁV-Wohnsiedlung in der Tatai-Straße hinwies.
Laut Tóth haben Anwohner von illegalen Besetzungen der Gebäude sowie von Problemen wie Gewalttaten, Drogenhandel, Prostitution, Diebstahl und einer sich verschlechternden öffentlichen Hygiene berichtet.
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Verkehrs- und Investitionsminister Dávid Vitézy äußerte sich ebenfalls zum Gelände an der Tatai-Straße und erklärte, die MÁV habe bereits alle erforderlichen Genehmigungen für den Abriss der Gebäude erteilt.
Er fügte hinzu, dass das Eisenbahnunternehmen bereit sei, das Gelände an die Hauptstadt zu übergeben, sobald Budapest bereit sei, das Vorhaben voranzutreiben. Vitézy erklärte, er setze sich sowohl als Minister als auch als ehemaliges Mitglied der Budapester Stadtverordnetenversammlung weiterhin dafür ein, die von ihm als „unhaltbare Zustände“ bezeichneten Verhältnisse auf dem Gelände zu beseitigen.
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